Nachfrage nach Ferienimmobilien steigt

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Nie suchten so viele Menschen auf Google nach käuflich zu erwerbenden Ferienobjekten als im Krisenjahr 2020. Zahlreiche Interessenten lassen der Recherche auch Taten folgen: Gegenüber dem Vorjahr besitzen 21,15 Prozent mehr Deutsche eine Ferienimmobilie. Dies geht aus einer neuen „Handelskontor“-Infografik hervor.

Während im vergangenen Jahr 1,04 Bundesbürger ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung besaßen, sind es inzwischen bereits 1,26 Millionen. Wie die Infografik aufzeigt, sank im gleichen Zug die Anzahl an gewerblich vermieteten Ferienobjekten. Immer mehr setzen folglich auf selbstgenutzte Immobilien.

Der Google-Trend-Score für das Suchbegriffspaar „Ferienhaus Kaufen“ notierte im August auf dem größtmöglichen Wert von einhundert. Der Score gibt das relative Suchaufkommen an. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum notierte der Score knapp 54 Prozent höher.

Indes zeigt die Erhebung, dass die Immobilienpreise auch während der Pandemie weiter zulegen. Im 2. Quartal lag der „Empirica“-Preisindex für Immobilien deutschlandweit bei 174 Punkten. Im Vorjahresquartal waren es noch 147. Der Anstieg schlägt mit 18,4 Prozent zu Buche.

Ähnliches gilt auch für Immobilien Aktien. Während der branchenübergreifende Leitindex DAX sogar 0,2 Prozent niedriger als noch vor einem Jahr notiert, kletterte der Börsenwert von Deutsche Wohnen bis zu 22,2 Prozent nach oben. Die Marktkapitalisierung des ebenfalls im DAX gelisteten Immobilienkonzerns Vonovia stieg hingegen um 20,8 Prozent. Betongold zeigte sich in der Krise nicht nur resistent, mehr noch: sogar als überaus renditestark.

„Die Nachfrage nach Ferienimmobilien erhöhte sich im Angesicht von Kontakt- und Reisebeschränkungen erheblich“, so Handelskontor-Herausgeber Raphael Lulay. „Besonders groß ist der Nachfrageanstieg in den Urlaubsregionen an der Ost- und Nordsee sowie im Bayerischen Wald“. 


 

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