Königsbach-Wasserfall: Nationalpark Berchtesgaden wehrt sich gegen Influencer

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Posieren in den natürlichen Pools des Königsbach-Wasserfalls über dem Königssee: Dieser lebensgefährliche Trend bringt viele Likes in den sozialen Netzwerken. Auf Instagram hat der Nationalpark Berchtesgaden jetzt versucht, den Menschen ins Gewissen zu reden.

Eine Influencerin, die auf Instagram über 1,2 Millionen Follower hat, postete am Freitag ein Foto beim Baden in einem der Pools. In den sozialen Netzwerken finden sich unzählige Fotos in diesen Becken, ein Ausflug an diesen Foto-Hotspot kann aber fatale Konsequenzen nach sich ziehen: Im April letzten Jahres sind zwei Männer aus Sachsen in einer dieser sogenannten Gumpen durch die Strömung und das starke Schmelzwasser getötet worden. 
 

Der Nationalpark Berchtesgaden bat die Influencerin, das Posting zu löschen, um noch mehr Nachahmer zu vermeiden: «Es hat im Pool bereits Tote gegeben. Die Natur wird aufgrund der Posts auf Instagram zerstört». Weiter ermahnten sie, welche Folgen der Foto-Tourismus für die Natur hat: «Die Ufervegetation ist bereits komplett zertreten, Berge von Müll werden hinterlassen und illegale Lagerfeuer gemacht. Unbelehrbare campieren im Schutzgebiet, hinterlassen sogar ihre Billig-Zelte und Schlafsäcke». Doch auch das störte die Influencerin offenbar nicht, stattdessen veröffentlichte sie am Tag darauf die nächsten Aufnahmen.

(Mit Material der dpa)


 

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