HanseMerkur Reiseumfrage: Bedürfnis nach Sicherheit und Flexibilität beim Reisen steigt

| Tourismus Tourismus

Osterzeit ist Reisezeit - doch viele Deutsche planen seit Pandemiebeginn nur eingeschränkt Urlaub. Die lange Durststrecke führt dazu, dass 82 Prozent sich danach sehnen, in diesem Jahr endlich wieder richtig zu verreisen. Vielen (41 Prozent) hilft die Urlaubsplanung dabei, sich von Corona abzulenken. Unter den Jüngeren (18 bis 35 Jahre) wissen fast drei Viertel das Reisen seit Corona viel mehr zu schätzen als früher. Doch bei aller Reiselust überwiegt noch die Vorsicht: 66 Prozent geben an, dass ihr Bedürfnis nach Sicherheit gestiegen ist.

"Die Umfrageergebnisse zeigen deutlich, dass die Reiselust der Deutschen dieses Jahr mit voller Kraft zurückkehrt. So haben 86 Prozent konkret vor, in den Urlaub zu fahren", erläutert Johannes Ganser, Vorstand Kooperations- und Reisevertrieb der HanseMerkur. "Gleichzeitig beobachten wir, dass die Menschen sich seit Pandemiebeginn anders vorbereiten und Reisen vorsichtiger und sorgfältiger planen."

Denn aktuell überschattet die Pandemie zum Teil noch die Urlaubsplanung: Obwohl die Reisesehnsucht groß ist, gibt rund ein Drittel der Befragten an, dass es ihnen schwerfällt, sich überhaupt noch aufs Reisen zu freuen, während 31 Prozent der 56- bis 70-Jährigen sogar befürchten, im Urlaub deswegen gar nicht richtig abschalten zu können. Fast die Hälfte (49 Prozent im Durchschnitt) hat Angst, eine Reise wegen der Pandemie nicht antreten zu können. Im Gegensatz dazu lenken sich 41 Prozent der Befragten mit der Reiseplanung von dieser Sorge ab.

Grundsätzlich bereiten sich die Deutschen momentan intensiv auf eine Reise vor: Mehr als die Hälfte (52 Prozent) informiert sich gezielt über Corona-Regeln und -Bedingungen am Zielort; zudem gaben 68 Prozent der Befragten an, dass sie bei der Buchung auf flexible Reisebedingungen geachtet haben.

Top-Prioritäten bei deutschen Reisenden: Sicherheit und Flexibilität

"Die Reiseplanung hat sich grundlegend verändert", erklärt Versicherungs- und Reise-Experte Ganser. "Während die meisten Menschen sich vor Covid eher voller Vorfreude mit der Auswahl eines Reiseziels, ihrer Unterkunft und der Aktivitäten beschäftigt haben, rücken heute Sicherheitsaspekte in den Vordergrund: In welche Länder darf ich momentan überhaupt einreisen? Wie sind die Vorkehrungen vor Ort? Und was passiert, falls ich meine Reise krankheitsbedingt nicht antreten kann?"

Sicherheit und Flexibilität nennen 66 bzw. 65 Prozent der Befragten als Top-Prioritäten - beides verschaffen sich rund zwei Drittel der Reisenden (64 Prozent) durch den Abschluss einer Reiseversicherung. Damit spielen Reiseversicherungen in diesem Jahr eine noch größere Rolle als in den vergangenen zwölf Monaten (56 Prozent). Die am häufigsten genutzten Versicherungen sind Reiserücktrittsversicherungen (68 Prozent) und (Auslands-)Reisekrankenversicherungen (66 Prozent). 28 Prozent möchten außerdem "auf Nummer sicher" gehen und ergänzend eine Corona-Zusatzversicherung abschließen. "Eine Reiseversicherung schützt zwar nicht vor einer Erkrankung, einer notwendigen Stornierung des Urlaubs und der damit einhergehenden Enttäuschung", so Johannes Ganser. "Sie gibt jedoch im richtigen Moment Sicherheit und bewahrt Reisende vor zum Teil schweren finanziellen Verlusten."


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.

Die Robinson Club GmbH registriert eine Veränderung beim Luxusverständnis deutscher Reisender. Demnach definieren viele Befragte Luxus im Urlaub primär über Zeit, Erholung sowie die Entlastung von alltäglichen Pflichten.

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.

Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.

Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.

Lufthansa kämpft mit teurem Kerosin und Streiks. Chef Spohr hält nun sogar einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr für möglich und kündigt weiterhin hohe Ticketpreise an.

Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.

Am Mittelmeer werden für Schirme und Liegen teils horrende Preise verlangt. An einigen Stränden Italiens gehen die Behörden neuerdings dagegen vor, auch wegen der EU. Aber die alten Kräfte wehren sich.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.