Gläubiger stimmen Condor-Verkauf an LOT-Mutter zu

| Tourismus Tourismus

Die Gläubiger der Fluggesellschaft Condor haben einem Verkauf des Unternehmens an die polnische Luftfahrt-Holding PGL zugestimmt. Die Übernahme ist Bestandteil des Schutzschirmplans, der am Donnerstag an Frankfurter Amtsgericht bei einer Gläubigerversammlung mehrheitlich beschlossen wurde. Das teilte die Condor-Unternehmenskommunikation mit. Nach Informationen der «Wirtschaftswoche» stimmte der Pensionssicherungsverein der deutschen Wirtschaft gegen den Plan.

Der Plan war nach der Pleite des britischen Mutter-Konzerns Thomas Cook vom Condor-Management mit dem Insolvenz-Spezialisten Lucas Flöther erarbeitet worden. Die LOT-Mutter PGL hatte sich mit ihrem Gebot gegen zwei Finanzinvestoren durchgesetzt und einen entsprechenden Kaufvertrag am 24. Januar unterzeichnet. Das Geschäft soll nach früheren Angaben im April vollzogen werden. Aus der nicht genannten Kaufsumme muss der KfW-Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro zurückgezahlt werden, mit dem der Ferienflieger in der Luft gehalten worden war.

«Condor war nach der Insolvenz von Thomas Cook prädestiniert für ein Schutzschirmverfahren: Das Unternehmen ist insbesondere durch die Insolvenz des Mutterkonzerns in Not geraten. Durch die heutige Zustimmung der Mehrheit der Gläubiger ist der Weg für die Zukunft mit dem neuen Eigentümer PGL frei», erklärte Sachwalter Flöther.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.