Impfen und los: Ryanair muss umstrittene Werbung zurückziehen

| Tourismus Tourismus

Ryanair muss eine umstrittene Werbung mit dem Slogan «Jab and Go» zurückziehen, mit dem die Airline für unbeschwerten Urlaub nach einer Corona-Impfung im kommenden Sommer geworben hatte. Ryanair müsse den Werbe-Slogan, der in etwa mit «Impfen und los» übersetzt werden kann, entfernen, da Verbraucher in die Irre geführt werden könnten, hieß es von der britischen Aufsichtsbehörde Advertising Standards Authority am Mittwoch.

Die im Dezember und Januar im Fernsehen geschaltete Werbung, in der 20- bis 30-Jährige im Sommerurlaub zu sehen sind, hatte mehr als 2300 Beschwerden provoziert - und damit der Behörde zufolge die drittmeisten Beschwerden über eine Werbung jemals. Mehrere Zuschauer hatten den Clip als «geschmacklos» bezeichnet. Andere hatten kritisiert, Ryanair verharmlose die Pandemie oder deute an, dass im Sommer alle unbeschwert in den Sommerurlaub reisen könnten.

Wie schnell die Impfprogramme jedoch weiter voranschreiten und wie lange Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie aufrecht erhalten werden müssen, ist völlig unklar - und damit auch die Aussichten für den Tourismus. Junge Erwachsene, wie sie in der Werbung gezeigt werden, stehen zudem in den meisten Fällen ganz hinten auf der Prioritätenliste der Impfprogramme, da sie am wenigsten häufig schwer an Covid-19 erkranken.

Ryanair erklärte, man habe keinerlei spezifische Behauptungen zu den Impfungen gemacht und habe einen optimistischen Blick in die Zukunft geben wollen. «Wichtige Kontextfaktoren» müssten berücksichtigt werden, wenn man sich die Werbung anschaue. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Rheinkirmes in Düsseldorf feiert mit Start in die Kirmessaison 125 Jahre Jubiläum auf der Rheinwiese. Das Volksfest bietet immer noch Neuheiten: Der Veranstalter verspricht in diesem Jahr rund 30 neue Angebote.

Vom Meeresrauschen in den Schlaf gewiegt werden und morgens den Sonnenaufgang über der See beobachten: Schlafstrandkörbe sind beliebt. Über eine Erfolgsgeschichte aus dem Norden.

Eine aktuelle Analyse untersucht die Beliebtheit von 30 Alpendestinationen anhand von Instagram-Followerzahlen und Gastronomiebewertungen. Die Ergebnisse zeigen regionale Unterschiede in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz.

Eine Umfrage unter Ferienhausvermietern zeigt, dass neben klassischen Verboten auch kurios anmutende Regeln existieren. Diese spezifischen Vorgaben sollen meist die Unterkunft vor Schäden bewahren und den Aufenthalt für alle Gäste sichern.

Strand, Altstadt oder Sehenswürdigkeit: Im Urlaub ist das Smartphone schnell gezückt. Doch wer die Fotos anschließend in sozialen Medien oder in größeren Chatgruppen teilt, sollte vorher genau hinschauen.

Der Wildes-Wasser-Weg in Bodenmais ist zum schönsten Wanderweg Deutschlands 2026 in der Kategorie Tagestouren gewählt worden. Insgesamt beteiligten sich über 52.000 Personen an der Abstimmung des Wandermagazins.

Das Statistische Bundesamt registriert für das erste Halbjahr 2026 gestiegene Preise für Flugtickets und Pauschalreisen. Dabei zeigen sich je nach Destination teils deutliche regionale Unterschiede bei den Kosten.

Die anhaltende Trockenheit im Hochsommer lässt die Pegelstände des Rheins in Hessen und Rheinland-Pfalz fallen und fallen - für Kabinenschiffe könnte es demnächst eng werden.

Ein aktueller Bericht offenbart wachsende Unterschiede im Reiseverhalten europäischer Nationen. Während Reisende in Deutschland ihre Ausgaben pro Trip erhöhen, setzen britische Urlauber auf eine höhere Frequenz.

Der Deutsche Tourismusverband hat seinen Praxisleitfaden für nachhaltigen Tourismus aktualisiert. Eine Studie zeigt gleichzeitig, dass zwar ein hohes Bewusstsein herrscht, aber oft personelle und finanzielle Kapazitäten fehlen.