Heinz Sielmann Stiftung und Wanderverband starten Wahl zum Naturwunder 2026

| Tourismus Tourismus

Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband rufen zur Abstimmung über das Naturwunder des Jahres 2026 auf. Bis zum 27. September 2026 könne die Öffentlichkeit für einen von neun nominierten Naturorten in Deutschland votieren. Zur Wahl stünden Objekte aus den sieben Bundesländern Sachsen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Schleswig-Holstein. Stimmberechtigt seien Personen mit Wohnsitz in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nach Ablauf des Abstimmungszeitraums werde das Ergebnis publiziert und der Sieger im Rahmen einer Preisverleihung ausgezeichnet.

Bedeutung heimischer Landschaften und Wanderinfrastruktur

Fritz Brickwedde, Vorsitzender des Stiftungsrates der Heinz Sielmann Stiftung, verweist darauf, dass die Wahl dazu einladen solle, die Vielfalt heimischer Landschaften neu zu entdecken. Die Kandidaten erzählten von der Erdgeschichte, der biologischen Vielfalt sowie der Wiederherstellung von Lebensräumen. Jeder Ort stehe für die Schönheit der Natur und die Notwendigkeit ihres Schutzes. Michael Ermrich, Präsident des Deutschen Wanderverbands, betont, dass gut markierte Wege und Besucherlenkung das Erleben der Natur ohne Störung sensibler Bereiche ermöglichten. Wandersport und Naturschutz gingen dabei Hand in Hand.

Geologische Formationen und geschützte Biotope

In Sachsen stehe der Steinzoo im Zittauer Gebirge zur Auswahl, dessen Sandsteinfelsen durch Erosion entstanden seien und Lebensraum für Luchs, Fischotter und Wanderfalke böten. Baden-Württemberg sei mit dem Badberg im Kaiserstuhl vertreten, der als einer der artenreichsten Trockenrasen Mitteleuropas gelte und Lebensraum für Orchideen sowie die Smaragdeidechse forme. Aus Sachsen-Anhalt sei die rund 80 Millionen Jahre alte Teufelsmauer im nördlichen Harzvorland nominiert, die als Geotop eingestuft sei. Rheinland-Pfalz stelle den Wiltinger Saarbogen als einzigen nicht schiffbaren Abschnitt der unteren Saar sowie den auf 431 Metern Höhe gelegenen Druidenstein im Westerwald mit seinen Basaltsäulen zur Wahl.

Unterirdische Geotope und renaturierte Moorlandschaften

Nordrhein-Westfalen nehme mit den mehr als 90 Meter hohen, über 380 Millionen Jahre alten Bruchhauser Steinen im Rothaargebirge teil. Thüringen verzeichne zwei Nominierungen: Die Saalfelder Feengrotten, die laut Guinness-Buch der Rekorde als farbenreichste Schaugrotten der Welt geführt würden, sowie das Alperstedter Ried, in dem nach einer Wiedervernässung mehr als 1.280 Arten nachgewiesen worden seien. Schleswig-Holstein sei mit dem Brenner Moor vertreten, das als größtes binnenländisches Salzmoor des Bundeslandes gilt.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.

Airbnb und die Tripadvisor Group kooperieren bei Touren, Aktivitäten und Attraktionen. Noch 2026 soll eine Auswahl aus dem Bestand von mehr als 425.000 Erlebnissen der Tripadvisor Group über Airbnb buchbar werden.

Wer verreist, lässt mehr zurück als den Arbeitsalltag. Das zeigt eine repräsentative Befragung von HolidayCheck. 86 Prozent der Befragten fassen während einer Reise konkrete Vorsätze für die Zeit danach. Besonders häufig geht es dabei um Erholung und Selbstfürsorge.

Der deutsche Incoming-Tourismus kann in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 trotz schwieriger Marktbedingungen Zugewinne erzielen. In der zweiten Jahreshälfte ist nach Einschätzung der Deutschen Zentrale für Tourismus weiteres Wachstum möglich.

Stark riechendes Essen, Videos ohne Kopfhörer und Selfie-Aktionen am Fenster: Für viele Flugreisende bedeuten nicht erst mögliche Flugverspätungen Stress, sondern auch das Verhalten der Mitreisenden an Bord, so eine neue Umfrage im Auftrag von Booking.com.

Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben im Juni 2,9 Prozent weniger Übernachtungen verbucht als ein Jahr zuvor. Im gesamten ersten Halbjahr 2026 wurde mit 223,8 Millionen Übernachtungen dennoch ein neuer Höchststand für diesen Zeitraum erreicht.

Die Bahn registrierte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 989 Übergriffe auf Mitarbeiter und reagiert mit der Einführung von Tonaufzeichnungen bei Bodycams sowie verstärkten Schutzmaßnahmen.

In allen Bundesländern sind Sommerferien, und in Mecklenburg-Vorpommern sind Tausende Urlauber unterwegs. Die landeseigene MV Tourismus GmbH zieht eine positive Zwischenbilanz der bisherigen Hauptsaison - mit ein paar Wolken am Ferienhimmel.

Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.