Mallorca eröffnet Strände ohne Andrang

| Tourismus Tourismus

Auf Mallorca wird wieder im Meer geplanscht: Nach einer mehr als zweimonatigen Zwangsschließung wegen der Corona-Pandemie, haben die Urlaubsinsel und viele andere Regionen Spaniens am Montag ihre Strände wieder geöffnet. Bei schönem Badewetter und Temperaturen um die 25 Grad strömten an der Playa de Palma unweit der «Ballermann»-Partymeile und in anderen Gebieten Mallorcas aber zunächst nur wenige, ausschließlich lokale Gäste an den Strand, wie Medien berichteten. Der Grund: Bis zum Ende des Exitplans Ende Juni dürfen die Spanier ihre jeweilige Provinz nicht verlassen. Und Touristen aus dem Ausland will der Corona-Hotspot Spanien erst im Juli wieder ins Land lassen.

Die Wiedereröffnung der Playas nur für Einheimische gilt als erster Test für den Sommer. Die Gemeinden dürfen dabei spezielle Regeln für den Strandbesuch beschließen. Die Corona-Grundbestimmungen, etwa ein Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern zwischen Handtüchern und Sonnenschirmen, müssen aber überall eingehalten werden. Zudem dürfen Gruppen maximal aus 15 Personen bestehen.

Die meisten Küstengemeinden ergriffen vorerst keine besonderen Sicherheitsmaßnahmen. Das galt auch für die Mallorca-Hauptstadt Palma. Bürgermeister José Hila sagte, er vertraue den Bürgern. Er warnte aber auch: Sollte es Verstöße oder andere Probleme geben, werde man «andere Maßnahmen» ergreifen. «Es wäre aber sehr traurig, wenn wir Badegäste mit Geldstrafen belegen müssten», betonte er.

Die Wiedereröffnung der Strände war nur jenen Regionen erlaubt, die die Auflagen zum Eintritt in «Phase 2» des spanischen Exitplans erfüllten. Dazu gehörten neben den Balearen und den Kanaren unter anderem auch Küstenregionen wie Tarragona im Nordosten, Murcia und Almería im Südosten, Cádiz im Süden oder das Baskenland und Galicien im Norden des Landes. Für knapp die Hälfte des Landes, rund 22 von insgesamt 47 Millionen Bürgern, begann am Montag «Phase 2».

In dieser dritten von insgesamt vier Etappen - es gab auch eine «Phase 0» - dürfen neben den Stränden unter anderem auch Swimmingpools, Kinos und Theater und die Innenbereiche von Bars und Restaurants wieder geöffnet werden. Es gelten aber Beschränkungen der Gästezahl. Die Bewohner von Küstenprovinzen und anderen Regionen, die im Kampf gegen das Virus nicht so weit sind, etwa Barcelona und Madrid, kamen derweil am Montag erst in «Phase 1».

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mit mehreren Neuheiten startet der Europa-Park in Rust in die neue Saison. Ein neuer Themenbereich sowie neue gastronomische Angebote winken Besucherinnen und Besuchern zum offiziellen Saisonstart am 28. März.

Sie zählt zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen am Bodensee: Ab Samstag soll die Marienschlucht wieder begehbar sein. Was Familien, Wanderer und Naturliebhaber dort erwartet.

Die Schwarzwald Tourismus GmbH entwickelt ein dezentrales Hotelkonzept, das bestehende Dorfstrukturen nutzt und Leerstände reduzieren soll. Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt verzichtet auf Neubauten und integriert lokale Betriebe in die touristische Wertschöpfung.

Die Schweiz plant eine zusätzliche Gebühr für Autofahrer, die das Land nur durchqueren. Das Parlament hat einer entsprechenden Transitabgabe für ausländische Reisende zugestimmt. Ein konkreter Zeitpunkt für die Einführung der Transitgebühr steht derzeit noch nicht fest.

Der Nahost-Krieg bringt Bewegung in den Reisemarkt: Urlauber meiden einzelne Regionen, wählen andere Ziele und müssen sich womöglich auf steigende Preise einstellen.

Eine aktuelle Analyse des Reiseportals Opodo belegt für das Frühjahr 2026 eine starke Nachfrage nach Reisen zwischen Deutschland und Südeuropa. Während Spanien das Hauptziel deutscher Urlauber bleibt, stellen Spanier gleichzeitig die größte Gruppe internationaler Gäste in deutschen Metropolen dar.

Eine aktuelle Auswertung von 1,7 Millionen Online-Rezensionen kürt das Frankenlagune Wellness-Center zur beliebtesten Therme Deutschlands. Während bayerische und norddeutsche Saunen die Spitzenplätze belegen, bilden Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und Hessen das Schlusslicht des Rankings.

Eine aktuelle Umfrage von Holidu unter 2.500 europäischen Gastgebern weist Deutschland als Spitzenreiter bei der Gästetreue aus. Knapp 70 Prozent der heimischen Vermieter setzen auf Stammkunden und priorisieren dabei den persönlichen Kontakt gegenüber Preisrabatten.

Alltours erweitert seine Eigenmarke Alltoura Club Hotels zur Sommersaison 2026 um zwei neue Anlagen auf Kos und Rhodos. Die Hotels setzen auf ein umfassendes All-inclusive-Konzept mit Fokus auf Sport, Wellness und Kinderbetreuung.

Ein Tag früher ankommen als gebucht, das hört sich erst mal gut an. Doch es ist auch eine zusätzliche Hotelnacht. Ob eine Fluggesellschaft dafür aufkommen muss, hat ein Gericht in Bayern beschäftigt.