Ferienhäuser - Wohin verreisen die Deutschen und wo wird es teuer?

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Trotz steigender Inzidenzen wächst die Reiselust der Deutschen. Das bestätigt die Ferienhaus-Suchmaschine Holidu, die seit Anfang des Jahres deutlich mehr Suchanfragen und Buchungen verzeichnet. Schon in den ersten zwei Wochen des Jahres 2022 wurden mehr als doppelt so viele Urlaubsbuchungen vorgenommen als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres für 2021. 

„Mit den steigenden Booster-Impfungen und den guten Urlaubserfahrungen im letzten Sommer sind Menschen derzeit optimistisch, dass ein entspannter Sommerurlaub auch in diesem Jahr möglich sein wird”, so Holidu-Sprecherin Heike Müller. Seit Corona sind Ferienhäuser als kontaktarme Unterkunft bei den meisten Reisenden besonders beliebt. In einer aktuellen Datenerhebung hat Holidu die diesjährigen Preise für Ferienhäuser und -wohnungen in den beliebten Reisezielen Deutschlands und Europas ermittelt. 

Hier sind Ferienwohnungen in Deutschland besonders teuer oder günstig

Im Schnitt kostet eine Ferienwohnung in Deutschland 128 Euro pro Nacht und Unterkunft und ist damit rund 25 Prozent teurer als im noch coronafreien Jahr 2019. Doch die Preise innerhalb Deutschlands schwanken beachtlich: Die teuersten Gebiete liegen an der Ost- und Nordsee sowie in Bayern: An der Spitze steht Sylt (190 Euro), gefolgt von Garmisch-Partenkirchen (185 Euro) und Rügen (171 Euro).

Etwas günstiger wird es am Bodensee (137 Euro) und in der Mecklenburgischen Seenplatte (129 Euro), wo eine Unterkunft pro Nacht 129 Euro kostet. Im Allgäu werden 125 Euro fällig, im Schwarzwald 110 Euro. Mit besonders tiefen Preisen locken der Bayerische Wald (83 Euro), das Erzgebirge (79 Euro) und die Rhön (75 Euro). Mit viel Natur und Wandermöglichkeiten sind diese Regionen besonders für aktive Familien empfehlenswert und recht erschwinglich.

„Die Ostsee und Nordsee waren im letzten Sommer quasi ausgebucht. Mit Strandampeln und App wurde versucht, das Besucheraufkommen zu lenken”, so Heike Müller. Die große Nachfrage schlüge sich in den hohen Preisen nieder. „Wer auf weniger bekannte Regionen ausweicht, kann Geld und Nerven sparen“, rät Heike Müller. Seit Corona haben viele für sich entdeckt, dass es im Heimatland viele schöne Ecken gibt. Dieser Trend wird sich auch in 2022 fortsetzen.

Griechenland führt das Preisfeld an

Während sich die meisten Deutschen im Frühjahr für einen Deutschlandurlaub interessieren, steigt die Nachfrage nach Auslandsreisen während der Sommermonate. Zwar liegt Deutschland als Reiseziel vorne (43 Prozent aller Suchen auf Holidu entfallen auf deutsche Ziele), doch Italien, Kroatien und Spanien holen auf. „Besonders Länder, die mit dem Auto zu erreichen sind, stehen hoch im Kurs”, erklärt Heike Müller. 

Der Verzicht auf eine Flugreise erfreut nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel: 
Ein Ferienhausurlaub in Frankreich liegt mit 149 Euro preislich im Mittelfeld, nach Kroatien (146 Euro) und Schweden (133 Euro). Die Nachbarländer im Osten sind am erschwinglichsten (Polen 116 Euro, Ungarn 109 Euro und Tschechien 102 Euro). 

Ein Ferienhaus in Griechenland schlägt mit 226 Euro pro Nacht im Sommer zu Buche. Auch Spanien zählt zu den hochpreisigen Destinationen (189 Euro), hier sind Ferienunterkünfte im Schnitt 32 Prozent teurer als in 2019.

Bester Zeitpunkt für die Buchung: Ostsee schon zu 70 Prozent ausgebucht 

Vor Corona wurde der Sommerurlaub zu Beginn des Jahres gebucht. Und auch im jungen Jahr 2022 verzeichnet die Ferienhaus-Suchmaschine Holidu einen deutlichen Zuwachs an Suchanfragen und Buchungen. „Die Leute trauen sich, wieder im Voraus zu buchen. Zum einen liegt das sicher an den Erfahrungen des letzten Jahres, als viele Ferienregionen mit dem Ende des Lockdowns seit Mai schlichtweg ausgebucht waren. Zum anderen bieten jetzt immer mehr Ferienhausvermieter kostenlose Stornierungsoptionen an, sodass man flexibel bleibt“, so Müller. Storno-Möglichkeiten waren vor Corona im Ferienhausmarkt nicht üblich. Hier hat der Markt sich entwickelt: Mehr als 20 Prozent aller Ferienwohnungen in Deutschland können mittlerweile nach Buchung kostenfrei storniert werden. 

An Nord- und Ostsee sind schon über 70 Prozent der Unterkünfte für den Sommer gebucht worden. Auch am Tegernsee und am Bodensee sind zwei Drittel der Ferienwohnungen bereits belegt. Im Ausland sind vor allem die Holländische Küste (72 %), Mallorca (65 %) und die Bretagne (64 %) gefragt. 

Gruppen- und Familienreisen liegen im Trend 

Viele Menschen haben durch die coronabedingten Kontakt- und Reisebeschränkungen bemerkt, dass virtuelle Begegnungen nicht ausreichen. Jetzt besteht viel Aufholbedarf. Das belegen auch die Daten der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu: Im Jahr 2021 hat die Nachfrage nach für Gruppen geeignete Ferienhäuser um 38 Prozent im Vergleich zu 2019 zugenommen. Generationsübergreifender Familienurlaub sowie Verreisen mit Freunden werden voraussichtlich im nächsten Sommer wieder populär sein, wenn es die Coronaauflagen erlauben. Preistipp: In Spanien ist ein Ferienhaus für mehr als zehn Personen recht teuer (496 Euro). Günstiger ist es in Dänemark (349 Euro), Deutschland (333 Euro) oder Österreich (313 Euro). 


 

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