Ferienunterkünfte im Dezember – Deutschland Spitzenreiter bei günstigen Reisezielen

| Tourismus Tourismus

Eine aktuelle Analyse des Ferienhaus-Portals Holidu zeigt erhebliche Preisunterschiede für Ferienhäuser und Ferienwohnungen in beliebten Reisezielen der Deutschen im Dezember 2025. Die Auswertung basiert auf dem Suchverhalten der Nutzer sowie den ermittelten Medianpreisen für eine Übernachtung im Reisezeitraum vom 1. Dezember 2025 bis zum 3. Januar 2026.

Die günstigsten Reiseziele im Dezember

Das Ranking der günstigsten Destinationen im Dezember 2025 wird von Deutschland dominiert, das alle fünf preiswertesten Reiseziele der Analyse stellt. Die Orte mit den meisten Suchanfragen, die zugleich die günstigsten sind, liegen alle in Deutschland. Goslar im Harz ist das günstigste Reiseziel im Ranking. Knapp darüber liegt Heiligenhafen an der Ostseeküste, das ebenfalls zu den beliebtesten günstigen Reisezielen gehört. Sankt Englmar im Bayerischen Wald und Bad Harzburg im Harz weisen den gleichen günstigen Durchschnittspreis auf. Braunlage im Harz rundet die Top 5 der preiswerten Winterreiseziele in Deutschland ab. Diese Regionen – Harz (Goslar, Braunlage, Bad Harzburg), Ostseeküste (Heiligenhafen) und Bayerischer Wald (Sankt Englmar) – zeichnen sich durch hohe Nachfrage und gleichzeitig moderate Übernachtungspreise aus.

Die teuersten Destinationen im europäischen Vergleich

Die teuersten Reiseziele der Analyse liegen in Finnland und Österreich. Rovaniemi in Finnland ist die teuerste Destination und liegt preislich deutlich über Goslar. Österreich positioniert sich im oberen Preissegment mit Lech, gefolgt von Obergurgl, Sankt Anton am Arlberg und Kitzbühel. Lech und Obergurgl eignen sich für Reisende mit gehobenem Anspruch, da es besonders Skifahrer über die Feiertage in diese Orte zieht.

Attraktive Alternativen zum Wintersport

Wer flexibel ist, findet auch günstigere Optionen mit winterlichem Flair. Sankt Englmar im Bayerischen Wald überzeugt als familienfreundliches Wintersportzentrum zu besonders günstigen Preisen. Ebenso attraktiv ist Mittenwald in den bayerischen Alpen, das mit seiner idyllischen Kulisse und Langlaufmöglichkeiten punktet. Für ein europäisches Ski-Erlebnis abseits der klassischen Alpen-Destinationen bietet sich zudem das französische Gérardmer in den Vogesen an, welches Skisport zu einem sehr fairen Preis-Leistungs-Verhältnis offeriert.

Wer die hohen Skipasspreise umgehen und stattdessen eine Alltagsflucht möchte, findet attraktive, preiswerte Reiseziele mit einem komplett anderen Fokus. Die Hansestadt Wismar lockt mit ihrer historischen Backsteingotik und ist ein ideales Ziel für Kulturliebhaber. Heiligenhafen bietet maritimes Flair, überzeugt mit seinem Hafen und der Seebrücke und eignet sich für lange Strandspaziergänge an der Ostseeküste. Wer lieber Sonne tankt, findet in Nerja an der spanischen Küste milde Temperaturen und mediterranes Flair. Die Kurstadt Bad Harzburg ist die perfekte Wahl für eine erholsame Wellness-Auszeit und gemütliche Naturerlebnisse im Harz.

Optimistische Aussichten für die Vermieter

Ferienhausvermieter rechnen mit mehr Gästen im Herbst und Winter. Laut einer Umfrage von Holidu unter deutschen Ferienhausvermietern erwarten 36 Prozent der Gastgeber mehr Buchungen als im Vorjahr, während 45 Prozent von einer stabilen Nachfrage ausgehen. Nur 19 Prozent erwarten weniger Buchungen.

Besonders positiv ist die Aussicht in Bayern: 49 Prozent der Gastgeber erwarten steigende und weitere 41 Prozent ein stabiles Buchungsniveau. Auch an der Nord- und Ostsee, traditionell weniger klassische Winterreiseziele, zeigen sich die Vermieter optimistisch: 36 Prozent rechnen dort mit mehr Buchungen und 42 Prozent mit gleichbleibender Nachfrage. Im gesamteuropäischen Vergleich ist der Trend noch deutlicher: In Spanien erwarten 58 Prozent der Vermieter mehr Winterbuchungen, in Italien 55 Prozent und in Frankreich sogar 67 Prozent.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab Ende Februar wird es ernst: Ohne ETA gibt’s keinen Zutritt zu Flugzeugen und Zügen nach Großbritannien. Was es zu beachten gibt und mit wie viel Vorlauf man den Antrag stellen sollte.

Früh aufstehen, statt den letzten Urlaubstag am Pool ausklingen zu lassen? Wenn der Rückflug vom Abend in den Morgen vorverlegt wird, ist das frustrierend. Aber immerhin kann es Geld zurückgeben.

Während andere Flughäfen boomen, hinken die ostdeutschen Airports dem Vorkrisenniveau hinterher. Woran das liegt - und was das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt als zentrale Hürden nennt.

Bali lockt jedes Jahr Millionen Urlauber. Verkehrschaos, Müll und schlechtes Benehmen bereiten Ärger. Nun sollen Finanznachweise und strengere Einreiseregeln Abhilfe schaffen. Aber wie?

Die PiNCAMP Awards 2026 würdigen wegweisende Betriebe und Persönlichkeiten der europäischen Campingwirtschaft. Im Rahmen einer Gala in Stuttgart wurden Gewinner aus den Niederlanden, Italien und Spanien für ihre Konzepte in den Bereichen Nachhaltigkeit, Innovation und Mietunterkünfte geehrt.

Während Metropolen wie Paris und New York weiterhin die Buchungslisten anführen, sorgen Trends wie Set-Jetting und Hotel-Hopping für neue Impulse. Eine Analyse aktueller Marktdaten zeigt, wie Reiseberater die steigende Nachfrage optimal nutzen können.

Airbnb wird Premium-Partner der ITB Berlin 2026 und rückt den Naturtourismus in den Fokus. Ein Höhepunkt der Kooperation ist der Auftritt von Airbnb-Mitgründer Nathan Blecharczyk, der auf dem Kongress über die Zukunft des Reisens abseits der urbanen Zentren spricht.

Die Reisetrends für 2026 zeigen eine klare Richtung: Die Generation Z und Millennials flüchten aus den Metropolen in ländliche Regionen. Ein aktueller Bericht von Kayak, der auch TikTok-Daten nutzt, belegt, dass Authentizität, mentale Erholung und die Unterstützung durch Künstliche Intelligenz zu den wichtigsten Pfeilern der künftigen Urlaubsplanung gehören.

Niedersachsen darf nicht zum «Bielefeld der Bundesländer» werden, warnt der Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall. Ein neuer Slogan müsse her. Der Verbandschef hat auch schon einen Favoriten.

Die Reiseform des Dark Tourism rückt Orte der Vergänglichkeit und des historischen Umbruchs in den Fokus des touristischen Interesses. Dabei überschneiden sich die Ziele häufig mit sogenannten Lost Places, also verlassenen Schauplätzen früheren Lebens.