Künstliche Intelligenz verändert die Bedrohung für Geschäftsreisende

| Tourismus Tourismus

Künstliche Intelligenz (KI) wird zunehmend zur Perfektionierung von Betrugsmaschen im Reiseverkehr eingesetzt. Laut einem Artikel von Business Travel News werden diese Angriffe immer überzeugender und schwerer zu erkennen. Frank Harrison, regionaler Sicherheitsdirektor bei World Travel Protection, betont die neue Dimension dieser Bedrohungen.

KI-gestützte Angriffe auf Geschäftsreisende

Geschäftsreisende sind besonders in Stresssituationen, etwa bei Flugausfällen oder Flughafen-Schließungen, anfällig für Betrugsversuche. Laut Harrison werden Deepfakes, also manipulierte Stimmen und Videos, genutzt, um sich als Kundenservice-Mitarbeiter, Kollegen oder sogar Führungskräfte auszugeben. Solche Betrugsversuche seien besonders effektiv, weil sie auf psychologische Mechanismen wie Autorität, Dringlichkeit und die Angst vor Verlust abzielen.

Ein Beispiel ist die „virtuelle Entführung“, bei der die Familie eines Reisenden mit einer Deepfake-Stimme angerufen und zur Zahlung eines Lösegeldes auf ein schwer nachverfolgbares Konto aufgefordert wird.

Harrison hält fest: „KI zielt nicht mehr nur auf Computersysteme ab. Sie wird jetzt genutzt, um Menschen zu manipulieren und direkt anzugreifen. Das ist eine große Veränderung im Reiserisiko.“

Warnsignale erkennen und richtig reagieren

Für Unternehmen und ihre Reisemanager ist es entscheidend, Reisende zu schulen. Ein wichtiges Warnsignal ist jede Art von Abweichung oder Inkonstanz im gewohnten Reise- oder Buchungsprozess.

Harrison rät: „Sobald Sie eine Unstimmigkeit feststellen, müssen Sie anhalten, Ihre Reisemanager und Ihr IT-Team einschalten und nicht das tun, wozu Sie aufgefordert werden, denn es könnte sich um einen Angriff handeln.“

Weitere Anzeichen für einen Betrugsversuch können die Bitte um ungewöhnliche Zahlungsmethoden, wie die Überweisung von Geld auf ein Privatkonto, oder der Versuch sein, das Gespräch auf eine unbekannte Plattform zu verlagern. Die wichtigste Regel, so Harrison, lautet: „Wenn es unüblich ist, tun Sie es nicht.“


Zurück

Vielleicht auch interessant

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.

Wer an Nord- oder Ostsee einen Strandkorb mieten will, muss je nach Ort und Saison unterschiedlich tief in die Tasche greifen. Wo sich Preise kaum ändern – und wo es teurer wird.

Der Deutsche Tourismusverband sucht ab sofort Projekte für den Deutschen Tourismuspreis 2026. Bewerbungen können bis Anfang Juni eingereicht werden, bevor die Preisverleihung im November in Leipzig erfolgt.

Weniger Übernachtungen, weniger Gäste: Der Berliner Tourismus blieb auch 2025 hinter früheren Werten zurück. Auch Stadtführer merken das. Welche Touren dennoch besonders gefragt sind.

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat die Übernahme des Berliner Unternehmens Blacklane angekündigt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und soll voraussichtlich bis Ende 2026 abgeschlossen werden.

Eine Studie von BCD Travel zeigt, dass Transportunfälle und Krankheiten die größten Sorgen auf Geschäftsreisen sind. Trotz des Vertrauens in gebuchte Hotels wissen viele Mitarbeiter nicht, wie sie im Notfall Hilfe erhalten.

Eine aktuelle Analyse vergleicht europäische Städte für die Osterfeiertage 2026 hinsichtlich der Kosten für Ferienhäuser und des zu erwartenden Wetters. Ziele in Spanien und Italien überzeugen durch ein vorteilhaftes Preis-Wetter-Verhältnis.

Obwohl sie pünktlich zwei Stunden vor Abflugzeit am Flughafen waren, verpassten zwei Reisende ihren Flug - weil die Schlangen am Check-in zu lang waren. Nicht ihre Schuld, sagt ein Gericht.