Mubadala Capital legt Übernahmeangebot für Pierre & Vacances-Center Parcs vor

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Pierre & Vacances-Center Parcs hat nach eigenen Angaben ein vollständig finanziertes, verbindliches Angebot von Mubadala Capital für sämtliche ausstehenden Wertpapiere des Unternehmens erhalten. Wie der Ferien- und Freizeitkonzern am 22. Juni 2026 mitteilte, habe der Verwaltungsrat das Angebot in einer Sitzung am 19. Juni 2026 einstimmig positiv aufgenommen. Die geplante Transaktion stehe jedoch noch unter mehreren Bedingungen.

Verwaltungsrat begrüßt Angebot unter mehreren Vorbehalten

Nach Angaben des Unternehmens erfolgte das Angebot im Rahmen einer strategischen Überprüfung, die der Konzern im Juni 2025 eingeleitet habe. Mubadala Capital wolle sämtliche ausstehenden Wertpapiere von Pierre & Vacances durch ein freiwilliges Barübernahmeangebot erwerben. Sollte das Vorhaben umgesetzt werden, sei zudem ein Ausschluss verbleibender Minderheitsaktionäre sowie ein Börsenrückzug vorgesehen.

Der Verwaltungsrat verweist darauf, dass das Angebot zunächst von der Zustimmung wesentlicher Aktionäre abhänge. Bis zum 17. Juli 2026 müssten Zusagen von Anteilseignern vorliegen, die zusammen mindestens 80 Prozent des ausstehenden Aktienkapitals repräsentieren. Erst wenn diese Voraussetzung erfüllt sei, könne die Transaktion weiterverfolgt werden. Das Unternehmen betont, dass derzeit keine Gewissheit bestehe, ob das Vorhaben tatsächlich zustande komme.

Angebot bewertet Aktien mit bis zu zwei Euro

Für die Stammaktien von Pierre & Vacances sieht das Angebot nach Unternehmensangaben einen Preis von 1,90 Euro je Aktie einschließlich einer geplanten Sonderausschüttung vor. Nach Auszahlung dieser Ausschüttung in Höhe von 0,11 Euro je Aktie würde der Angebotspreis bei 1,79 Euro je Aktie liegen. Sollte Mubadala Capital im Anschluss sämtliche Wertpapiere übernehmen und den Konzern von der Börse nehmen können, sei ein zusätzlicher Aufschlag von 0,10 Euro je Aktie vorgesehen. Daraus ergäbe sich ein Gesamtwert von 2,00 Euro je Aktie.

Darüber hinaus umfasst das Angebot weitere Wertpapierklassen des Unternehmens. Dazu zählen Aktionärs- und Gläubigeroptionsscheine sowie nicht börsennotierte Vorzugsaktien, die im Rahmen eines Managementbeteiligungsprogramms beziehungsweise der Konzernrestrukturierung im Jahr 2022 ausgegeben wurden. Für diese Instrumente seien jeweils gesonderte Kaufpreise und mögliche Aufschläge vorgesehen.

Größte Anteilseigner signalisieren Unterstützung für Vorhaben

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, hätten Vertreter der größten Anteilseigner Fidera Limited, Benefit Street Partners und Pastel Holding im Verwaltungsrat ihre Unterstützung für die vorgeschlagene Transaktion erklärt. Zusammen hielten diese Investoren 58,6 Prozent des ausstehenden Aktienkapitals.

Für die Prüfung des Vorhabens habe der Verwaltungsrat zudem einen unabhängigen Sonderausschuss eingerichtet. Als externer Gutachter sei das Beratungsunternehmen Finexsi bestellt worden. Dessen Aufgabe bestehe darin, eine Fairness Opinion zu den finanziellen Bedingungen des geplanten Übernahmeangebots vorzulegen.

Einreichung des Angebots frühestens im Jahr 2027 vorgesehen

Nach Angaben von Pierre & Vacances könnte die formale Einreichung des Übernahmeangebots im ersten Quartal 2027 erfolgen. Voraussetzung seien unter anderem kartellrechtliche Genehmigungen, Freigaben im Zusammenhang mit Investitionskontrollen und ausländischen Subventionen sowie die Zustimmung der Aktionäre zur geplanten Sonderausschüttung. Zudem müssten bestehende Finanzierungsvereinbarungen entsprechende Ausnahmen zulassen.

Die Pierre & Vacances-Center Parcs Gruppe betreibt nach eigenen Angaben mit den Marken Pierre & Vacances, Center Parcs, Maeva und Adagio mehr als 45.000 Apartments, Häuser und Villen an 330 Standorten in Europa. Im Geschäftsjahr 2024/2025 habe das Unternehmen nahezu acht Millionen Gäste begrüßt und einen Umsatz von 1,946 Milliarden Euro erzielt.

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