Gefühlsreisen und Social Wellness: Accor zeigt die Trends für 2026

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Eine aktuelle Untersuchung von Accor und der Trendforschungsagentur Globetrender analysiert das Reiseverhalten der Deutschen im kommenden Jahr. Im Mittelpunkt stehen die emotionale Kraft von Reisen, die Sehnsucht nach authentischen Erlebnissen und die Beibehaltung gewohnter Lifestyles.

Die Reiseentscheidungen der Deutschen werden im Jahr 2026 zunehmend von emotionalen Faktoren statt rein rationalen Erwägungen geprägt. Dies geht aus dem Experiential Travel Trends 2026 Report hervor, den die Buchungsplattform ALL Accor gemeinsam mit der Trendforschungsagentur Globetrender veröffentlicht hat. Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Studie unter 4.500 Reisenden aus neun Ländern. Laut der Erhebung nutzen 95 Prozent der befragten Deutschen Reisen, um emotionale Kraft zu schöpfen. Für jeden Fünften bilden die erwarteten Emotionen sogar die primäre Grundlage für die Online-Recherche. Mehdi Hemici, Chief Loyalty & E-Commerce Officer bei Accor, betont, dass der wahre Wert des Reisens künftig weniger in den besuchten Orten als vielmehr in der Tiefe des persönlichen Empfindens liege.

Die Kerntrends für das Reisejahr 2026

Der Report definiert verschiedene globale Trends, die die Erwartungen der Gäste an die Hotellerie und Gastronomie beschreiben. Ein wesentlicher Aspekt ist die sogenannte "Endorphin Economy", da das Interesse an Live-Erlebnissen stetig wächst. 76 Prozent der Deutschen verbinden Veranstaltungen mit intensiven Glücksgefühlen. Mehr als die Hälfte der Befragten würde für Konzerte verreisen, während 40,3 Prozent Festivals und 37,9 Prozent Sportevents als Reiseanlass nennen. Parallel dazu suchen Reisende verstärkt den Ausbruch aus dem optimierten Alltag durch spielerische Hotelkonzepte. 18 Prozent der Deutschen bevorzugen Hotels mit mutigem Design. Zudem besteht Interesse an interaktiven Museen mit 30,6 Prozent und gamifizierten Angeboten wie Escape Rooms mit 24,7 Prozent.

Die Beibehaltung täglicher Routinen bleibt unter dem Schlagwort "Portable Lifestyles" essentiell für die Zielgruppe. 35 Prozent der deutschen Reisenden legen Wert auf vertraute Mahlzeiten, 34 Prozent auf ihre Schlafgewohnheiten und 28 Prozent auf Fitnessrituale. Auch die Verbindung von Arbeit und Reisen in Form von Work & Travel ist für 49 Prozent attraktiv. Im Bereich "Social Wellness" wird Erholung zudem zum Gemeinschaftserlebnis. 70,3 Prozent der Deutschen suchen auf Reisen gezielt nach persönlichen Verbindungen. Für 52 Prozent stehen Spaß und Genuss im Vordergrund, wobei Aktivitäten wie Run-Clubs oder gemeinsame Saunagänge an Bedeutung gewinnen.

Nostalgie und Naturverbundenheit als Treiber

Unter dem Trend "Memory Lanes" zeigt sich eine ausgeprägte Sehnsucht nach Nostalgie. Fast 80 Prozent der Befragten wünschen sich eine weniger digital geprägte Zeit zurück. Dies äußert sich unter anderem darin, dass 37 Prozent analoge Kameras nutzen und 41 Prozent physische Erinnerungsstücke wie Postkarten sammeln. Ebenso steht bei "Earth Syncing" die Rückverbindung zur Natur im Fokus. 71 Prozent der Deutschen möchten mehr Zeit im Freien verbringen, und 58 Prozent suchen gezielt nach lokaler sowie saisonaler Küche. Auch astronomische Ereignisse wie Nordlichter motivieren 21,8 Prozent der Befragten zur Reiseplanung.

Authentizität wird bei "Unfiltered Journeys" wichtiger als die digitale Inszenierung. 63,5 Prozent der Reisenden verlassen sich auf Empfehlungen von Einheimischen oder Hotelmitarbeitern. Künstliche Intelligenz spielt bei der Planung eine untergeordnete Rolle, da nur 29,5 Prozent entsprechenden Empfehlungen vollständig vertrauen. Schließlich entwickeln sich Treueprogramme beim "Points Maxxing" zu Zugangsschlüsseln für exklusive Erlebnisse. Während international 72 Prozent den Zugang zu einzigartigen Erfahrungen schätzen, nutzen 46,5 Prozent der Deutschen Loyalty-Programme für solche Zwecke, setzen Punkte aber weiterhin oft pragmatisch für Upgrades ein.

Strategische Ausrichtung der Hotellerie

Für den Hotelkonzern Accor, der weltweit rund 5.700 Häuser betreibt, leiten sich aus diesen Daten strategische Anpassungen ab. Alix Boulnois, Chief Commercial, Digital & Tech Officer bei Accor, erklärt, dass das Unternehmen technologische Innovationen wie KI gezielt einsetze, um hochpersonalisierte Erlebnisse zu schaffen, die den emotionalen Bedürfnissen der Gäste entsprechen. Das Ziel sei es, die Verbindung zwischen menschlicher Erkenntnis und strategischer Technologie zu stärken, um den veränderten Erwartungen des Marktes gerecht zu werden.


 

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