Flixbus startet wieder mit innerdeutschen Fernreisen

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Der Fernbusbetreiber Flixbus nimmt seinen Betrieb wieder auf. Ab Donnerstag veranstaltet das in München ansässige Unternehmen erstmals seit Anfang November wieder innerdeutsche Fernreisen, wie Flixbus mitteilte. Zunächst sollen wieder rund 40 Ziele angefahren werden, darunter stark nachgefragte Strecken wie Berlin-Hamburg oder Berlin-München. 

«Wir fahren unser Netz entsprechend der Nachfrage wieder hoch», sagte Schwämmlein. «Die klassischen Hochfrequenzstrecken fahren wir jetzt mit niedriger Frequenz, und die bisherigen Niedrigfrequenzstrecken fahren wir kurzfristig gar nicht.»

In normalen Zeiten bietet Flixbus allein in Deutschland rund 400 Fahrten an. Platz- und Reservierungsbeschränkungen soll es beim Neustart keine geben. Für die Sicherheit der Fahrgäste setzt das Unternehmen unter anderem auf Luftfilteranlagen. Dennoch gilt während der gesamten Reise Maskenpflicht. «Neben hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards haben wir die Kapazitätsanzeige, mit der Kunden schon bei der Buchung sehen, welche Fahrten stark nachgefragt sind.» Zum Sommer, am 24. Juni, soll dann auch das Fernzugangebot unter der Marke Flixtrain auf allen zuvor verfügbaren Strecken wieder starten. 

Schwämmlein äußerte sich zuversichtlich, dass die Nachfrage schnell wieder zurückkehren werde. Viele Menschen sehnten sich danach, wieder Freunde und Familie in anderen Städten besuchen zu können.

Flixbus hatte aufgrund der Corona-Krise die Fahrten in Deutschland zum November vollständig eingestellt. Der geplante Neustart zu Weihnachten wurde abgesagt. Zum Beginn des neuen Jahres ging Schwämmlein für 2020 von einem Einbruch der Passagierzahlen um rund 50 Prozent aus. Insgesamt ist Flixbus in 30 Ländern aktiv. Das Unternehmen ist in Deutschland der größte Fernbus-Reiseanbieter.

Dafür kooperiert die Plattform mit Busunternehmern, mit deren Fahrzeugen die Reisen durchgeführt werden. Diese Buspartner hätten die Krise bislang nahezu alle überstanden, sagte Schwämmlein. «Wir haben bisher keine Welle an Insolvenzen gesehen. Die Partner sind da, und wir geben ihnen eine Perspektive. Wenn die Kapazitäten gebraucht werden, werden wir genug Flixbusse auf der Straße haben.» Ziel sei, das Angebot zunächst so niedrig zu halten, dass es auch im Falle erneuter Beschränkungen nicht wieder eingestellt werden muss.

Das Unternehmen verfolgte vor der Krise einen aggressiven Expansionskurs in neue EU- und Nicht-EU-Märkte. An diesen Plänen halte man auch nach der Krise fest, betonte Schwämmlein. Neue Ziele lägen in der Schublade. (dpa)


 

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