Neustart für Öger Tours und Bucher Reisen

| Tourismus Tourismus

Knapp zwei Monate nach dem Aus für die deutsche Thomas Cook, sind die beiden früheren Töchter Öger Tours und Bucher Reisen neu gestartet. Urlaube mit dem Türkeispezialisten Öger Tours und dem Last-Minute-Anbieter Bucher seien im Reisebüro wieder buchbar, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Die Unternehmen mit insgesamt 84 Mitarbeitern sind nach der Übernahme durch die türkische Anex Group Teil der deutschen Anex Tour.
«Bucher Reisen und Öger Tours haben weiterhin ein gutes Image», sagte Murat Kizilsaç, Geschäftsführer der Anex Tour der Deutschen Presse-Agentur. Hoteliers und Reisebüros hätten Interesse an einer Kooperation mit den Veranstaltern unter dem Dach von Anex Tour. «Langjährige Hotelpartner haben bereits signalisiert, wieder mit uns zusammen arbeiten zu wollen», sagte der Manager.

Wie es mit der ebenfalls von der türkischen Gruppe erworbenen Traditionsmarke Neckermann Reisen weitergeht, steht dagegen noch nicht im Detail fest. «Wir denken derzeit darüber nach, wie wir Neckermann wieder auf dem deutschen Markt einführen», sagte Kizilsaç. Ein Neustart sollte nach seiner Einschätzung möglichst bald erfolgen.

Der Manager ist zuversichtlich, dass Öger Tours, Bucher Reisen und die deutsche Anex das von Konzernchef Neşet Koçkar ausgegebene Ziel von insgesamt einer Million Urlauber innerhalb von drei Jahren erreichen werden. Er geht zudem davon aus, dass die deutsche Anex im laufenden Reisejahr 2019/2020 die Gewinnschwelle erreichen wird. Im Geschäftsjahr 2017/18 (30.9.2018) hatte das Unternehmen, das seit 2017 auf dem deutschen Markt tätig ist, einen Verlust von rund 34 Millionen Euro ausgewiesen bei einem Umsatz von 98 Millionen Euro, wie aus dem jüngst veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht.

Die deutsche Thomas Cook war in den Sog der Pleite der britischen Mutter geraten und hatte Ende November den Geschäftsbetrieb eingestellt. Teile des Unternehmens wurden verkauft. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Unter dem Motto „Heritage meets innovation in the Green Heart of Germany“ lädt die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) vom 20. bis 23. September 2026 gemeinsam mit der Thüringer Tourismus GmbH zum Thuringia Travel Summit nach Erfurt.

Eine aktuelle Datenanalyse beleuchtet die wirtschaftliche Bedeutung deutscher Touristen für die Gastronomie und Hotellerie in europäischen Reisezielen im Sommer 2026.

Auf dem Tegernsee ist das erste elektrische Passagierschiff in Betrieb genommen worden. Die neue „Gmund“ bietet Platz für bis zu 180 Fahrgäste und verfügt laut dpa über eine Batteriekapazität für rund zehn Stunden Fahrbetrieb.

 

Der Tourismus in Sachsen kommt nach neu berechneten Daten auf einen Bruttoumsatz von 9,8 Milliarden Euro und eine Wertschöpfung von rund 4,6 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen zudem Gästeankünfte und Übernachtungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Schiefe Turm von Bad Frankenhausen ist mittlerweile schiefer als der Turm von Pisa und nach einer Sicherung und dem Ausbau als Besucherzentrum für Gäste eröffnet worden. Das Projekt kostete rund 14,5 Millionen Euro und soll die touristische Entwicklung der Kyffhäuserregion stärken.

Uber bietet im September erstmals Tagesausflüge mit dem sogenannten Weintaxi von Frankfurt in den Rheingau an. An vier Wochenenden stehen täglich vier Fahrzeuge für Touren zu Weingütern im Rheingau zur Verfügung.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat Booking.com verklagt. Streitpunkt ist die Weiterleitung bei „Flug + Hotel“-Angeboten zu lastminute.com der COMVEL GmbH, die nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht ausreichend deutlich gemacht wird.

Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten sind auch drei Deutsche.

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.