Gemeinwohl im Vordergrund: Tourismus in Bayern soll nachhaltig werden. Foto: IMAGO / Westend61
Die Staatsregierung will den Tourismus in Bayern in Richtung «Nachhaltigkeit» lenken - ohne neue Vorschriften und ohne Nachprüfbarkeit der Ergebnisse. Urlaubsorte und Tourismusbetriebe gleichermaßen sollen sich anhand von 20 Kriterien an umwelt-, klima- und sozialfreundlichen Standards orientieren können, wie Wirtschaftsministerium und die Bayern Tourismus Marketing am Mittwoch erläuterten.
Doch angesichts des großen Streitpotenzials, welche Art des Wirtschaftens «nachhaltig» ist, verzichten die Initiatoren der Kampagne von vornherein auf eine Zertifizierung, bei der bestimmte Kriterien eingehalten werden müssten. «Ich glaube, dass das mehr Streit als Nutzen verursachen würde», sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). «Was ist nachhaltiger? Historische Bausubstanz, die ein paar Hundert Jahre hält, oder Wälder, die möglichst wenig angefasst sind?»
Bereits 32 % der Deutschen nutzen KI für ihre Urlaubsplanung. Tendenz steigend. (Adyen Hospitality Report 2025). Doch erscheint Ihr Hotel überhaupt in den Antworten von ChatGPT, Google AI oder Claude? Unser kostenloser GEO-Check liefert die Antwort. Kurz und knackig.
Klar ist jedenfalls, dass der Tourismus dem Gemeinwohl dienen soll, nicht am kurzfristigen Profit orientiert, und auch nicht zu Lasten der örtlichen Bevölkerung gehen. Dieser letzte Punkt liegt Aiwanger angesichts der Klagen am Alpenrand über Münchner Ausflüglerscharen an schönen Wochenenden besonders am Herzen. «Wir müssen den Tourismus so gestalten, dass er dem Lande insgesamt nutzt», sagte der Freie Wähler-Chef. «Vom Tourismus müssen auch die Einheimischen maximal profitieren. (...) Er darf nicht die Heimat verzehren, sondern muss die Heimat stärken.»
Die Landtags-Grünen kritisierten die mangelnde Verbindlichkeit: «Die Söder-Regierung muss den Worten aber auch Taten folgen lassen», sagte der Abgeordnete Christian Zwanziger. «Solange CSU und Freie Wähler beispielsweise lieber Steuergeld für Schneekanonen ausgeben statt in nachhaltige Mobilität zu investieren, sind solche Ankündigungen doch nur heiße Luft.»
Die Corona-Pandemie hat die Tourismusbranche in Bayern sehr hart getroffen. Die Zahl der jährlichen Übernachtungen ging von 100 Millionen pro Jahr auf an die 60 Millionen zurück.
Die Aussichten für dieses Jahr sind ungewiss. Das erste Halbjahr sei gut gelaufen, sagte Barbara Radomski, die Chefin der Bayern Tourismus Marketing. Im Mai sei schon fast das Niveau vor der Corona-Pandemie erreicht worden. Doch angesichts steigender Infektionszahlen sind für den Herbst bislang weniger Buchungen eingetroffen als erhofft. «Die Nachfrage für den Herbst ist noch nicht da, wo wir sie gern hätten», sagte Radomski. (dpa)
Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.
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Auf dem Tegernsee ist das erste elektrische Passagierschiff in Betrieb genommen worden. Die neue „Gmund“ bietet Platz für bis zu 180 Fahrgäste und verfügt laut dpa über eine Batteriekapazität für rund zehn Stunden Fahrbetrieb.
Immer mehr Gäste informieren sich über KI, Social Media und Buchungsportale. Hat die klassische Hotelwebsite damit ausgedient? Die Hotelexperten von XPORT geben im Blogartikel Antworten und zeigen, warum die eigene Website auch künftig der wichtigste digitale Kontaktpunkt für Hotels bleibt.
Der Tourismus in Sachsen kommt nach neu berechneten Daten auf einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen zudem Gästeankünfte und Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen ist mittlerweile schiefer als der Turm von Pisa und nach einer Sicherung und dem Ausbau als Besucherzentrum für Gäste eröffnet worden. Das Projekt kostete rund 14,5 Millionen Euro und soll die touristische Entwicklung der Kyffhäuserregion stärken.
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Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Booking.com verklagt. Streitpunkt ist die Weiterleitung bei „Flug + Hotel“-Angeboten zu lastminute.com der COMVEL GmbH, die nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht ausreichend deutlich gemacht wird.
Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten sind auch drei Deutsche.
Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.
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TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.