TUI bestätigt Jahresprognose trotz Gewinnrückgang

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TUI hat für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein bereinigtes EBIT von 235 Millionen Euro gewirtschaftet. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Wert bei 321 Millionen Euro gelegen. Für die ersten neun Monate summiere sich das bereinigte EBIT auf 123 Millionen Euro, verglichen mit 165 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Umsatz des Konzerns sei in den ersten neun Monaten um 1,6 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro gesunken. Im dritten Quartal habe der Rückgang 5,6 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro betragen. Der Konzern führt die Ergebnisse auf Belastungen durch den Iran-Krieg sowie einen Hurrikan auf Jamaika zurück, die das Neunmonatsergebnis mit insgesamt 81 Millionen Euro beeinträchtigt hätten.

Belastungen durch Konflikte

Der Geschäftsbereich Urlaubserlebnisse habe im dritten Quartal ein bereinigtes EBIT von 278 Millionen Euro erzielt nach 294 Millionen Euro im Vorjahr. Im Segment Hotels & Resorts sei das bereinigte EBIT im dritten Quartal auf 121 Millionen Euro beziffert worden. Nach neun Monaten habe der Wert in dieser Sparte bei 356 Millionen Euro gelegen, verglichen mit 384 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der verfügbaren Bettennächte sei im dritten Quartal leicht um ein Prozent auf 11,3 Millionen gestiegen, während die Auslastung um fünf Prozentpunkte auf 77 Prozent zurückgegangen sei. Dieser Rückgang beruhe auf der Anlaufphase neuer Hotels und einer geringeren Nachfrage im östlichen Mittelmeerraum, in Mexiko sowie in der Karibik. Die durchschnittliche Tagesrate sei mit 88 Euro stabil geblieben.

Im Segment Kreuzfahrten habe das bereinigte EBIT im dritten Quartal 133 Millionen Euro betragen nach 143 Millionen Euro im Vorjahr. Nach neun Monaten liege der Wert bei 297 Millionen Euro gegenüber 273 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Höhere Preise von durchschnittlich 252 Euro pro Tag entsprächen einem Plus von vier Prozent.

Geopolitische Unsicherheiten belasten Märkte und Airline

Die Sparte TUI Musement habe ihr bereinigtes EBIT im dritten Quartal um 10,8 Prozent auf 23 Millionen Euro gesteigert. Nach neun Monaten belaufe sich der operative Gewinn des Segmentes auf 17,3 Millionen Euro, was einem Zuwachs von 171 Prozent entspreche. Die Zahl der Transfers sei im dritten Quartal um zehn Prozent auf 7,9 Millionen gesunken.

Der Bereich Märkte + Airline weise für das dritte Quartal ein bereinigtes EBIT von minus 16 Millionen Euro aus nach 50 Millionen Euro im Vorjahr. Das Neunmonatsergebnis dieser Sparte liege bei minus 474 Millionen Euro. In der Region Zentral mit Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen belaufe sich das bereinigte EBIT auf minus zehn Millionen Euro.

Die Region Nord mit Großbritannien, Irland und den nordischen Ländern verzeichne ein bereinigtes EBIT von zehn Millionen Euro. In der Region West mit den Niederlanden, Belgien und Frankreich liege das operative Ergebnis bei minus 16 Millionen Euro. Die Flugauslastung habe über alle Märkte hinweg 91 Prozent betragen.

Spätes Buchungsverhalten 

Das Sommergeschäft 2026 zeige eine ausgeprägte Tendenz zu kurzfristigen Buchungen. Zwar liege der gebuchte Umsatz im Segment Märkte + Airline derzeit um sechs Prozent unter dem Vorjahr, die vergangenen vier Wochen wiesen jedoch ein Plus von sieben Prozent auf. Besonders gefragt seien Kurz- und Mittelstrecken wie Griechenland sowie Spanien mit den Balearen und Kanaren.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 erwarte der Konzern weiterhin ein bereinigtes EBIT zwischen 1,1 Milliarden Euro und 1,4 Milliarden Euro. Die Umsatzprognose bleibe ausgesetzt. Voraussetzung für die Bestätigung sei das Ausbleiben einer wesentlichen Verschärfung geopolitischer Spannungen.

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