Nachfrage bei Flugreisen meist noch unter Vorkrisenniveau

| Tourismus Tourismus

Auch das Jahr 2021 stand unter dem Zeichen der Corona-Pandemie. Das, was von vielen "das neue Normal" genannt wird, war auch in diesem Jahr Realität für alle. Um unter den neuen Umständen funktionsfähig zu bleiben, hat die Touristik Konzepte entwickelt, Filter installiert, ihr Personal geschult - und so Reisen wieder möglich gemacht. Von einer Erholung der Lage kann allerdings keine Rede sein, wie die jährliche Auswertung (PDF) des Flugpreisvergleiches flug.idealo.de zeigt.

Nachfrage bei Flugreisen meist noch unter Vorkrisenniveau

Für die meisten der in diesem Jahr gefragten Ziele stellt idealo in der Datenauswertung eine Nachfrage fest, die spürbar unter dem Niveau von 2019 liegt. So erreichte beispielsweise Italien nicht mehr als 72 Prozent (Oktober 2021) des Niveaus von 2019 - und steht damit schon vergleichsweise gut da. Selbst in diesem Jahr stärker gefragte Ziele wie Zypern, Mexiko oder auch die Dominikanische Republik verzeichneten vor allem in der ersten Jahreshälfte immer noch starke Verluste.

Zeitweise hohe Nachfrage für einige Destinationen

Allerdings konnten sie im Sommer und Herbst die Nachfrage steigern: So lagen Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate im August 32 Prozent über dem Niveau von 2019, Mexiko im August 43 Prozent und die Dominikanische Republik 90 Prozent über Vorkrisenniveau. Flüge nach Zypern konnten im November einen 156-prozentigen Anstieg in der Nachfrage verzeichnen.

Trendland Mexiko: Niedrige Preise, gestiegene Nachfrage

Die Datenerhebung zeigt zwar, dass größere Preistrends, egal ob Preissteigerungen oder Preisdumping, über das gesamte Jahr kaum zu erkennen sind - dennoch ließen sich vor allem für beliebte Sommerziele wie Mallorca oder Mexiko zum Teil deutlich geringere Preise als noch 2019 ermitteln: Für einen Hin- und Rückflug nach Mexiko mussten Reisende in diesem Jahr durchschnittlich 21 Prozent weniger zahlen als noch 2019. Waren Flüge 2019 selten unter 500 Euro zu bekommen, gab es diese 2021 zum Teil schon für unter 350 Euro.

Prognosen 2022

Mexiko war aber nicht nur 2021 ein beliebtes Reiseziel, sondern belegt auch in den Trends für 2022 einen Platz unter den Top-5-Destinationen, die schon jetzt für die Osterferien gebucht werden. Neben Mexiko werden auch die USA im nächsten Jahr eine Rolle spielen: New York, Los Angeles und Miami sind schon jetzt gefragte Ziele für die Oster- und Sommerferienzeit. In Europa wird wenig überraschend der Mittelmeerraum mit z.B. Mallorca, Kreta oder Split nachgefragt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Griechenland bleibt trotz Krisen Magnet für Urlauber, während Zypern um Vertrauen wirbt. Was die geopolitische Lage für Ihre Sommerpläne bedeutet – und wo es Hoffnung auf Erholung gibt.

Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer feiert 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mittendrin in diesem so wichtigen Lebensraum liegen die sieben Ostfriesischen Inseln. Und das frisch rezertifiziert als Partner der Nationalparkverwaltung.

Kerosin kostet infolge des Iran-Kriegs viel mehr. Das geht auch an Urlaubern nicht spurlos vorbei, denn es hat Auswirkungen auf die Reisepreise. Auch nachträgliche Erhöhungen können rechtens sein.

Das Kabinenpersonal von Deutschlands größter Airline ist zum Streik aufgerufen. Welche Flüge betroffen sein können und welche Rechte betroffene Reisende haben - der Überblick.

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Cook’s Club und Casa Cook.

Die Urlaubsinsel Capri führt eine «Anti-Belästigungs-Verordnung» ein: Aufdringliches Ansprechen von Touristen, Flyer oder Lockangebote in Restaurants werden jetzt mit bis zu 500 Euro Strafe geahndet.

Flusskreuzfahrten als Impuls für Hamburgs City: Neue Anleger mit guter Anbindung für Touristen, die Geld in Restaurants und Läden lassen sollen. Rot-Grün will Flusskreuzfahrten für die Stadt nutzen.

Venedig kostet seit letztem Freitag wieder Eintritt: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Terminen bis Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt dieses Jahr erneut zur Kasse gebeten.

Krisen wie im Nahen Osten bringen Urlaubspläne ins Wanken: Laut einer Umfrage ändern 16 Prozent der Deutschen mit Plänen für Ostern oder die kommenden drei Monate ihre Reise – einige verzichten ganz.

Die Lufthansa bekennt sich endlich zu ihrer vollständigen Geschichte. Doch zum 100. Jahrestag des Erstflugs steht das Unternehmen nicht allzu glänzend da. Neue Turbulenzen zeichnen sich ab.