Kreuzfahrtsaison in Kiel und Rostock-Warnemünde beginnt

| Tourismus Tourismus

In Kiel beginnt die diesjährige Kreuzfahrtsaison: Am Freitagmittag wird am Ostseekai die 218 Meter lange «Balmoral» mit knapp 1000 Gästen an Bord erwartet. Das 1988 in den Dienst gestellte Schiff ist auf dem Weg von Hamburg nach Rostock-Warnemünde. Insgesamt stehen im Kieler Seehafen in diesem Jahr 221 Anläufe von 38 Kreuzfahrtschiffen an. Das größte ist die 337 Meter lange «Aidanova» mit einer Bruttoraumzahl (BRZ) von 183 900. Die BRZ gibt die Größe eines Schiffs an.

Saisonschluss ist in diesem Jahr erst am 29. Dezember. Im vergangenen Jahr hatten in Kiel 244 Mal Kreuzfahrer festgemacht, die Schiffe hatten insgesamt 836 000 Urlauber an Bord. Der Kieler Hafen setzt in diesem Jahr auf einen weiteren Ausbau der Landstromversorgung für die Liegezeit der Urlauberschiffe, um die Umweltbelastung durch Abgase zu verringern. «Zusammen mit den Reedereien wollen wir in dieser Saison ein Drittel der Kreuzfahrtanläufe mit Landstrom versorgen und damit ein deutliches Zeichen setzen», erklärte Hafenchef Dirk Claus.

«Das Angebot zur Landstromversorgung ist für uns als Hafen ein wesentlicher Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der maritimen Branche.» Im Spätherbst werde eine weitere Landstromanlage für Kreuzfahrtschiffe am Ostuferhafen in Betrieb genommen. Damit gebe es an den drei großen Liegeplätzen in Kiel ein Landstromangebot.

Mit dem Anlauf der «Aidadiva» startet Rostock-Warnemünde am Freitag (8.00 Uhr) in die diesjährige Kreuzfahrtsaison. Das Schiff wird am Liegeplatz 7 an der Warnowmündung erwartet. Gegen 18.00 Uhr soll es nach Angaben des Hafenbetreibers Rostock Port wieder abfahren mit den ersten Warnemünder Kreuzfahrtgästen des Jahres.

Mit weiteren Anläufen soll die Saison demnach am Wochenende Fahrt aufnehmen. Nach dem Anlauf eines Schiffes einer englischen Reederei am Samstag ist für Sonntag ein Doppeleinlauf der «Aidamar» und «Aidasol» geplant. Bis zum Auslaufen der Schiffe am Abend soll es am Neuen Strom eine Party geben. Die Saison soll bis Ende Oktober dauern. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen geht in die vierte Runde. Ab sofort können sich Tourismusorganisationen aus Orten, Regionen und Städten in ganz Deutschland bewerben, die an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Destinationsentwicklung arbeiten.

Hilton hat seinen Trends Report 2027 veröffentlicht. Die Untersuchung beschreibt, wie sich das Reiseverhalten deutscher Urlauber im kommenden Jahr verändern könnte. Im Mittelpunkt stehen Flexibilität, Erholung, persönliche Entwicklung und Vertrauen.

Dass München für Deutschland ins Rennen um Olympische und Paralympische Spiele geht, hat im Freistaat eine Welle der Euphorie ausgelöst. Auch das Gastgewerbe begrüßte die Entscheidung als starkes Signal für die Landeshauptstadt und den Freistaat.

Die Deutschen planen für diesen Herbst weniger Urlaubsreisen als vor einem Jahr. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Urlaubsplanungsindex des Deutschen Instituts für Tourismusforschung in Kooperation mit dem Deutschen Tourismusverband.

Royal Caribbean Group hat eine Vereinbarung über eine 50-prozentige Beteiligung an Sandals und Beaches Resorts unterzeichnet. Der Abschluss der rund drei Milliarden US-Dollar teuren Transaktion wird für Anfang 2027 erwartet.

Das im Mai eröffnete temporäre Erlebnis-Dorf des Erdbeer-Unternehmens Karls in Wernigerode im Harz soll 2027 in die Verlängerung gehen. Zunächst wird es aber nach den Herbstferien Anfang November schließen.

Lonely Planet zählt Dessau zu seinen Reisezielen für 2027. Autor Anthony Ham stellt das Bauhaus und dessen Einfluss auf die Alltagsarchitektur in den Mittelpunkt.

Die Aktien mehrerer Reiseplattformen haben nach dem Start von Metas KI-Assistent Muse nachgegeben. Analysten befassen sich mit möglichen Folgen für das Geschäft mit Reisebuchungen.

Eine aktuelle Studie der Deutschen Zentrale für Tourismus bestätigt die Bedeutung der Vereinigten Staaten als wichtigsten Überseemarkt für den deutschen Tourismus. Trotz gestiegener Kostensensibilität bleiben die Ankünfte stabil auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Ferienparkkette Center Parcs prüft die Errichtung eines großen Ferienparks im Lausitzer Seenland. Das Projekt auf Brandenburger Seite solle zwischen Sedlitzer See und Partwitzer See auf rund 90 Hektar Fläche 500 bis 700 Ferienhäuser umfassen.