Lüneburger Heide bekannter als Industrie in Niedersachsen

| Tourismus Tourismus

Wenn Menschen in Deutschland an Niedersachsen denken, fällt ihnen am häufigsten die Lüneburger Heide ein. Das geht aus einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, die der Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall in Auftrag gegeben hat.

In der Umfrage gaben 78 Prozent der Befragten an, bei Niedersachsen an die Lüneburger Heide zu denken. Volkswagen folgt mit 76 Prozent, die Landwirtschaft mit 75 Prozent und die Nordsee mit 71 Prozent.

Rekordjahre für die Heide 

«Das ist eine Sensation für uns», sagt Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, «wir sind die bekannteste Marke Niedersachsens». Die Heide gehe seit Jahren neue Wege in der Tourismus-Vermarktung, orientiere sich an den Wünschen der Zielgruppe und setzte Trends schnell um. Drei Rekordjahre mit den stärksten Übernachtungszahlen, die es je gab, waren die Folge. 

Die Untersuchung von Niedersachsenmetall sieht der Geschäftsführer als glückliche Fügung an: «Dass ein Dritter, touristisch unbeteiligter, dieses Untersuchungsergebnis erzeugt hat, ist für uns ein Segen. Neutraler kann man das ja gar nicht zeigen.»

 

Tourismus soll als Wirtschaftsfaktor mehr gefördert werden

Er verbindet die Zahlen mit einer Forderung an die Politik. Tourismus werde als Wirtschaftsfaktor häufig unterschätzt: «Wenn wir in einer deutschlandweiten Befragung die Nummer eins in Niedersachsen sind, sollte sich das auch in der Finanzierung wiederfinden.»

Auch der Ausschreibung über eine neue Kampagne für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen, die die Landesregierung gerade vergeben hat, sieht von dem Bruch positiv entgegen. «Ein starkes, bekanntes Land hilft uns allen. Unseren Teil tun wir schon dazu und sind damit extrem erfolgreich». (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Wattenmeer gilt als Naturwunder direkt von Niedersachsens Haustür. Das Land feiert das 40-jährige Bestehen des Nationalparks. Doch angesichts vieler Bedrohungen ist nicht allen zum Feiern zumute.

Gute Schneebedingungen vor Beginn der Winterferien sorgen für reichlich Buchungen im Thüringer Wald. Viele Gastgeber in den Wintersportzentren melden eine hohe Auslastung – in einigen Regionen werden die Betten knapp.

Die TUI Love & Travel Studie beleuchtet die Dynamik deutscher Paare im Urlaub. Von der gemeinsamen Budgetplanung bis zum Einfluss von Social Media liefert die Untersuchung relevante Daten für die touristische Zielgruppenanalyse.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) sichert sich zum sechsten Mal in Folge das Top 100-Siegel. Mit KI-Anwendungen wie der digitalen Reisebegleiterin Emma und fortschrittlichen Daten-Tools behauptet sich die Organisation als Innovationstreiber im deutschen Tourismus.

Ihren Urlaub lassen sich die Deutschen einiges kosten. Besonders stark gestiegen sind laut einer Umfrage die Ausgaben an ihrem beliebtesten europäischen Reiseziel.

Das neue DRV-Reisebürobarometer zeigt eine stabile Umsatzlage im deutschen Reisevertrieb, warnt jedoch vor sinkenden Renditen. Steigende Kosten für Personal und Miete belasten die Ertragslage, weshalb Serviceentgelte und effiziente Prozesse für die wirtschaftliche Stabilität der Reisebüros immer wichtiger werden.

Seit 25 Jahren prägt Pierre Nierhaus mit seinen Trendreisen die deutschsprachige Hospitality-Branche. Von den Anfängen in New York bis zur heutigen globalen Expertise bietet das Format tiefgehende Analysen und exklusiven Zugang zu internationalen Marktführern. Für das Jubiläumsjahr 2026 locken Premieren und spezielle Konditionen für Branchenentscheider.

Der Deutsche Tourismusverband erwartet für 2025 neue Rekordzahlen bei den Übernachtungen. Gleichzeitig warnt DTV-Präsident Reinhard Meyer vor einem massiven Investitionsstau in den Kommunen und fordert eine dauerhafte Stärkung der Tourismusfinanzierung im Bundeshaushalt.

Die Deutschen sind laut einer repräsentativen Umfrage so reiselustig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Doch es muss kein Fernziel sein. In den vergangenen Jahren blieben viele Urlauber in Deutschland.

Der afrikanische Wellness-Markt entwickelt sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Die Destinationen setzen verstärkt auf eine Kombination aus traditioneller Heilkunde, naturnahen Unterkünften und kulturellen Erlebnissen.