Mecklenburg-Vorpommern lässt Berliner Touristen weiterhin einreisen

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Ungeachtet der hohen Corona-Infektionszahlen in einzelnen Berliner Stadtbezirken bleibt Mecklenburg-Vorpommern für alle Besucher aus der Bundeshauptstadt uneingeschränkt offen. Wie eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montag in Schwerin sagte, werde Berlin bei der Risikobewertung weiterhin als Ganzes betrachtet. Einreisebeschränkungen oder Quarantäne für Rückkehrer würden demzufolge erst dann wirksam, wenn Berlin als Stadtstaat insgesamt mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen aufweise. Nach jüngsten Berechnungen liegt der Durchschnittswert für Berlin unter 40.

Damit fährt Mecklenburg-Vorpommern, das im Frühjahr wegen seiner restriktiven Einreiseverbote für Touristen Kritik auf sich gezogen hatte, einen weicheren Kurs als das Nachbarland Schleswig-Holstein (Tageskarte berichtete). Die Landesregierung in Kiel hat inzwischen vier Stadtbezirke im Zentrum - Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Neukölln und Tempelhof-Schöneberg - als Risikogebiet im Inland ausgewiesen, nachdem dort der Schwellenwert überschritten worden war. Damit gilt für Urlauber aus diesen Bezirken oder schleswig-holsteinische Rückkehrer von dort, dass sie sich 14 Tage in Quarantäne begeben oder zwei negative Corona-Tests innerhalb von fünf Tagen vorweisen müssen.

Die Corona-Landesverordnung Mecklenburg-Vorpommerns besagt, dass Touristen aus Risikogebieten nur dann einreisen dürfen, «wenn ein ärztliches Zeugnis vorhanden ist, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorliegen». Dieses Attest darf aber nicht älter als 48 Stunden sein. Dennoch besteht die Verpflichtung, sich unverzüglich für 14 Tage häuslich abzusondern. Die Quarantäne kann durch das zuständige Gesundheitsamt verkürzt werden, wenn eine weitere
PCR-Testung nach 5 bis 7 Tagen ebenfalls negativ ausfällt.

Neben den vier Berliner Stadtbezirken weist das Robert-Koch-Institut aktuell auch die Städte Hamm und Remscheid in Nordrhein-Westfalen sowie den Landkreis Vechta in Niedersachsen als deutsche Risikogebiete aus. (dpa)


 

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