Hackerangriff auf Easyjet - Neun Millionen Kunden betroffen

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Beim Billigflieger Easyjet haben sich unbekannte Angreifer Zugang zu E-Mail-Adressen und Reisedetails von etwa neun Millionen Kunden verschafft. Das Unternehmen sei Ziel einer raffinierten Hackerattacke geworden, teilte die britische Fluggesellschaft am Dienstag mit. Es gebe keine Hinweise darauf, dass die Informationen missbraucht worden seien. Dennoch sollen alle betroffenen Kunden bis zum 26. Mai unterrichtet werden. «Wenn Sie nicht kontaktiert werden, dann wurde auf ihre Daten nicht zugegriffen», betonte die Airline.

Bei über 2200 Kunden wurde laut Easyjet auch auf die Daten von Kreditkarten zugegriffen. Ihnen sei bereits Unterstützung angeboten worden. Dem Sender BBC zufolge bemerkte Easyjet im Januar erste Anzeichen einer Attacke. Es gab zunächst keine Angaben dazu, wer hinter dem Angriff stecken könnte.

In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Hacker-Attacken mit zum Teil hunderten Millionen Betroffenen gegeben. Den Rekord hält der Internet-Konzern Yahoo, bei dem sich unbekannte Angreifer 2013 Zugang zu Daten von allen drei Milliarden Nutzer-Accounts verschafft. Dabei ging es um Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern sowie unkenntlich gemachte Passwörter.

Im Jahr 2018 erbeuteten Angreifer beim weltgrößten Hotelkonzern Marriott Daten aus bis zu 383 Millionen Gasteinträgen durch eine Sicherheitslücke bei der Tochtermarke Starwood. Darunter waren auch mehr als fünf Millionen unverschlüsselte Passnummern. US-Behörden vermuten chinesische Hacker hinter dem Angriff und verweisen darauf, dass solche Daten unter anderem für Geheimdienste interessant sein könnten. Bei Ebay gelangten Hacker bei einer im Mai 2014 bekanntgewordenen Attacke an Daten von rund 145 Millionen Kunden, darunter E-Mail- und Wohnadressen sowie Login-Informationen.

Auch Fluggesellschaften stehen immer wieder im Visier von Datendieben. So wurden bei British Airways 2018 Informationen von 380 000 Passagieren wie etwa Namen, Adressen und Kreditkartendaten erbeutet.


 

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