Hilton-Studie zeigt neuen Trend zu Entspannung statt Perfektion

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Hilton hat seinen Trends Report 2027 veröffentlicht. Die Untersuchung beschreibt, wie sich das Reiseverhalten deutscher Urlauber im kommenden Jahr verändern könnte. Im Mittelpunkt stehen Flexibilität, Erholung, persönliche Entwicklung und Vertrauen.

Mehr als die Hälfte der deutschen Reisenden verspürt bei Reiseentscheidungen demnach zumindest etwas Druck. 54 Prozent geben dies in der Befragung an. Gleichzeitig spielt die Wirkung auf sozialen Medien eine vergleichsweise geringe Rolle: Nur 18 Prozent wählen Erlebnisse danach aus, ob sie sich für einen guten Beitrag in sozialen Netzwerken eignen.

Der Report zeigt zudem Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Während 57 Prozent der deutschen Reisenden im Urlaub fast immer das tun, wonach ihnen tatsächlich ist, trifft dies bei der Generation Z nur auf 45 Prozent zu. Lediglich 22 Prozent dieser Gruppe verspüren nach den Angaben der Untersuchung nie Druck bei ihren Reiseentscheidungen.

Auch bei Gewohnheiten lassen Reisende demnach häufiger Lockerheit zu. 49 Prozent verzichten im Urlaub weitgehend auf ihre übliche Fitnessroutine, 41 Prozent nehmen es mit gesunden Gewohnheiten weniger genau. Für 48 Prozent gehört außerdem ein fester Reiseplan nicht zwingend zum Urlaub.

Kurzreisen verbinden Entdeckung mit dem Wunsch nach Erholung

Eine neue Stadt, einen Ort oder ein Dorf zu entdecken, wird von 41 Prozent als Moment genannt, in dem sich eine Reise besonders nach Urlaub anfühlt. Für 55 Prozent ist dagegen die Rückkehr nach Hause in erholtem Zustand das wichtigste Kriterium für einen gelungenen Urlaub.

Die Untersuchung weist auf eine ausgeprägte Entdeckungslust hin: 64 Prozent reisen demnach bevorzugt an Orte, an denen sie noch nicht waren. 46 Prozent besuchen gern mehrere Städte während einer Reise. Bei Familienreisenden steigt dieser Anteil auf 58 Prozent, bei der Generation Z liegt er bei 52 Prozent. 53 Prozent planen ihre Reisen so, dass sie in kurzer Zeit möglichst viel erleben können.

Gleichzeitig bleibt Erholung ein zentrales Thema. 76 Prozent bezeichnen frische Luft und Zeit im Freien als wichtig für ihre Entspannung. 58 Prozent achten auf ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen und Annehmlichkeiten vor Ort. Wasserbasierte Wellnessangebote sprechen 51 Prozent an, Saunen und Dampfbäder 44 Prozent.

Hotelpersonal genießt bei Reisetipps mehr Vertrauen als KI

Auch beim Einsatz künstlicher Intelligenz zeigt die Befragung eine differenzierte Haltung. 49 Prozent der Deutschen bringen KI-Werkzeugen bei Reiseentscheidungen zumindest etwas Vertrauen entgegen. Bei Menschen, die mit der Familie reisen, sind es 61 Prozent. Familie und Freunde bleiben mit 83 beziehungsweise 81 Prozent jedoch die meistgenannten Vertrauensquellen.

Für individuell zugeschnittene Reiserouten würden lediglich 17 Prozent der Befragten der KI eine tragende Rolle zutrauen. Reiseberater kommen in diesem Bereich auf 26 Prozent. Dem Hotelpersonal vertrauen 65 Prozent bei Reiseentscheidungen. Bei Geheimtipps sowie bei Empfehlungen für Restaurants und Bars liegt das Hotelpersonal mit 21 beziehungsweise 26 Prozent an erster Stelle.

Der Trends Report basiert auf einer von Morning Consult im Auftrag von Hilton zwischen dem 18. Mai und dem 1. Juni 2026 durchgeführten Befragung. Insgesamt wurden 14.744 Reisende ab 18 Jahren in 14 Märkten befragt, darunter mehr als 1.000 Menschen aus Deutschland. Die Fehlermarge beträgt laut Methodik insgesamt rund ein Prozent, für einzelne Märkte durchschnittlich etwa drei Prozent.


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