Mecklenburg-Vorpommern lässt Tagestouristen wieder rein

| Tourismus Tourismus

Mecklenburg-Vorpommern lockert zum Ende der Ferienzeit die Corona-Schutzvorschriften für auswärtige Gäste und die heimische Bevölkerung. Wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin mitteilte, können vom 4. September an auch Tagestouristen aus anderen Bundesländern wieder in den Nordosten kommen. Bislang gelten solche Ausflüge als illegal und können mit Bußgeldern von bis zu 2000 Euro belegt werden. 

Zudem sollen ab Oktober wieder Märkte ohne Besucherbeschränkungen möglich sein und Kinos sowie Theater von den strengen Abstandsgeboten für Besucher befreit werden. Die weitgehende Maskenpflicht aber bleibt weiterhin bestehen.

Das Land habe den Sommer über täglich etwa 400 000 Urlaubsgäste beherbergt, ohne dass sich das geringe Infektionsgeschehen erhöht habe, konstatierte Schwesig. Zudem seien der Schulstart und die vollständige Öffnung der Kitas Anfang August trotz der fortwährenden Corona-Pandemie gut geglückt. «Wir haben festgestellt, dass unser Land weiter gut und sicher durch diese Krise kommt, mit den geringsten Infektionen. Deshalb sind weitere Öffnungen und Lockerungen möglich», erklärte die Regierungschefin. Am Dienstag hatte das Landesamt für Gesundheit und Soziales eine Corona-Neuinfektion registriert.

Der rigide Ausschluss von Tagestouristen hatte der Landesregierung in Schwerin nicht nur Kritik potenzieller Besucher eingebracht, sondern auch vom Nachbarland Schleswig-Holstein. Dort waren die Strände im Hochsommer wegen fehlender Alternativen oft überfüllt. Sprecher mehrerer Parteien in Kiel begrüßten daher die Öffnung für Tagestouristen als längst überfällig. Auch Privatbesuche von auswärtigen Freunden sind laut Schwesig von Mitte kommender Woche wieder erlaubt.

Laut Schwesig werden im kommenden Monat bis zu 75 000 Tagesgäste pro Tag erwartet. Diese Zahl decke sich in etwa mit dem saisonbedingten Rückgang der Übernachtungsgäste im Land. Besucher mit fest gebuchten Unterkünften hatten schon seit Mai kommen dürfen. Dennoch verzeichnete die Tourismusbranche im Nordosten für das erste Halbjahr ein Gäste-Minus zum Vorjahreszeitraum von 46 Prozent. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die dänische Hauptstadt will nachhaltigen Tourismus fördern. Dafür wurde das Programm CopenPay entwickelt, das es nach zwei Sommerdurchläufen künftig ganzjährig gibt. Wie kann man profitieren?

Kaum öffnet Terminal 3 am Frankfurter Flughafen, schließt Terminal 2. Der Bereich wird grundlegend erneuert und bleibt für einige Jahre außer Betrieb. Für Passagiere soll sich dann viel ändern.

Der Merian Verlag hat in München erstmals seine neuen Branchenpreise an sieben ausgewählte Destinationen, Hotels und Akteure der internationalen Tourismuswirtschaft verliehen. Unter den Preisträgern befinden sich unter anderem die Stadt Göteborg, das Brenners Park-Hotel und die MSC Group.

Eine Umfrage zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Generationen bei der Bewertung der Flugetikette. Während jüngere Passagiere bei Körperhygiene und Smartphone-Nutzung an Bord weitaus toleranter sind, weisen ältere Reisende eine wesentlich geringere Akzeptanz für dieses Verhalten auf.

Eine Auswertung der Gästebefragung T-MONA zeigt, wer im Sommer nach Österreich reist, wie hoch die Ausgaben ausfallen und welche Faktoren bei der Wahl von Reiseziel und Unterkunft eine Rolle spielen.

Schöne Marineschiffe, tolle Flugzeuge, imposanter Zug? Schnell ein Foto gemacht - und dann klicken die Handschellen? Warum Touristen Verbotsschilder im Urlaub unbedingt erst nehmen sollten.

Neue Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen deutliche Unterschiede bei den Kosten für Restaurant- und Hoteldienstleistungen in Europa. Besonders in mehreren südeuropäischen Ländern liegt das Preisniveau deutlich unter dem deutschen Vergleichswert.

Brandgeruch im Tower, Nachtflugverbot ausgesetzt: Am Flughafen München brauchen Reisende zum Ende der Pfingstferien Geduld.

Die Kreuzfahrt ist ein Massengeschäft geworden, auch dank der Rostocker Reederei Aida Cruises. Die Passagierzahlen steigen und steigen. Gleichzeitig setzen neue Auflagen die Branche unter Druck.

UN Tourism registrierte im ersten Quartal 2026 weltweit 307 Millionen internationale Touristenankünfte. Gleichzeitig erwartet die Organisation aufgrund des Nahostkonflikts und steigender Reisekosten eine Abschwächung des Wachstums im weiteren Jahresverlauf.