Mediziner warnen vor zweiter Corona-Welle in der Urlaubszeit

| Tourismus Tourismus

Mit Blick auf fortschreitende Lockerungen und die bevorstehende Urlaubszeit erinnern Experten an das Risiko eines erneuten Anstiegs von Corona-Neuinfektionen. Aktuell sähen die Infektionszahlen zwar gut aus, sagte der Arzt und Gesundheitsforscher Max Geraedts von der Universität Marburg der Deutschen Presse-Agentur dpa. Wenn Menschen jedoch wieder vielerorts eng zusammenkämen, etwa in Bars, könnte das dennoch ausreichen, «um wieder einen starken Anstieg loszutreten».

Gerade die Reisezeit berge zudem das Risiko, dass sich das Virus noch flächendeckender ausbreite als bislang schon, erklärte Geraedts - also auch an Orte, die bislang verhältnismäßig verschont geblieben sind.

Auch Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen erklärte: «Wenn man sich veranschaulicht, dass nur ein sehr geringer Bevölkerungsanteil bisher immun sein dürfte, so ist klar, dass das Virus sich schnell auch wieder ausbreiten kann, wenn die Bedingungen dafür stimmen.» Gleichzeitig verwies auch er darauf, dass die Infektionszahlen derzeit nicht nur in Deutschland, sondern auch in Reiseländern im Mittelmeerraum glücklicherweise rückläufig seien.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Corona-Fälle im Center-Parc im Allgäu

In der Allgäuer Ferienanlage von Center Parcs sind drei Menschen mit Covid-19 infiziert. Einige Fragen sind noch offen. Die Verantwortlichen in Leutkirch betonen, dass mit einem größeren Ausbruch nicht zu rechnen sei.

EcoTrophea: Wie kann Digitalisierung nachhaltigen Tourismus fördern?

„Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ so lautet das Schwerpunktthema der EcoTrophea 2020​​​​​​​, der Auszeichnung für Umweltschutz und soziale Verantwortung im Tourismus, die der DRV ab sofort auslobt. Initiativen und Unternehmen sind eingeladen, sich bis zum 30. September zu bewerben.

Urlaub abgesichert: Pauschal oder Individual?

Wer bringt Urlauber im Ernstfall nach Hause? An wen können sie sich wenden, wenn im Urlaub etwas schief läuft? Nicht nur, aber gerade wegen Corona sind das wichtige Fragen. Es kommt auf die Reiseform an.

Bundesrepublik jetzt größter Anteilseigner bei Lufthansa

Die Bundesrepublik ist nun größter Anteilseigner an der Deutschen Lufthansa AG und hält 20,05 Prozent der Aktien an dem MDax-Konzern. Österreich darf der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines mit einer Finanzspritze von 150 Millionen Euro helfen.

Verpasster Urlaubsflug wegen Zugverspätung - Veranstalter muss zahlen

Reisende können bei der Planung für den Urlaubsflug grundsätzlich auf die Einhaltung der Fahrtzeiten der Bahn vertrauen. Wegen einer Zugverspätung traf eine Familie zu spät am Check-In-Schalter ein, musste 2200 Euro für Umbuchungen bezahlen und verklagte den Veranstalter.

Bali will im September für ausländische Touristen öffnen

Die beliebte Urlaubsinsel Bali in Indonesien wird nach dem Corona-Lockdown voraussichtlich im September wieder ausländische Touristen empfangen. Ende Juli dürfen zunächst Urlauber aus anderen Teilen Indonesiens wieder einreisen.

Umweltministerium und DEHOGA Rheinland-Pfalz werben für naturnahe Reiseziele

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken wirbt für naturnahes und nachhaltiges Reisen in der Corona-Pandemie. Dazu traf sie sich nun mit Hoteliers und Gastronomen aus der Region sowie rheinland-pfälzischen DEHOGA-Vertretern.

Chancen für Türkei-Reisen steigen

Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht wachsende Chancen für ein Aufheben der coronabedingten Reisewarnung für die Türkei. Das Land müsse genauso beurteilt werden wie andere Urlaubsländer.

Andrang ohne Ansturm: Strände und Straßen mit überraschend viel Platz

Die Ferien haben begonnen. So mancher fürchtete Wagenkolonnen auf den Autobahnen und wegen Überfüllung gesperrte Strände. Doch der erste Tag des großen Sommerferien-Wochenendes blieb weitgehend entspannt.

Erste Staats-Milliarde bei Lufthansa eingetroffen

Bei der Lufthansa sind erste Finanzmittel aus der deutschen Staatshilfe eingetroffen. Gut eine Woche nach Zustimmung der Hauptversammlung zu dem Rettungspaket hat der MDax-Konzern die erste Tranche von rund einer Milliarde Euro aus dem KfW-Kredit abgerufen.