Knapp die Hälfte der Deutschen plant Urlaub im eigenen Land

| Tourismus Tourismus

Laut einer neuen Studie des Marktforschungsunternehmens Mintel planen 48 Prozent der Deutschen, ihren Urlaub dieses Jahr in Deutschland zu verbringen. 69 Prozent der Befragten beabsichtigen dies, um Probleme im Zusammenhang mit Covid-19 zu vermeiden. Dabei wird Urlaub im Sommer hoch im Kurs sein: 37 Prozent derjenigen, die innerhalb Deutschland verreisen wollen, planen dies im Sommer zu tun. Jeder Fünfte von ihnen hält sich mit dem konkreten Zeitraum für die Urlaubsplanung noch zurück. Vor allem jüngere Konsumenten (56 Prozent der 16-24-Jährigen sowie 55 Prozent der 25-34-Jährigen) erklären sich im Vergleich zu älteren Verbrauchern (46 Prozent der über 55-Jährigen) dazu bereit, 2021 in Deutschland in den Urlaub zu fahren.

Die fünf beliebtesten Bundesländer für das Urlaubsjahr 2021 sind:

  • Bayern (28 Prozent der Befragten)
  • Mecklenburg-Vorpommern (17 Prozent)
  • Schleswig-Holstein (15 Prozent)
  • Baden-Württemberg (14 Prozent)
  • Niedersachsen (12 Prozent)
  • Berlin ist vor allem bei den 16-24-Jährigen (20 Prozent dieser Altersgruppe) beliebt

Drei von fünf Verbrauchern (59 Prozent) finden deutsche Reiseziele aufgrund ihres kulturellen und geschichtlichen Hintergrunds interessant. Für 57 Prozent zählt die deutsche Landschaft zu den schönsten innerhalb Europas. Jüngere (35 Prozent der 16-24-Jährigen) finden im Vergleich zum Durchschnitt (53 Prozent) den Urlaub in Deutschland allerdings nicht so spannend wie im Ausland.

Mintel-Analysten Dr. Christina Wessels: „Covid-19 wird uns mit aller Wahrscheinlichkeit auch diesen Sommers noch begleiten und das Reisen in fernere Länder erschweren, was Inlandsreisen auch dieses Jahr beflügeln dürfte. Die hiesige Tourismusbranche kann diese Chance nutzen, um neue Besucher anzulocken und sie langfristig zu binden. So sind 63 Prozent der Deutschland-Urlauber beispielsweise daran interessiert, weniger bekannte bzw. touristische Gegenden Deutschlands zu erkunden. Tourismusbehörden und -unternehmen können dieses Potenzial ausschöpfen, indem sie ihre Region und lokale Attraktionen stärker crossmedial bewerben.

Gerade jüngere Konsumenten spielen eine Schlüsselrolle für die Erholung des heimischen Tourismusmarktes, da sie eher dazu bereit sind, 2021 in Deutschland in den Urlaub zu fahren. Um jüngere Verbraucher in weniger bekannte Regionen zu locken, können Tourismusunternehmen davon profitieren, ihre Angebote stärker über die sozialen Netzwerke oder über Blogs und Influencer wie Instagram bewerben – zumal über die Hälfte (50 Prozent der deutschen Millennials und 52 Prozent der Generation Z) angibt, sich durch Fotos oder Videos auf ihren Social-Media-Feeds zu einem Urlaubsort inspiriert gefühlt haben. Insbesondere Kanäle wie Instagram und TikTok sind auf visuelle Ästhetik ausgelegt und eignen sich hervorragend für die Ansprache jüngerer Zielgruppen.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer an Nord- oder Ostsee einen Strandkorb mieten will, muss je nach Ort und Saison unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Wo sich Preise kaum ändern – und wo es teurer wird.

Der Deutsche Tourismusverband sucht ab sofort Projekte für den Deutschen Tourismuspreis 2026. Bewerbungen können bis Anfang Juni eingereicht werden, bevor die Preisverleihung im November in Leipzig erfolgt.

Weniger Übernachtungen, weniger Gäste: Der Berliner Tourismus blieb auch 2025 hinter früheren Werten zurück. Auch Stadtführer merken das. Welche Touren dennoch besonders gefragt sind.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat die Übernahme des Berliner Unternehmens Blacklane angekündigt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

Eine Studie von BCD Travel zeigt, dass Transportunfälle und Krankheiten die größten Sorgen auf Geschäftsreisen sind. Trotz des Vertrauens in gebuchte Hotels wissen viele Mitarbeiter nicht, wie sie im Notfall Hilfe erhalten.

Eine aktuelle Analyse vergleicht europäische Städte für die Osterfeiertage 2026 hinsichtlich der Kosten für Ferienhäuser und des zu erwartenden Wetters. Ziele in Spanien und Italien überzeugen durch ein vorteilhaftes Preis-Wetter-Verhältnis.

Obwohl sie pünktlich zwei Stunden vor Abflugzeit am Flughafen waren, verpassten zwei Reisende ihren Flug - weil die Schlangen am Check-in zu lang waren. Nicht ihre Schuld, sagt ein Gericht.

Die Zahl der Camping-Übernachtungen in Deutschland ist 2025 laut Destatis auf 44,7 Millionen gestiegen. Besonders gefragt bleiben Ostsee und Schwarzwald, während auch die Preise deutlich zugelegt haben.

Lonely Planet hat eine neue App und buchbare Reiseangebote vorgestellt. Das Unternehmen baut damit laut eigenen Angaben seine Ausrichtung auf eine digitale Reiseplattform weiter aus.

Seit Beginn des Iran-Kriegs zieht es mehr Urlauber nach Westeuropa. Eurowings stockt das Angebot kräftig auf – ein Klassiker ist besonders gefragt. Aus Spanien kommen aber schlechte News.