Kein Camping-Urlaub auf Fehmarn - Eilantrag in Karlsruhe abgewiesen

| Tourismus Tourismus

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag dreier Klägerinnen abgewiesen, die drei Monate in einem Wohnwagen auf der Insel Fehmarn verbringen wollten. Die Corona-Verordnung von Schleswig-Holstein erlaubt nur Dauercamping, die Mietzeit muss dann mindestens fünf Monate betragen.

Die Karlsruher Richter entschieden am Freitag, dass zwar «nicht evident» sei, inwiefern das Verbot eines mehrmonatigen Aufenthalts auf einem Campingplatz zum Infektionsschutz erforderlich sei. Sie könnten aber nicht erkennen, dass den Klägerinnen derart schwere Nachteile entständen, dass ein Eingreifen per Eilentscheidung gerechtfertigt sei, ehe die Fachgerichte die aufgeworfenen Fragen geklärt hätten. (Az. 1 BvQ 39/21)

Die aktuelle Landesverordnung gilt bis einschließlich 11. April. Eine Verlängerung des Verbots würde an ihrer Entscheidung aber nichts ändern, schreiben die Richter. Die geplante Reise müsse so kürzer ausfallen, eventuell sei sie auch gar nicht möglich. Den Klägerinnen bleibe aber die Option, einen Dauercampingplatz zu mieten. Sie hätten außerdem nicht vorgetragen, dass ihre Wohn- und Lebenssituation daheim «durch deutlich beengte Verhältnisse oder ähnliche außergewöhnliche Härten tatsächlich unzumutbar wäre». (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Aldiana gehört zu hundert Prozent der DER Touristik Group: Nach der kartellrechtlichen Freigabe ist die Übernahme der Clubmarke nun erfolgreich abgeschlossen.

Ob Nord- oder Ostsee - die Buchungszahlen zu den bevorstehenden Feiertagen sind gut. Damit es bei gutem Wetter nicht zu voll an den Küsten wird, hat die Chefin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein einen Rat für Ausflügler.

Der US-Konzern Airbnb zieht sich aus China zurück und beendet nach sechs Jahren das Inlandsgeschäft in der Volksrepublik. Die Gründe: Der harte Konkurrenzdruck der chinesischen Wettbewerber sowie die strenge „Null-Covid“-Politik der Regierung.

TV-Moderator Jan Böhmermann kritisierte in seiner Show „ZDF Magazin Royal“ den Tui-Konzern und dessen Nähe zum russischen Oligarchen Alexej Mordaschow. Gleichzeitig engagiert sich der Reiseveranstalter in der Ukraine. Doppelmoral? Nicht für Tui.

Urlaub in Zeiten von steigenden Kerosinpreisen kann schnell teurer werden. Das gilt auch für bereits gebuchte Pauschalreisen - oder doch nicht? Ein Blick ins Kleingedruckte kann helfen.

Die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises folgt dem Konkurrenten Tui Cruises und lässt noch im Mai die Maskenpflicht auf ihren Schiffen fallen. Allerdings empfiehlt die Reederei ihren Gästen, die Masken weiter «zum Schutz aller Mitreisenden» zu tragen.

Das derzeit teuerste Ticket der Lufthansa kostet nach Angaben von Airline-Chef Carsten Spohr 24.000 Dollar - und zwar für einen Erste-Klasse-Flug von San Francisco nach Frankfurt und zurück. Und sogar diese Tickets seien derzeit ausverkauft.

Zu Pfingsten bereiten sich Niedersachsens Urlaubsorte auf die nächste Reisewelle vor. Die Buchungslage ist vielerorts schon ordentlich, doch viele Menschen entscheiden sich weiterhin erst kurzfristig zum Verreisen.

Nach zwei herausfordernden Jahren hat das weltweite Buchungsvolumen von Freizeit- und Geschäftsflügen zum ersten Mal wieder das Niveau vor der Pandemie übertroffen. Das zeigt eine neue Studie des Mastercard Economics Institute.

Die Deutsche Bahn schlägt für das Reisen mit der Bahn ein neues Kapitel auf: Der Innenraum der zukünftigen ICE-Flotte wird komplett neu gestaltet. Erleben können die Reisenden das neue Design erstmals im Dezember 2023.