Kopenhagen belohnt Zuganreise und Müllsammeln bald dauerhaft

| Tourismus Tourismus

Touristen sollen in Kopenhagen künftig dauerhaft für nachhaltiges Reiseverhalten belohnt werden. Beispielsweise, indem sie für eine Anreise mit dem Zug etwa kostenlos Fahrräder in der dänischen Hauptstadt ausleihen können. Oder indem sie gratis parken und vergünstigt aufladen können, falls sie mit einem Elektroauto angereist sind.

Das dahinterstehende Programm CopenPay wird am 22. Juni wieder gestartet und dann als dauerhafte Plattform bestehen, nachdem es in den vergangenen beiden Jahren jeweils auf mehrere Wochen im Sommer begrenzt war.

Das Konzept dahinter: Gäste bekommen durch «positive Aktionen» – von der Zuganreise bis zum Müllsammeln vor Ort – Belohnungen in Form kostenloser oder ermäßigter Erlebnisse, erklärt die Tourismusorganisation Visit Denmark. In Kopenhagen seien mehr als 100 lokale Partner beteiligt, darunter Hotels und Sehenswürdigkeiten. Mehr als 30.000 Touristen haben demnach schon an Aktionen im Rahmen des CopenPay-Programms teilgenommen.

Mitmachen können Touristen ab 22. Juni wieder über eine App: Man sucht sich dort die Aktivität (etwa das Müllsammeln), macht es und bekommt danach Vergünstigungen. Alle Informationen gibt es unter visitcopenhagen.com/copenpay

Auch andere Städte testen das Konzept

Die Idee reicht inzwischen über Kopenhagen hinaus: Andere Städte testen solche und ähnliche Initiativen. In Berlin zum Beispiel läuft noch bis 14. Juni das Pilotprojekt BerlinPay, bei dem Urlauber und Einheimische belohnt werden, wenn sie etwa an Aktionen rund um den Gewässerschutz teilnehmen. In Bremen gab es im Mai ein Projekt namens BremenPay.

Laut Visit Denmark wurde das Kopenhagener Modell im Februar unter dem Namen DestinationPay weltweit kostenlos zur Verfügung gestellt. Mehr als 350 Destinationen seien seitdem in das Modell eingeführt und bei der lokalen Umsetzung unterstützt worden. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast jede fünfte Winterreise wird laut Dertour Reisebarometer allein angetreten. Besonders die Generation 50 plus und Langzeiturlauber prägen das Segment. Zu den meistgebuchten Zielen gehörten Spanien, Ägypten und die Türkei.

Griechenland will den Massentourismus auf vielen Inseln und in beliebten Ferienorten stärker begrenzen und gleichzeitig Natur und Landschaft besser schützen. Die Regierung stellte dazu bei einer Pressekonferenz in Athen neue Regeln für den Tourismus und den Hotelbau vor.

Eine aktuelle YouGov-Studie zeigt eine deutliche Zurückhaltung deutscher Reisender beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Zwar können sich viele Befragte den Einsatz von KI-Anwendungen im Reisebereich grundsätzlich vorstellen, die tatsächliche Nutzung bleibt laut den erhobenen Daten jedoch meist im einstelligen Prozentbereich.

Zugfahrten ins Ausland werden bei Reisenden beliebter. Die Bahn will davon profitieren und stärkt gerade im Sommer ihr Programm. Bei manchen Verbindungen in Metropolen gibt es aber noch hohe Hürden.

Die Tripadvisor Group hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatzrückgang von 4 Prozent gemeldet. Wachstum verzeichnete das Unternehmen nach eigenen Angaben vor allem im Bereich Experiences sowie bei der Restaurantplattform TheFork.

Deutschland bleibt laut aktuellen Marktdaten das weltweit wichtigste Ziel für internationale Geschäftsreisen. Während klassische Geschäftsreisen zurückgehen, bleiben Veranstaltungen und Bleisure-Reisen auf stabilem Niveau.

Eine aktuelle Erhebung des Portals Holidu prognostiziert für die Saison 2026 eine hohe Auslastung bei Ferienhäusern an den deutschen Küsten bei weitgehend stabilen Mietpreisen. Insbesondere an der Nordsee planen Urlauber ihren Aufenthalt langfristig.

Nach mehreren Hantavirus-Fällen und drei Todesopfern darf das Kreuzfahrtschiff «Hondius» einen Hafen auf den Kanaren anlaufen. Was Spanien und internationale Behörden nun planen.

Es ist nicht immer leicht, sich im Urlaub die Sonnenliegen am Hotelpool zu sichern, oft sind sie mit Handtüchern reserviert. Das will sich ein Reisender nicht gefallen lassen - er fordert Geld zurück.

Eine aktuelle Studie belegt, dass die geopolitische Lage im Nahen Osten die Reiseplanung von 70 Prozent der Deutschen beeinflusst. Trotz aufgehobener Reisewarnungen für Golfstaaten wie Katar und die VAE bleiben Urlauber vorsichtig.