Inklusives Reisen für alle: LGBTQ+ Reisestudie von Booking.com

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Der Begriff „Reise“ und alles, was dazu gehört, sollte für positive Erfahrungen, Abenteuer und Freude stehen. Doch für viele LGBTQ+ Reisende aus der ganzen Welt zeichnet die Realität oft ein ganz anderes Bild ab. Neue Ergebnisse von Booking.com belegen, dass 82 Prozent der LGBTQ+ Reisenden keine positiven oder sogar unangenehme Erfahrungen auf Reisen gemacht haben.

Die bisher umfangreichste LGBTQ+ Reisestudie von Booking.com beleuchtet Sorgen und Reisepräferenzen sowie vergangene Aufenthaltserfahrungen, aktuelle Realitäten und Hoffnungen auf eine inklusivere Zukunft. Die Studie ergibt, dass negative Erfahrungen am häufigsten in der Öffentlichkeit vorkommen (31 Prozent), wobei LGBTQ+ Reisende aus Indien (100 Prozent), Dänemark (97 Prozent) und Mexiko (93 Prozent) dies am häufigsten erleben. 

„Wir bei Booking.com glauben, dass alle die Welt erleben können sollten, wie sie sind, ohne Ausnahme“, sagt Arjan Dijk, CMO und Senior Vice President bei Booking.com. „Von der Erholungsreise bis hin zum Kennenlernen verschiedener Kulturen wollen Reisende aus der LGBTQ+ Community letztendlich dasselbe wie alle anderen, wenn es ums Reisen geht. Die Branche muss positive Erfahrungen zur Norm für alle machen – egal, wen sie lieben, wie sie sich identifizieren oder woher sie kommen. Als schwuler Reisender sah ich mich selbst mit Hindernissen bei Reisen und Diskriminierung konfrontiert, habe im Laufe der Jahre aber auch positive Veränderungen erlebt. Indem wir Maßnahmen zur Schaffung einer inklusiveren Branche ergreifen, hoffen wir, die Voraussetzungen für umfassendere Veränderungen zu schaffen, die die Reisequalität für alle erhöhen.“ 

Die aktuelle Realität von LGBTQ+ Reisen

Die Studie zeigt die immer noch bestehenden Hindernisse für inklusive Reisen für LGBTQ+ Reisende auf, hebt aber auch hervor, dass das Reisen vom Prinzip her und in der Praxis manchmal zwei verschiedene Dinge für die Community sind. Für die Hälfte (52 Prozent) der LGBTQ+ Reisenden bieten Reisen eine Zeit der geistigen und körperlichen Erholung. Tatsache ist aber auch, dass es eine Reihe zusätzlicher Überlegungen bezüglich aller Aspekte des Reisens gibt, an die Personen außerhalb der Community wahrscheinlich nie denken müssen.  

Mehr als die Hälfte der LGBTQ+ Reisenden haben auf ihren Reisen Diskriminierung erfahren, sei es durch Stereotypisierung (28 Prozent) oder durch Anstarren, Auslachen oder verbalem Missbrauch von anderen Reisenden (18 Prozent) und/oder durch Einheimische (17 Prozent). So ist es nicht verwunderlich, dass sich das Reisen für LGBTQ+ Reisende viel komplexer gestaltet, angefangen von der Wahl eines Reiseziels bis hin zu den Aktivitäten, an denen sie teilnehmen:

  • 60 Prozent der LGBTQ+ Reisenden sagen, dass die Community-Zugehörigkeit ihre Entscheidungen bei der Reiseplanung beeinflusst.
  • Bei der Auswahl eines Reiseziels z.B. berichten 64 Prozent, dass sie als LGBTQ+ Reisende an ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen denken müssen. Dies trifft am stärksten auf Reisende zu, die sich als schwul oder lesbisch (74 Prozent) oder queer (75 Prozent) identifizieren. 
  • Laut 58 Prozent der Befragten hat ihre Zugehörigkeit zur LGBTQ+ Community auch Einfluss darauf, mit wem sie reisen.
  • 55 Prozent geben an, dass sich dies auf die Aktivitäten auswirkt, an denen sie auf ihrer Reise teilnehmen. 

Hoffnungsvolle Anzeichen für Fortschritt und Positivität

Neben den vielen Herausforderungen für eine inklusive Reise für LGBTQ+ Reisende gibt es aber auch signifikante Bereiche, in denen Reisende positive Interaktionen und Erfahrungen haben. 85 Prozent der LGBTQ+ Reisenden geben an, dass sie sich bei den meisten ihrer bisherigen Reiseerfahrungen willkommen gefühlt haben. Dem stimmen schwule und lesbische Reisende am häufigsten zu (90 Prozent). 

Positiv stimmt auch, dass mehr als sechs von 10 Reisenden (62 Prozent) berichten, dass ihnen ihre Zugehörigkeit zur LGBTQ+ Community mehr Selbstbewusstsein auf Reisen gibt. Dabei sagen 84 Prozent, dass sie das Selbstvertrauen haben, ihre Wunschreiseziele zu besuchen. Schwule und lesbische Reisende sind hier am zuversichtlichsten (87 Prozent), gefolgt von bisexuellen Reisenden (86 Prozent).

25 Prozent geben an, dass sie vor der Ankunft in ihrer Unterkunft eine freundliche und informative Kommunikation mit der Unterkunft hatten. Etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) haben während ihres Aufenthalts auch Ratschläge sowie Informationen zur Umgebung erhalten. Der erste Eindruck bei der Anreise ist ausschlaggebend und glücklicherweise hat dies zu einem positiven Erlebnis für fast ein Drittel (31 Prozent) von LGBTQ+ Reisenden geführt, die sagen, sie hätten bei der Ankunft einen sehr guten ersten Eindruck erlebt, wie Begrüßungsgetränke oder freundliches Personal. 

Besonders wichtig ist auch die Community am Zielort

Die von Booking.com durchgeführten Untersuchungen zeigen auch, dass die Community am Reiseziel die Entscheidungen vieler LGBTQ+ Reisenden maßgebend beeinflusst und auch der Wunsch, zu erleben, was diese Community alles zu bieten hat, spiegelt sich in den Ergebnissen wider:

  • 60 Prozent der LGBTQ+ Reisenden reisen eher zu einem Ziel, an dem die LGBTQ+ Community und deren Geschichte Zustimmung erfährt. 
  • Mehr als die Hälfte (56 Prozent) wählen häufiger Reisen aus, die es ihnen ermöglichen, mehr über die historischen Aspekte der LGBTQ+ Community an ihrem Reiseziel zu erfahren.

LGBTQ+ Reisende suchen Anschluss an die Community, um ihre Reiseerfahrungen zu bereichern, achten aber auch auf Marken, die sie unterstützen und anerkennen, wobei mehr als die Hälfte der LGBTQ+ Reisenden (55 Prozent) eher Attraktionen oder Aktivitäten wählen, die auf die Community zugeschnitten sind. Die gleiche Anzahl informiert sich vor der Buchung gezielt über Unterkünfte, Marken und Erfahrungen und welche Rolle sie bei der Unterstützung der Community spielen. 

Ein inklusiveres Reiseerlebnis für alle

Obwohl sich Positivität und Fortschritt im Bereich LGBTQ+ Reisen insgesamt weiter entwickeln, besteht für die Branche nach wie vor ein echtes Bedürfnis, das Reiseerlebnis positiver, inklusiver und ganzheitlicher zu gestalten. 

  • 37 Prozent wünschen sich maßgeschneiderte Empfehlungen für ihre Präferenzen und Interessen.
  • 31 Prozent wünschen sich zusätzliche Informationen über die LGBTQ+ Situation vor Ort, einschließlich örtlicher Gesetze, religiöser Gepflogenheiten, Kleidungsvorschriften und Statistiken über Hasskriminalität gegen LGBTQ+ Menschen.
  • Drei von 10 (30 Prozent) wünschen sich Filter, um nach Unterkünften zu suchen, die ein positives Erlebnis für LGBTQ+ Reisende bieten, besonders wünschen sich dies Reisende aus Brasilien (40 Prozent), Neuseeland, USA und Vietnam (alle 39 Prozent). 

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