Masterplan für Freizeitwasserstraßen

| Tourismus Tourismus

Bei der Regionalkonferenz zur Zukunft der Nebenwasserstraßen am 2. März in Oranienburg hat Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, einen Masterplan zur Verbesserung der Sport- und Freizeitschifffahrt auf den Nebenwasserstraßen angekündigt.

„Wir begrüßen die Initiative für einen Masterplan für die Nebenwasserstraßen. Nach Jahren des Stillstandes und des Verfalls von Schleusen und Wehren handelt die Bundesregierung nun endlich und will den riesigen Investitionsstau beseitigen. Wir werden diese Initiative nach Kräften unterstützen und dafür sorgen, dass sie auch Bestandteil der Nationalen Tourismusstrategie der Bundesregierung wird“, sagt dazu Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV).

„Es ist gut, dass in den langwierigen Prozess um die Behandlung der Nebenwasserstraßen mit hauptsächlich touristischer Nutzung mehr Klarheit eingezogen ist. Die seit langem geplante und nun zugesagte Änderung im Bundeswasserstraßengesetz § 1 wertet die Freizeitschifffahrt auf. Die vom Bundesverkehrsministerium geplante Umsetzungsfrist von einem Jahr für den Masterplan zur Infrastruktur an Nebenwasserstraßen ist ebenfalls ein wichtiges aktuelles Ergebnis. Der Erhalt des Netzcharakters und die durchgängige Befahrbarkeit der Wasserstraßen sind für die Regionen und die Unternehmen unerlässlich“, ergänzt Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. und Vorstandsmitglied des DTV.

Zu der Veranstaltung in Oranienburg traf sich ein breites Verbände-Bündnis, um die aktuellen Herausforderungen für die Nebenwasserstraßen zu diskutieren. Dabei wurden speziell drei Aspekte als zentrale Themen identifiziert:

  • den Wassertourismus ins Wasserstraßen-Gesetz aufnehmen.
  • eine Bestandsaufnahme über den aktuellen Zustand der Schleusen und Wehre schaffen und daraus einen detaillierten Sanierungsfahrplan ableiten.
  • im Bundeshaushalt einen eigenständigen Haushaltstitel für die Nebenwasserstraßen einführen und die dafür notwendigen Personalkapazitäten zur Verfügung stellen.

Hintergrund
Rund 7.300 km Binnenwasserstraßen gehören dem Bund als Eigentümer. Davon sind rund 4.500 km Haupt- und rund 2.800 km Nebenwasserstraßen sowie und 23.000 km² Seewasserstraßen. Aus der touristischen Nachfrage werden rund 4 Mrd. Euro Bruttoumsatz generiert. Mindestens 65.000 Personen bestreiten ihren Lebensunterhalt durch den Wassertourismus an den Bundeswasserstraßen. Der Wassertourismus in Deutschland ist eine Boombranche und auch unter dem Gesichtspunkt der Regionalentwicklung und der Nachhaltigkeit des Tourismus vor Ort von zunehmender Bedeutung, die staatliche Unterstützung verdient.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe und Aldiana setzen ihre Zusammenarbeit im Jahr 2026 fort. Im September findet die traditionelle Ehrung der erfolgreichsten deutschen Olympia- und Paralympics-Teilnehmer im ägyptischen Aldiana Club Naga Bay statt.

Mit mehreren Neuheiten startet der Europa-Park in Rust in die neue Saison. Ein neuer Themenbereich sowie neue gastronomische Angebote winken Besucherinnen und Besuchern zum offiziellen Saisonstart am 28. März.

Sie zählt zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen am Bodensee: Ab Samstag soll die Marienschlucht wieder begehbar sein. Was Familien, Wanderer und Naturliebhaber dort erwartet.

Die Schwarzwald Tourismus GmbH entwickelt ein dezentrales Hotelkonzept, das bestehende Dorfstrukturen nutzt und Leerstände reduzieren soll. Das vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt verzichtet auf Neubauten und integriert lokale Betriebe in die touristische Wertschöpfung.

Die Schweiz plant eine zusätzliche Gebühr für Autofahrer, die das Land nur durchqueren. Das Parlament hat einer entsprechenden Transitabgabe für ausländische Reisende zugestimmt. Ein konkreter Zeitpunkt für die Einführung der Transitgebühr steht derzeit noch nicht fest.

Der Nahost-Krieg bringt Bewegung in den Reisemarkt: Urlauber meiden einzelne Regionen, wählen andere Ziele und müssen sich womöglich auf steigende Preise einstellen.

Eine aktuelle Analyse des Reiseportals Opodo belegt für das Frühjahr 2026 eine starke Nachfrage nach Reisen zwischen Deutschland und Südeuropa. Während Spanien das Hauptziel deutscher Urlauber bleibt, stellen Spanier gleichzeitig die größte Gruppe internationaler Gäste in deutschen Metropolen dar.

Eine aktuelle Auswertung von 1,7 Millionen Online-Rezensionen kürt das Frankenlagune Wellness-Center zur beliebtesten Therme Deutschlands. Während bayerische und norddeutsche Saunen die Spitzenplätze belegen, bilden Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern und Hessen das Schlusslicht des Rankings.

Eine aktuelle Umfrage von Holidu unter 2.500 europäischen Gastgebern weist Deutschland als Spitzenreiter bei der Gästetreue aus. Knapp 70 Prozent der heimischen Vermieter setzen auf Stammkunden und priorisieren dabei den persönlichen Kontakt gegenüber Preisrabatten.

Alltours erweitert seine Eigenmarke Alltoura Club Hotels zur Sommersaison 2026 um zwei neue Anlagen auf Kos und Rhodos. Die Hotels setzen auf ein umfassendes All-inclusive-Konzept mit Fokus auf Sport, Wellness und Kinderbetreuung.