Hoffnung bei Thomas Cook ruht auf Traditionsmarke Neckermann

| Tourismus Tourismus

Der insolvente deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook hofft auf einen Neustart unter der Traditionsmarke Neckermann Reisen. «Ich sehe gute Chancen, die glorreiche Vergangenheit wiederzubeleben», sagte Stefanie Berk, Geschäftsführerin der deutschen Thomas Cook der Deutschen Presse-Agentur. Neckermann sei nach wie vor die volumenstärkste Reisemarke des Unternehmens in Deutschland. «Es muss uns allerdings gelingen, verloren gegangenes Vertrauen wiederzugewinnen», sagte Berk. «Wir alle bei Thomas Cook, aber auch bei der Zurich Versicherung versuchen, unsere betroffenen Kunden so viel wie möglich zu unterstützen.»

Die deutsche Thomas Cook, zu der unter anderem Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Reisen gehören, war in den Sog der Pleite des britschen Mutterkonzerns geraten. Mitte vergangener Woche stellten drei deutsche Thomas-Cook-Gesellschaften Insolvenzantrag. Die Zurich Deutschland hat Urlaub und Rückreise der Thomas-Cook-Kunden abgesichert. «Nach dem ersten Schock überwiegt bei unseren Mitarbeitern inzwischen die Hoffnung», sagte Berk. Alle seien bemüht, die Folgen für die Kunden so gering wie möglich zu halten und sie umfassend zu informieren.

«Die Situation für die rund 2000 Beschäftigten ist hart, aber man merkt Aufbruchstimmung», berichtete Berk. «Der Auftritt der vorläufigen Insolvenzverwalter vergangene Woche auf der Betriebsversammlung hat den Eindruck hinterlassen, dass die Sanierung gelingen kann.» Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind den Angaben zufolge bis Ende November 2019 durch das Insolvenzgeld gesichert.

Der Reiseveranstalter hofft auch auf staatliche Unterstützung und hat beim Bund und beim Land Hessen einen Überbrückungskredit beantragt. «Dieser soll uns die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs ermöglichen, parallel dazu werden Gespräche mit Investoren geführt.»

Die Beschäftigten in Deutschland hatten Berk zufolge bis zuletzt auf eine Rettung des Mutterkonzerns gehofft. «Die Abfolge der Ereignisse war so nicht erwartet worden. Es war ein Schock für die Mitarbeiter.» Berk zufolge war eine Einigung in wesentlichen Punkten erreicht worden. «Doch in der Schlussphase sind die Verhandlungen gescheitert». Zu den genauen Gründen wollte sich die Managerin nicht äußern. Die britische Thomas Cook hatte mit Investoren über eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund verhandelt. Die Reisebranche als solche sieht Berk weiterhin auf Wachstumskurs. «Das Bedürfnis zu reisen ist nach wie vor stark und ungebremst.»

Die Mitarbeiter des insolventen deutschen Reiseveranstalters Thomas Cook haben bis zuletzt auf eine Rettung des britischen Mutterkonzerns gehofft. «Die Abfolge der Ereignisse war so nicht erwartet worden», sagte Stefanie Berk, Geschäftsführerin der deutschen Thomas Cook der Deutschen Presse-Agentur. «Es war ein Schock für die Mitarbeiter.» Berk zufolge war eine Einigung in wesentlichen Punkten erreicht worden. Zu den genauen Gründen für das Scheitern der Verhandlungen wollte sich die Managerin nicht äußern. Die britische Thomas Cook hatte zuletzt mit Investoren über eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund verhandelt.

Die deutsche Thomas Cook, zu der unter anderem Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Reisen gehören, war in den Sog der Pleite des Mutterkonzerns geraten. Mitte vergangener Woche stellten drei deutsche Thomas Cook-Gesellschaften Insolvenzantrag. «Die Situation für die rund 2000 Beschäftigten ist hart, aber man merkt Aufbruchstimmung», berichtete Berk. «Der Auftritt der vorläufigen Insolvenzverwalter vergangene Woche auf der Betriebsversammlung hat den Eindruck hinterlassen, dass die Sanierung gelingen kann.»

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

DRV fürchtet um Lehrstellen in Corona-Krise

Die deutsche Reisewirtschaft steuert in der Corona-Krise nach Einschätzung des Branchenverbandes DRV auf einen Nachwuchsmangel zu. Besonders deutlich sei der Rückgang mit 64 Prozent bei den Tourismuskaufleuten, teilte der DRV mit.

Lufthansa fliegt aus dem Dax

Als hätte die Lufthansa nicht schon genug Probleme - nun verliert das Dax-Gründungsmitglied auch noch seinen Platz in der ersten deutschen Börsenliga. Vom 22. Juni an wird die Fluggesellschaft im MDax der mittelgroßen Werte gelistet.

Hessen will mit neuer Tourismusstrategie mehr Urlauber aufs Land locken

Gemütliche Einkehr im Gasthaus statt Butterstulle aus der Fahrradtasche: Urlauber sollen sich in den ländlichen Regionen in Hessen wohl fühlen, länger bleiben und wiederkommen. Dafür hat das Land einen Plan.

Chancen für Urlaub in der Türkei steigen

Im Sommer ab ans Mittelmeer - auch in die Türkei? Ob das klappt, ist noch offen. Urlauber müssen sich in Geduld üben. Aus der Bundesregierung gibt es aber positive Signale für eine Rücknahme der Reisewarnungen auch für Drittstaaten.

Schrumpfkurs bei Lufthansa - Zahlreiche Jobs stehen auf der Kippe

Die Beschäftigten der Lufthansa müssen sich auf Stellenabbau und harte Einschnitte einstellen. Rein rechnerisch hat das von der Corona-Krise hart getroffene Unternehmen deutlich mehr als 10 000 Stellen zu viel an Bord, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwoch in Frankfurt sagte.

Berliner Flughafen Tegel schließt doch erst im November

Der Berliner Flughafen Tegel wird nun doch nicht vorübergehend geschlossen. Man rechne wieder mit steigenden Passagierzahlen, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup. Damit bleibt es dabei, dass am viertgrößten deutschen Flughafen erst im November die letzten Maschinen abheben.

TÜV Nord prüft Hygiene-Standards in türkischen und ägyptischen Hotels

Kurz vor dem Start der Urlaubssaison hat der TÜV Nord bekannt gegeben, Urlaubshotels und Restaurants in der Türkei und in Ägypten gegen das Coronavirus zu sichern. Auch der TÜV Rheinland soll für Audits ausgewählt worden sein.

Tui ist startklar für den Sommerurlaub

Der Reisekonzern Tui will nach der Aufhebung der Reisewarnung für 29 europäische Länder in der zweiten Junihälfte wieder Richtung Süden starten. Mit einem Sonderflugplan sollen ab Juli wieder die beliebtesten Ziele in Spanien, Griechenland, Portugal und Zypern regelmäßig angesteuert werden.

Österreich öffnet Grenzen zu Nachbarstaaten außer Italien

Österreich setzt, nach rund drei Monaten der Reisebeschränkungen zu seinen Nachbarländer aufgrund der Corona-Pandemie, wieder auf Reisefreiheit. Alle Grenzbeschränkungen zu Deutschland, Liechtenstein, der Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn werden aufgehoben.

Reisewarnungen: Was bedeutet die Lockerung für Urlauber?

Die Reisewarnung ist der schärfste Appell des Auswärtigen Amtes - Mitte Juni soll sie nun für 29 Länder aufgehoben und durch Reisehinweise ersetzt werden. Doch was bedeutet das für Pauschalurlauber und Individualtouristen?