Ferienflieger Condor entlässt 170 Verwaltungsangestellte

| Tourismus Tourismus

Auf ihrem Sanierungskurs greift die Ferienfluggesellschaft Condor nun zu Entlassungen. In der zentralen Frankfurter Verwaltung müssen 170 von 750 Mitarbeitern gehen, bestätigte ein Unternehmenssprecher am Dienstag. Dies könne zum Teil sozialverträglich und ohne Kündigungen vollzogen werden. Den übrigen Betroffenen biete man an, sich sechs Monate lang in einer Transfergesellschaft auf die nächsten beruflichen Schritte vorzubereiten. Zuvor hatte die «Bild-Zeitung» darüber berichtet.

Die Fluggesellschaft befindet sich in einem so genannten Schutzschirmverfahren. Dort kann sie sich leichter von bisherigen Vertragspartnern wie auch von Personal trennen, um für künftige Investoren attraktiver zu werden. Das Frankfurter Unternehmen war in die Pleite des britischen Mutterkonzerns Thomas Cook hineingezogen worden, hat aber in den vergangenen Jahren meist Gewinne eingeflogen. Airline-Chef Ralf Teckentrup will das Unternehmen möglichst als Ganzes erhalten. Derzeit wird die Gesellschaft mit einem Überbrückungskredit der staatlichen KfW-Bank über 380 Millionen Euro in der Luft gehalten.

Die nun zur Entlassung stehenden Mitarbeiter hätten zum Teil Aufgaben für die gesamte Thomas-Cook-Group erledigt, was nun nicht mehr notwendig sei, hieß es. Auch seien einzelne Arbeitsbereiche effizienter gestaltet worden. «Das ist eine schwierige Entscheidung, die notwendig ist, um die Zukunft von Condor und damit aller verbleibenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern», sagte der Sprecher. Entscheidungen zum fliegenden Personal gebe es noch nicht. Man sei mit den Gewerkschaften in sehr guten Gesprächen über die künftigen Konditionen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.

Eine Studie des Technologieunternehmens Amadeus sieht weltweit eine hohe Offenheit vieler Reisender gegenüber künstlicher Intelligenz und digitalen Mobilitätsdiensten. Gleichzeitig bleiben Sprachbarrieren, Zusatzkosten und unzureichende Informationen häufig genannte Probleme im Reiseverkehr.

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.