Messeverband fordert Antigen-Tests statt Quarantäne

| Tourismus Tourismus

Die Weltmesseorganisation UFI (Union des Foires Internationales) hat sich für eine Rückkehr in den Messebetrieb unter Einbeziehung von sogenannten Antigen-Tests ausgesprochen. «Diese schnellen Tests liefern die beste Lösung, um ein sicheres Umfeld für geschäftliche Veranstaltungen zu schaffen», sagte UFI-Präsidentin Mary Larkin. Sie appellierte an Regierungen, in der Geschäftswelt eine «Testen vor Quarantäne»-Strategie zu befolgen.

Bei Antigen-Tests werden in Abstrichproben charakteristische Viren-Proteine erkannt. Die Methode gilt zwar als weniger zuverlässig als viele der bislang üblichen PCR-Tests auf Viren-Erbgut, dafür aber oft als schneller und günstiger. Erste Antigen-Tests für die Anwendung durch medizinisches Fachpersonal sind in Deutschland bereits auf dem Markt.

Handelsmessen und Ausstellungen seien organisierte Veranstaltungen und keine unorganisierten Massen-Zusammenkünfte, sagt Larkin. In den vergangenen Monaten hätten vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Europa viele Handelsmessen unter Einhaltung von Schutzbestimmungen stattgefunden. «Keine einzige davon hat einen Covid-Ausbruch verursacht», so Larkin. Damit die weltweite Wirtschaft sich erholen und einzelne Branchen neu starten könnten, seien für die Geschäftswelt klare und verlässliche Regeln für die nächsten Monate notwendig.

Die UFI ist nach eigenen Angaben ein weltweiter Verband der Messe-Branche mit 800 Mitglieds-Organisationen in 88 Ländern. Sie hat ihren Sitz in Paris. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für den Wettbewerb „NaturMomente“ von Airbnb und dem Deutschen Tourismusverband sind 521 gültige Bewerbungen eingegangen, mehr als die Hälfte davon aus Ostdeutschland. Insgesamt steht eine Million Euro zur Unterstützung ländlicher Tourismusprojekte bereit.

Ryanair will ab April 2027 alle Bremen-Flüge einstellen und im Winter 2026 sein Sitzplatzangebot in Berlin halbieren. Insgesamt kündigt die Fluggesellschaft für Deutschland 700.000 Sitzplätze weniger als im Vorjahreswinter an.

Tagesgäste trugen 2025 einer dwif-Studie zufolge rund 2,72 Milliarden Euro und damit etwa die Hälfte zum touristischen Bruttoumsatz in Brandenburg bei. Insgesamt erzielte die Tourismus- und Freizeitwirtschaft des Landes 5,46 Milliarden Euro.

Soziale Medien beeinflussen die Reiseplanung der Deutschen zunehmend. Gleichzeitig posten sie seltener beschönigende Beiträge und verzichten im Urlaub häufiger vollständig auf soziale Netzwerke als Reisende in den übrigen untersuchten Ländern.

Reisepässe und Personalausweise haben persönliche Informationen nicht nur aufgedruckt, sondern auch auf einem Chip gespeichert. Manche Reisende machen sich Sorgen, ob genau dieser Chip nicht heimlich ausgelesen werden könnte.

Airbnb hat die Entwicklung der Suchanfragen nach naturnahen Reisezielen in Deutschland für den Herbst 2026 ausgewertet. Besonders stark gestiegen ist das Interesse an Orten im Schwarzwald, in der Eifel und an der Ostseeküste.

Der Flughafen Münster/Osnabrück führt 2026 das deutsche Flughafen-Ranking von Fit Reisen an. Auch im europäischen Vergleich schneiden kleinere Airports vielfach besser ab als große Drehkreuze.

Das Erstarken der AfD nach der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat Folgen für das Urlaubsland. Das zeigen Rückmeldungen von Gästen. Wie Touristiker darauf reagieren.

Die Nordseeküste meldet stabile Nachfrage, Usedom eine gute bis sehr gute Buchungslage. Im Harz fällt die Nachfrage regional schwächer aus. Nach Angaben der von dpa befragten Touristiker sind weiterhin Unterkünfte verfügbar.

 

Der Bundeswettbewerb Nachhaltige Tourismusdestinationen geht in die vierte Runde. Ab sofort können sich Tourismusorganisationen aus Orten, Regionen und Städten in ganz Deutschland bewerben, die an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Destinationsentwicklung arbeiten.