Historischer Rückgang der Übernachtungen in spanischen Hotels

| Tourismus Tourismus

Die Übernachtungen in spanischen Hotels und Pensionen sind im März wegen der Corona-Krise um 61,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingebrochen. Insgesamt seien 8,3 Millionen Übernachtungen registriert worden, teilte das Nationale Statistikamt INE am Donnerstag mit. Im März vergangenen Jahres seien es noch 21,5 Millionen gewesen. Der Rückgang bei Übernachtungen von Spaniern habe bei 64,6 Prozent gelegen, der von Ausländern bei 58,9 Prozent, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press unter Bezug auf das INE.

Der Einbruch dürfte im April noch wesentlich heftiger ausfallen, weil die Schließung der Hotels im März erst am 19. März mit einer Übergangsfrist von sieben Tagen angeordnet worden war. Inzwischen sind fast nur noch Angestellte und Kranke in Hotels untergebracht.

Spanien, das von der Covid-19-Pandemie besonders schwer getroffen ist, hängt stark vom Tourismus ab. Die Urlaubsbranche trägt zwölf Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes bei. In den Hauptferienregionen wie etwa Mallorca arbeiten 20 Prozent aller Erwerbstätigen im Tourismus. Viele verdienen während der Hauptferienzeit das Geld, mit dem sie den Rest des Jahres über die Runden kommen müssen. Die Zentralregierung in Madrid warnte jedoch kürzlich, der Tourismus werde im ganzen Land wohl frühestens Ende des Jahres wieder in Gang kommen.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die dänische Hauptstadt will nachhaltigen Tourismus fördern. Dafür wurde das Programm CopenPay entwickelt, das es nach zwei Sommerdurchläufen künftig ganzjährig gibt. Wie kann man profitieren?

Kaum öffnet Terminal 3 am Frankfurter Flughafen, schließt Terminal 2. Der Bereich wird grundlegend erneuert und bleibt für einige Jahre außer Betrieb. Für Passagiere soll sich dann viel ändern.

Der Merian Verlag hat in München erstmals seine neuen Branchenpreise an sieben ausgewählte Destinationen, Hotels und Akteure der internationalen Tourismuswirtschaft verliehen. Unter den Preisträgern befinden sich unter anderem die Stadt Göteborg, das Brenners Park-Hotel und die MSC Group.

Eine Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen bei der Bewertung der Flugetikette. Während jüngere Passagiere bei Körperhygiene und Smartphone-Nutzung an Bord weitaus toleranter sind, weisen ältere Reisende eine wesentlich geringere Akzeptanz für dieses Verhalten auf.

Eine Auswertung der Gästebefragung T-MONA zeigt, wer im Sommer nach Österreich reist, wie hoch die Ausgaben ausfallen und welche Faktoren bei der Wahl von Reiseziel und Unterkunft eine Rolle spielen.

Schöne Marineschiffe, tolle Flugzeuge, imposanter Zug? Schnell ein Foto gemacht - und dann klicken die Handschellen? Warum Touristen Verbotsschilder im Urlaub unbedingt erst nehmen sollten.

Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen deutliche Unterschiede bei den Kosten für Restaurant- und Hoteldienstleistungen in Europa. Besonders in mehreren südeuropäischen Ländern liegt das Preisniveau deutlich unter dem deutschen Vergleichswert.

Brandgeruch im Tower, Nachtflugverbot ausgesetzt: Am Flughafen München brauchen Reisende zum Ende der Pfingstferien Geduld.

Die Kreuzfahrt ist ein Massengeschäft geworden, auch dank der Rostocker Reederei Aida Cruises. Die Passagierzahlen steigen und steigen. Gleichzeitig setzen neue Auflagen die Branche unter Druck.

UN Tourism registrierte im ersten Quartal 2026 weltweit 307 Millionen internationale Touristenankünfte. Gleichzeitig erwartet die Organisation aufgrund des Nahostkonflikts und steigender Reisekosten eine Abschwächung des Wachstums im weiteren Jahresverlauf.