Hansestadt Rostock ist nun "Tourismusort"

| Tourismus Tourismus

Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) hat der Hansestadt Rostock das Prädikat "Tourismusort" verliehen. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten in der Finanzierung der touristischen Infrastruktur, zukunftsweisender Angebote und des Modellregionen-Projekts, wie Meyer am Dienstag sagte.

Anerkannte Tourismusorte sind beispielsweise zur Erhebung einer Kurabgabe für Gäste berechtigt. Das Prädikat wurde im Rahmen des Jahresempfangs der Rostocker Touristiker in Warnemünde übergeben.

Rostock sei ein Motor der touristischen Entwicklung in MV und gehöre zu den ersten Kommunen im Land, die die neuen Perspektiven durch das geänderte Kurabgabengesetz schnell erkannt und umgehend die Initiative ergriffen haben, sagte Meyer. Die Einführung der neuen Prädikate sollen die Entwicklung von Infrastruktur, Mobilität und Qualität fördern.

Rostocks Tourismuschef Matthias Fromm sagte, dass nun der Weg frei sei für die Erhebung einer Kurabgabe in ganz Rostock. Wie hoch die Abgabe ausfalle, könne noch nicht gesagt werden. Die zusätzlichen Einnahmen sollen jedenfalls in die touristische Infrastruktur und attraktive Angebote fließen. «Das wird dem Rostocker Tourismus Rückenwind verschaffen.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für den Wettbewerb „NaturMomente“ von Airbnb und dem Deutschen Tourismusverband sind 521 gültige Bewerbungen eingegangen, mehr als die Hälfte davon aus Ostdeutschland. Insgesamt steht eine Million Euro zur Unterstützung ländlicher Tourismusprojekte bereit.

Ryanair will ab April 2027 alle Bremen-Flüge einstellen und im Winter 2026 sein Sitzplatzangebot in Berlin halbieren. Insgesamt kündigt die Fluggesellschaft für Deutschland 700.000 Sitzplätze weniger als im Vorjahreswinter an.

Tagesgäste trugen 2025 einer dwif-Studie zufolge rund 2,72 Milliarden Euro und damit etwa die Hälfte zum touristischen Bruttoumsatz in Brandenburg bei. Insgesamt erzielte die Tourismus- und Freizeitwirtschaft des Landes 5,46 Milliarden Euro.

Soziale Medien beeinflussen die Reiseplanung der Deutschen zunehmend. Gleichzeitig posten sie seltener beschönigende Beiträge und verzichten im Urlaub häufiger vollständig auf soziale Netzwerke als Reisende in den übrigen untersuchten Ländern.

Reisepässe und Personalausweise haben persönliche Informationen nicht nur aufgedruckt, sondern auch auf einem Chip gespeichert. Manche Reisende machen sich Sorgen, ob genau dieser Chip nicht heimlich ausgelesen werden könnte.

Airbnb hat die Entwicklung der Suchanfragen nach naturnahen Reisezielen in Deutschland für den Herbst 2026 ausgewertet. Besonders stark gestiegen ist das Interesse an Orten im Schwarzwald, in der Eifel und an der Ostseeküste.

Der Flughafen Münster/Osnabrück führt 2026 das deutsche Flughafen-Ranking von Fit Reisen an. Auch im europäischen Vergleich schneiden kleinere Airports vielfach besser ab als große Drehkreuze.

Das Erstarken der AfD nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat Folgen für das Urlaubsland. Das zeigen Rückmeldungen von Gästen. Wie Touristiker darauf reagieren.

Die Nordseeküste meldet stabile Nachfrage, Usedom eine gute bis sehr gute Buchungslage. Im Harz fällt die Nachfrage regional schwächer aus. Nach Angaben der von dpa befragten Touristiker sind weiterhin Unterkünfte verfügbar.

 

Der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen geht in die vierte Runde. Ab sofort können sich Tourismusorganisationen aus Orten, Regionen und Städten in ganz Deutschland bewerben, die an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Destinationsentwicklung arbeiten.