Kieler Woche fällt doch kleiner aus als geplant

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Die 127. Kieler Woche (4. bis 12. September) dreht sich pandemiebedingt vor allem um maritime Erlebnisse wie die Segelregatten vor Kiel-Schilksee, die traditionelle Windjammerparade auf der Förde und das Segelkino am Wasser. Große Flanierbereiche an der Kiellinie und Musikbühnen in der Innenstadt suchen Besucher in den kommenden Tagen vergeblich.

Wegen Corona fällt die Festwoche noch kleiner aus als im vergangenen Jahr. Dabei planten die Veranstalter ursprünglich ein Sommerfest wieder deutlich näher am Original. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) begründete die Änderung der Pläne und die Konzentration auf das Sportevent mit der Infektionslage. Unter normalen Bedingungen hatte das Sommerfest 2019 mehr als 3,5 Millionen Besucher aus gut 70 Ländern angelockt.

 

Bei der Eröffnung am Samstag (15.25 Uhr) übernimmt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) das traditionelle Glasen mit der Schiffsglocke. Er muss dazu drei Doppelschläge und einen Einzelschlag ausführen. Danach soll Segel-Star Boris Herrmann (40) mit dem Typhon - einem Schiffshorn - das Signal «lang-kurz-kurz-lang» für «Leinen los!» für die älteste und größte deutsche Regattawoche geben.

Zu den Segelregatten sind mehr als 800 Boote gemeldet. Neben den Segelwettbewerben vor Schilksee sind mehr als 100 Programmpunkte geplant. Maritimer Höhepunkt soll die Windjammerparade mit mehr als 120 Schiffen am 11. September sein, angeführt von der «Alexander von Humboldt II».

Auch Prominenz ist zu Gast. Am 8. September besucht Fürst Albert II. von Monaco (63) das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. Bereits am Sonntag (11.00 Uhr) wird der Weltwirtschaftliche Preis verliehen. Er geht an den ehemaligen schwedischen Ministerpräsidenten Göran Persson, den Unternehmer Michael Otto und die Nachhaltigkeitsexpertin Xuemei Bai, die in Australien forscht.

Im kleineren Rahmen als in der Vergangenheit lädt die Marine am Samstag (13.00 bis 17.00 Uhr) Interessierte zum Open Ship. Besucher können sich die beiden Fregatten «Hamburg» und «Nordrhein-Westfalen» sowie zwei Minenjagdboote und einen Tender ansehen.

Musikalisch geht es während der Kieler Woche auf der Krusenkoppel zu. Dort findet nach einem Jahr Pause die Konzertreihe «gewaltig leise» statt - unter anderem mit Anna Depenbusch, Götz Alsmann und den Thalbachs.

Enden soll die Kieler Woche am 12. September - anders als 2020 - wieder mit einem Höhenfeuerwerk über der Förde.


 

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