Ferienhäuser - Vermittler rechnen erneut mit starker Sommersaison

| Tourismus Tourismus

Die aktuellen Buchungszahlen der Ferienhausvermittler und -portale stimmen die Betreiber zuversichtlich. Nicht nur in Deutschland werden Ferienobjekte derzeit wieder stark nachgefragt, sondern auch im benachbarten Ausland.

„Die Küsten dürften auch in diesem Jahr wieder voll werden“, sagt Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbands. „Wer noch fündig werden will, sollte bezüglich Region und Ausstattung flexibel sein. In den Premiumlagen an Nord- und Ostsee ist schon gut gebucht.“ Besonders knapp wird es im Segment der großen Unterkünfte mit drei und mehr Schlafzimmer. Dafür lässt sich noch in weniger bekannten Regionen die ein oder andere touristische Perle entdecken. Der Deutsche Ferienhausverband rät Gruppen, besonders frühzeitig auf die Suche zu gehen. „Bereits jetzt werden Gruppenhäuser für 2023 angefragt“, ergänzt Schwefel.

Auch Ferienhäuser und Ferienwohnungen im Ausland werden wieder stärker nachgefragt. „Das Vertrauen kehrt zurück. Urlaubsgäste fühlen sich in privaten Ferienhäusern als autarke Unterkunftsformen sicher und gut geschützt. Das macht sie auch für einen Auslandsaufenthalt attraktiv.“

Auf die Frage, inwieweit die Mietpreise angestiegen sind, gibt es keine pauschale Antwort. „Reisende schauen nach zwei Jahren starker Einschränkungen weniger auf den Euro. Wir beobachten, dass Urlaubsgäste bereit sind, ein größeres Budget in beliebte Strandlagen und komfortable Häuser mit Sauna und Whirlpool zu investieren. Appartements und Häuser mit hochwertiger Ausstattung sind ein klarer Buchungstrend“, erklärt Schwefel. Aufgrund steigender Energie- und Reinigungskosten sind allerdings auch Preissteigerungen im Ferienhaussegment möglich.

Bei steigender Nachfrage sollten Urlauber mehr denn je bei seriösen Anbietern buchen. „Mit zunehmender Beliebtheit des Ferienhausurlaubs wittern leider auch Betrüger ein lukratives Geschäft. Wir können Erholungssuchenden nur eindringlich raten, verführerische Schnäppchenangebote beispielsweise auf Kleinanzeigenportalen genau zu prüfen“, sagt Schwefel. Da die Kleinanzeigenportale nicht auf die Vermittlung von Reiseleistungen spezialisiert sind, haben Betrüger leichtes Spiel. „Diese werden immer professioneller bei der Aufbereitung der Buchungsunterlagen und in der Kommunikation mit dem Gast. Im besten Fall buchen Urlauber bei renommierten Anbietern und achten auf Zertifikate wie das Qualitätssiegel des Deutschen Ferienhausverbands.“

Das DFV-Siegel bescheinigt Transparenz bei der Buchung und eine hohe Service-Orientierung der Mitglieder. Wichtig: Das Online-Siegel ist nur in Verbindung mit einem Zertifikat gültig, das auf der Webseite des Deutschen Ferienhausverbands eingebunden ist. Weitere Informationen finden Urlauber auf www.deutscher-ferienhausverband.de.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.