Kurtaxen-Check 2026: Preisunterschiede und zahlreiche Erhöhungen in den Kommunen

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Eine aktuelle HolidayCheck-Analyse beleuchtet die Entwicklung der Tourismusabgaben in Deutschland für das Jahr 2026. Im Rahmen der Untersuchung wurden die Daten von 390 Städten und Gemeinden ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Dynamik bei den Preisgestaltungen: Während über 60 Kommunen ihre Abgaben angehoben haben, verzeichnen einzelne Orte sogar Preissenkungen. Die Spanne der Kurtaxen reicht dabei von Kleinstbeträgen im Cent-Bereich bis hin zu über 5 Euro pro Übernachtung.

Nordseeküste bleibt Spitzenreiter bei den Abgabensätzen

Die höchsten Fixbeträge werden weiterhin vorrangig an der Nordseeküste erhoben. Die ostfriesische Insel Spiekeroog führt das Ranking mit einer Kurtaxe von 5,50 Euro pro Übernachtung für Erwachsene in der Hauptsaison an. In der Nebensaison reduziert sich dieser Betrag auf 2,20 Euro. Ähnlich hohe Sätze finden sich in Wiesbaden und Hürtgenwald, die beide die Marke von 5 Euro erreicht haben.

Dicht darauf folgen weitere Inseln und Kurorte mit Sätzen knapp unter der 5-Euro-Grenze. Auf Langeoog werden 4,95 Euro fällig, während Wangerooge und Norderney jeweils 4,90 Euro pro Nacht berechnen. Die Inseln Juist und Borkum erheben in der Hauptsaison eine Gebühr von 4,80 Euro. Im Gegensatz dazu stehen Gemeinden wie Lindenfels, das mit 25 Cent die bundesweit geringste Abgabe im Vergleich aufruft. Auch in Orten wie Eckenhagen, Lörrach, Grasellenbach und Nümbrecht bleibt die Belastung für Gäste mit unter einem Euro pro Nacht vergleichsweise niedrig.

Deutliche Steigerungen in über 60 Gemeinden

Etwa jeder sechste der untersuchten Orte hat die Tourismusabgabe im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Besonders markant ist die Entwicklung in Wolfegg im Allgäu, wo der Beitrag von 80 Cent auf 1,90 Euro stieg, was einer Steigerung von 137,5 Prozent entspricht. In Bad Arolsen hat sich die Kurtaxe von einem Euro auf zwei Euro verdoppelt.

Weitere signifikante Erhöhungen wurden aus folgenden Regionen gemeldet: In Bad Mergentheim stieg der Beitrag um 84 Prozent auf nun 3,50 Euro. Bad Salzig hob die Abgabe um 67 Prozent auf 2,50 Euro an. Oberstdorf im Allgäu verzeichnet ein Plus von 24 Prozent und liegt nun bei 4,70 Euro. In Baden-Baden kletterte der Satz um 18 Prozent auf 4,50 Euro pro Übernachtung. Laut den Kommunen werden diese Einnahmen zweckgebunden für die Instandhaltung der touristischen Infrastruktur und die Verbesserung lokaler Angebote verwendet.

Preissenkungen in Waren (Müritz) und Zinnowitz

Entgegen dem allgemeinen Trend haben vereinzelte Kommunen ihre Abgaben reduziert. In Waren (Müritz) sank die Kurtaxe um 7 Prozent von 2,70 Euro auf 2,50 Euro, um die Attraktivität des Standortes für Gäste zu erhöhen. In Zinnowitz auf Usedom gab es eine Senkung um 12 Prozent von 4,20 Euro auf 3,70 Euro. Diese Reduktion ist jedoch auf eine strukturelle Änderung zurückzuführen, da die Kosten für den Busverkehr der UBB nicht mehr pauschal inkludiert sind, sondern separat abgerechnet werden. In über 300 der untersuchten Gemeinden blieben die Sätze im Vergleich zum Vorjahr stabil.

Trend zur prozentualen Bettensteuer in Städten

Neben den fixen Kurtaxen setzen vor allem größere Städte auf eine prozentuale Berechnung einer Bettensteuer, die sich am Übernachtungspreis orientiert. Berlin, Dortmund und Flensburg führen dieses Segment mit einem Satz von 7,5 Prozent an. In Bonn und Schwerin wurde die Abgabe auf 7 Prozent angehoben, während Bremen und Bremerhaven 5,5 Prozent berechnen. Als neue Standorte mit prozentualen Abgabemodellen wurden für das Jahr 2026 Kassel, Königswinter und Ringsheim identifiziert.


 

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