Neuer Internetauftritt für Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“

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Anfang März ist der neu gestaltete Internetauftritt des bundesweiten Kennzeichnungs- und Informationssystems „Reisen für Alle“ vorgestellt worden. Nach Angaben der Verantwortlichen richtet sich die überarbeitete Website sowohl an touristische Betriebe als auch an Reisende.

Unternehmen erhalten demnach übersichtlichere Informationen zum Kennzeichnungssystem sowie Hinweise, wie sie sich an der Initiative beteiligen können. Gleichzeitig soll die neue Darstellung bereits geprüften Angeboten eine stärkere Präsenz verschaffen.

Reisende wiederum sollen über den Internetauftritt verlässliche Informationen zur Barrierefreiheit touristischer Angebote erhalten. Ziel sei es, die vorhandenen Informationen leichter zugänglich zu machen und die Orientierung zu erleichtern.

Barrierefreier Tourismus gewinnt an Bedeutung

Nach Angaben der Initiatoren zählt barrierefreier Urlaub zu den wachsenden Segmenten im Tourismus. Als ein wesentlicher Grund wird der demographische Wandel genannt. Wenn Betriebe Barrieren abbauen, profitieren laut den Verantwortlichen nicht nur Menschen mit Behinderung von entsprechenden Angeboten.

Auch Familien und ältere Reisende würden sich stärker angesprochen fühlen, wenn touristische Einrichtungen ihre Bedürfnisse berücksichtigen. Der Abbau von Barrieren kann damit eine breitere Zielgruppe im Tourismus erreichen.

Einheitliche Kennzeichnung für barrierefreie Angebote

Das Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ gilt nach Angaben der Betreiber als bundesweit gültige Barrierefreiheitskennzeichnung im Tourismus. Im Rahmen des Systems werden sämtliche Barrierefreiheitsmerkmale eines Betriebes erfasst und dokumentiert.

Die Erhebung erfolgt laut Systembeschreibung durch geschulte Prüfer direkt vor Ort. Die festgestellten Merkmale werden anschließend anhand klar definierter und einheitlicher Kriterien bewertet. Ziel ist es, transparente Informationen über die Zugänglichkeit touristischer Einrichtungen bereitzustellen.

Entstehung aus Brancheninitiative

Das System „Reisen für Alle“ wurde ursprünglich als gemeinsames Projekt verschiedener Organisationen entwickelt. Nach Angaben der Initiatoren entstand das Kennzeichnungssystem als durch das Bundeswirtschaftsministerium unterstütztes Projekt des Deutschen Seminars für Tourismus und des Vereins NatKo.

Grundlage war eine Zielvereinbarung zwischen dem DEHOGA, dem Hotelverband Deutschland (IHA) und fünf großen Behindertenverbänden.

Heute wird das Kennzeichnungs- und Informationssystem nach Angaben der Verantwortlichen von der Bayern Tourist GmbH betrieben und verantwortet. In die Weiterentwicklung seien sowohl Vertreter der Tourismuswirtschaft als auch Behindertenverbände eingebunden.

Mit dem neuen Internetauftritt soll das System nach Angaben der Betreiber besser zugänglich und transparenter dargestellt werden. Gleichzeitig sollen touristische Betriebe einfacher nachvollziehen können, wie sie ihre Angebote im Rahmen der Kennzeichnung prüfen lassen können.


 

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