Fluggesellschaften gegen vorzeitige Tegel-Schließung

| Tourismus Tourismus

Branchenverbände lehnen eine vorzeitige Schließung des Berliner Flughafens Tegel ab. Da sich nahezu sämtliche Mitarbeiter der Fluggesellschaften sowie der Abfertigungs- und Sicherheitsdienste in Kurzarbeit befänden, könnten diese Unternehmen einen Umzug von Tegel an einen anderen Flughafen derzeit nicht stemmen. Das schreiben der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften sowie die Interessengemeinschaft für ausländische Gesellschaften, Barig, in einem gemeinsamen Brief an den Aufsichtsratschef der Berliner Flughäfen, Rainer Bretschneider. Zuvor hatte der «Tagesspiegel» berichtet.

«Im Übrigen wäre auch hier nicht auszuschließen, dass wegen einer temporären Schließung einer der beiden Flughäfen die betroffenen Bodenabfertigungsdienstleister über das Instrument Kurzarbeit hinaus dann auch betriebsbedingte Kündigungen aussprechen und Sozialpläne vereinbaren müssten», schreiben die Verbände weiter.

Angesichts des eingebrochenen Passagieraufkommens will Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup den Standort Tegel vom Netz nehmen und den Verkehr ausschließlich über Schönefeld abwickeln. «Wir haben noch ein bis zwei Prozent des Verkehrs», sagte er Anfang dieser Woche. Mit der Schließung von Tegel ließen sich täglich 200.000 Euro einsparen. Bislang sperrt sich dagegen vor allem der Bund. Ende April ist eine weitere Sitzung der Gesellschafter geplant, zu denen neben dem Bund die Länder Berlin und Brandenburg zählen.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die dänische Hauptstadt will nachhaltigen Tourismus fördern. Dafür wurde das Programm CopenPay entwickelt, das es nach zwei Sommerdurchläufen künftig ganzjährig gibt. Wie kann man profitieren?

Kaum öffnet Terminal 3 am Frankfurter Flughafen, schließt Terminal 2. Der Bereich wird grundlegend erneuert und bleibt für einige Jahre außer Betrieb. Für Passagiere soll sich dann viel ändern.

Der Merian Verlag hat in München erstmals seine neuen Branchenpreise an sieben ausgewählte Destinationen, Hotels und Akteure der internationalen Tourismuswirtschaft verliehen. Unter den Preisträgern befinden sich unter anderem die Stadt Göteborg, das Brenners Park-Hotel und die MSC Group.

Eine Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen bei der Bewertung der Flugetikette. Während jüngere Passagiere bei Körperhygiene und Smartphone-Nutzung an Bord weitaus toleranter sind, weisen ältere Reisende eine wesentlich geringere Akzeptanz für dieses Verhalten auf.

Eine Auswertung der Gästebefragung T-MONA zeigt, wer im Sommer nach Österreich reist, wie hoch die Ausgaben ausfallen und welche Faktoren bei der Wahl von Reiseziel und Unterkunft eine Rolle spielen.

Schöne Marineschiffe, tolle Flugzeuge, imposanter Zug? Schnell ein Foto gemacht - und dann klicken die Handschellen? Warum Touristen Verbotsschilder im Urlaub unbedingt erst nehmen sollten.

Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen deutliche Unterschiede bei den Kosten für Restaurant- und Hoteldienstleistungen in Europa. Besonders in mehreren südeuropäischen Ländern liegt das Preisniveau deutlich unter dem deutschen Vergleichswert.

Brandgeruch im Tower, Nachtflugverbot ausgesetzt: Am Flughafen München brauchen Reisende zum Ende der Pfingstferien Geduld.

Die Kreuzfahrt ist ein Massengeschäft geworden, auch dank der Rostocker Reederei Aida Cruises. Die Passagierzahlen steigen und steigen. Gleichzeitig setzen neue Auflagen die Branche unter Druck.

UN Tourism registrierte im ersten Quartal 2026 weltweit 307 Millionen internationale Touristenankünfte. Gleichzeitig erwartet die Organisation aufgrund des Nahostkonflikts und steigender Reisekosten eine Abschwächung des Wachstums im weiteren Jahresverlauf.