Freizeitparks starten mit begrenzter Besucherzahl die Saison

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Zwei Monate später als ursprünglich geplant starten die großen Freizeitparks im Südwesten die Sommersaison. Die tägliche Besucherzahl werde zum Schutz vor dem Coronavirus begrenzt, sagten Sprecher der Vergnügungsparks am Dienstag. Zudem gebe es Hygiene- und Abstandsregeln. Diese werden von den Gesundheitsämtern überwacht. Eintrittskarten müssten, anders als sonst, vorab online reserviert werden. So könnten die Parks Besucherströme besser lenken. In den Attraktionen werden Schutzmasken Pflicht sein, teilte der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen mit. Zudem müssten dort Plätze und Sitzreihen frei bleiben, um Abstand zu ermöglichen.

Am Freitag (29. Mai) starten unter anderem der Europa-Park in Rust bei Freiburg, der Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn (Kreis Heilbronn), der Schwabenpark in Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis) und das Ravensburger Spieleland in Meckenbeuren (Bodenseekreis) die Saison. Am Samstag folgt in der Nähe von Ulm das Legoland in Günzburg (Bayern). Der Holiday-Park in Hassloch in der Pfalz rechnet mit dem Saisonstart Mitte Juni. Die meisten Vergnügungsparks hatten die Saisoneröffnung zunächst für Ende März geplant. Wegen der Corona-Krise hatten sie bislang aber nicht öffnen dürfen.

Corona bringt mehr Kosten und weniger Einnahmen

Deutschlands größter Freizeitpark, der Europa-Park, begrenzt die tägliche Besucherzahl auf 10.000, wie Inhaber Roland Mack am Dienstag sagte. Dies seien rund 20 Prozent der sonst im Sommer üblichen höchsten Besucherzahl. Shows und Kinovorführungen sowie Großveranstaltungen werde es zunächst nicht gegen. Corona bringe mehr Kosten und weniger Einnahmen. Mit einem Gewinn rechne das Unternehmen in dieser Saison nicht. Rund 4.500 der insgesamt 5.000 Mitarbeiter seien in Kurzarbeit, den Umsatzverlust seit März bezifferte Mack auf 100 Millionen Euro. Der Europa-Park ist dieses Jahr 45 Jahre alt.

Geöffnet seien von Freitag an alle Attraktionen, sagte ein Sprecher des Erlebnisparks Tripsdrill. Der Vorverkauf laufe vielversprechend: «Die Menschen sehnen sich nach der Corona-Zwangspause wieder nach etwas Normalität.» Sie seien bereit, Einschränkungen in den Parks hinzunehmen. Der zu Tripsdrill gehörende Tierpark hat bereits seit Anfang Mai wieder geöffnet.

Regelmäßige Desinfizierung

Auch im Ravensburger Spieleland sind den Angaben zufolge die Attraktionen offen. Wie in anderen Parks auch würden Fahrgeschäfte und andere Einrichtungen regelmäßig desinfiziert. Auch für Besucher gebe es genügend Desinfektionsmittel. Zahlen zu den dort geltenden Besucherbegrenzungen wollten Tripsdrill und das Ravensburger Spieleland auf Nachfrage nicht nennen.

Das Infektionsrisiko im Freien sei vergleichsweise gering, sagte der für den Europa-Park zuständige Landrat des Ortenaukreises, Frank Scherer (parteilos). Der Europa-Park sei 113 Fußballfelder groß. Dies garantiere, dass Menschen bei begrenzter Besucherzahl auf Abstand bleiben können. Die zum Park gehörende Indoor-Wasserwelt «Rulantica» müsse wegen des Coronavirus dagegen vorerst geschlossen bleiben.

(dpa)


 

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