Hitze allein kein Stornogrund für Reisen

| Tourismus Tourismus

Auch wenn es beispielsweise in Rom oder Athen gerade kaum auszuhalten ist: Das Recht, wegen großer Hitze eine gebuchte Reise gegen volle oder anteilige Rückzahlung zu stornieren oder abzubrechen, haben Urlauberinnen und Urlauber nicht, erklärt der Reiserechtler Paul Degott.

Im Sinne einer Mängelgewährleistung müsse man dem Reiseveranstalter sagen können, er habe irgendeinen Fehler gemacht, erläutert Degott: «Irgendwas hat nicht funktioniert und deswegen ist die Fortsetzung oder der Antritt der Reise unzumutbar.» Das werde man allein aufgrund der Wetterbedingungen aber nicht sagen können.

Wenn die Klimaanlage streikt

Anders sehe es aus, wenn man zum Beispiel ein Hotel gebucht hat, für das der Veranstalter volle Klimatisierung zugesagt hat, die Klimaanlage dann aber nicht funktioniert. «Da sind wir natürlich schon massiv im Gewährleistungsbereich und da wäre der Veranstalter in der Pflicht», erklärt Reiserechtler Degott. «Nicht deshalb, weil er für die Hitze was kann, sondern weil er für den Ausfall der Klimaanlage verantwortlich ist.»

Eine Reiserücktrittskostenversicherung greift in einer Hitzesituation übrigens auch nicht per se, sagt Degott. Diese decke nur plötzliche schwere Erkrankungen ab. Habe jemand beispielsweise einfach einen hohen Blutdruck und vertrage die Hitze nicht gut, sei das sicherlich keine plötzliche schwere Erkrankung. «Da muss schon vieles extrem zusammenkommen.» Erst dann könne man probieren, entstandene Stornokosten auf diesem Weg zurückzuerhalten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Tui spürt weiterhin die Folgen des Iran-Kriegs, viele Menschen buchen ihren Urlaub zudem später. Doch es gibt auch Lichtblicke. Was erwartet Europas größter Reisekonzern für die Wintersaison?

Wandern ist nicht nur eine beliebte Freizeitaktivität in der Natur. Es bringt auch Geld in ländliche Regionen. Touristiker ersinnen daher neue Angebote rund ums Wandern - auch in extremen Varianten.

Eine aktuelle YouGov-Studie im Auftrag von Evaneos beleuchtet das Reiseverhalten der Deutschen in den kommenden Jahren und zeigt auf, welche Aktivitäten und Kriterien die Urlaubsplanung prägen.

Fast 44 Prozent für die als gesichert rechtsextrem eingestufte AfD bei der Landtagswahl. Schreckt das Touristen ab? Diese Stimmen kommen aus dem Harz.

Eine neue Auswertung von Fit Reisen zeigt, welche deutschen Berge auf Instagram am häufigsten geteilt werden und wo Wanderer noch Ruhe finden.

Dertour hat das Reiseverhalten für den Sommer 2026 analysiert und verzeichnet einen gestiegenen Last-Minute-Anteil sowie stabile Präferenzen bei Luxus- und All-inclusive-Reisen.

Wald, Wartburg, Weimar - das verbinden viele Touristen mit Thüringen. Doch der Tourismus im Freistaat hat sich in den vergangenen zehn Jahren nur verhalten entwickelt. Wie sich das ändern soll.

Alltours verzeichnet seit fünf Jahren ein jährliches Wachstum der bis September eingegangenen Fernreisebuchungen. Als Reaktion erweitert der Veranstalter sein Programm für die Wintersaison mit neuen Hotels, Flugverbindungen und ausgebauten Rundreisen.

Eine aktuelle Auswertung zeigt die häufigsten Reisebeschwerden österreichischer Urlauber im Sommer 2026, wobei vor allem die Themen Flugreisen, Unterkünfte und Mietwagen mit Frust verbunden waren.

Wieder einmal darf sich der Europa-Park über die Auszeichnung zum «besten Freizeitpark der Welt» freuen. Dabei setzt er sich erneut gegen namhafte Konkurrenz durch.