Nord- und Ostsee - Hoteliers freuen sich über gute Buchungsnachfrage an Pfingsten

| Tourismus Tourismus

Die Touristikerinnen und Touristiker in Schleswig-Holstein sind mit der Buchungsnachfrage zu den Pfingstferien grundsätzlich zufrieden. Allerdings gestalte sich die Lage von Region zu Region und von Tag zu Tag recht unterschiedlich, teilte die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH) mit. Mancherorts wird demnach vermutet, dass aus Kostengründen an Kurzurlauben gespart wird.

Anderenorts werden, bei ohnehin schon guter Auslastung, weitere spontane Buchungen erwartet – gerade bei guten Wetterprognosen. Für den Sommer rechnen viele Tourismusorganisationen in Schleswig-Holstein den Angaben zufolge mit einer ähnlich guten Auslastung wie in den Jahren 2022 beziehungsweise 2019.

Für Kurzentschlossene gibt es laut TASH in Schleswig-Holstein aber noch Unterkünfte in fast allen Kategorien. Je näher die Ferien rücken, desto mehr Flexibilität sei allerdings gefragt in Bezug auf Ort und Unterkunft.

In Büsum (Kreis Dithmarschen) etwa liegt die Belegung über Pfingsten bei mehr als 90 Prozent und auch die Auslastung in den Sommerferien beträgt bereits zwischen 80 und 90 Prozent. In Husum liegt die Zahl der Buchungen für Pfingsten dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Auffällig ist hier den Angaben zufolge die Menge der Einzelreisenden. Außerdem werden viele Anreisen mit der Bahn registriert, was unter anderem auf das Deutschlandticket zurückgeführt wird.

Auf Föhr sind über Pfingsten und den Monat Juni bis Anfang Juli etwa 85 Prozent der Unterkünfte belegt. Danach steigt die Auslastung auf mehr als 90 Prozent. Auch Sylt ist demnach in den nächsten Wochen gut gebucht, aber nicht ausgebucht. Freie Unterkünfte gibt es noch in allen Insel-Orten und Kategorien.

In St. Peter-Ording ist die Auslastung der Hotels über Pfingsten auf dem Vorjahresniveau. Im Ferienwohnungsbereich ist aktuell noch ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Insgesamt werden aufgrund der guten Wetterprognose allerdings noch einige kurzfristige Buchungen erwartet.

Auch die von der TASH befragten Touristiker an der Ostsee sind größtenteils zufrieden. In den Grömitzer Hotelbetrieben ist die Buchungslage mit 90 bis 95 Prozent Auslastung über Pfingsten demnach sehr gut. Die Haupt- und Sommerferienzeit von Mitte Juli bis Mitte August ist nahezu ausgebucht. Auch große Vermittlungsbüros im Ort bestätigen die gute Buchungslage für diesen Zeitraum.
In Heiligenhafen wird die Buchungslage zu Pfingsten ebenfalls als höchst zufriedenstellend angesehen.

Auch im Binnenland ist die Buchungslage gut, wenn auch mehr Unterkünfte und Stellplätze für Camper frei sind, als direkt an den Küsten. In der Holsteinischen Schweiz sind über Pfingsten die Buchungslagen in den Hotels und auf den Campingplätzen eigenen Angaben zufolge sehr gut. Zudem werden hier bei frühsommerlichem Wetter mit einer großen Präsenz von Tagesgästen und Ausflüglern gerechnet.

In Mittelholstein liegt die aktuelle Buchungslage über Pfingsten bei 80 Prozent. Auch an der Schlei ist das Pfingstwochenende bereits gut gebucht, für Kurzentschlossene stehen jedoch noch Unterkünfte zur Verfügung.

In den größeren Städten des Landes - Kiel, Flensburg, Neumünster und Lübeck mit Travemünde ist die Chance, noch eine Unterkunft zu bekommen den Angaben zufolge größer. In Kiel beispielsweise liegt die aktuelle Auslastung an Pfingsten bei rund 60 Prozent. Das im Binnenland liegende Neumünster meldet eine eher zurückhaltende eine Auslastung zu Pfingsten zwischen 21 und 55 Prozent. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Camping gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Laut einer aktuellen Umfrage des ADAC zählt inzwischen jeder Vierte ab 16 Jahren zur Camping-Zielgruppe. Besonders stark gewachsen ist der Anteil in der Altersgruppe der 16- bis 39-Jährigen.

TUI will im Geschäft mit günstigeren Reisen wachsen und setzt dafür auf die neue Low-Cost-Marke Sundeals. Das Angebot ist zunächst auf Großbritannien ausgerichtet und wird ausschließlich online vertrieben. Beim Aufbau greift der Reisekonzern auf Erfahrungen von l’tur zurück.

Früher war der Sommerurlaub immer auch eine Selbstvergewisserung - im Ausland lief vieles nicht so gut wie zu Hause. Heute ist das oft anders. Ein Experte sieht sogar eine Gefahr für die Demokratie.

Im aktuellen PiNCAMP-Ranking für 2026 rücken deutsche Campingplätze stärker in den Fokus der Nutzer. Mit 39 Anlagen in den Top 100 stellt Deutschland die meisten Standorte im europäischen Vergleich.

Während der Branchenverband bundesweit von sinkenden Umsätzen berichtet, ziehen Freizeit- und Erlebnisparks im Norden eine positivere Zwischenbilanz des Sommers. Sie nennen dafür auch Gründe.

Urlaub kann manchmal hektisch werden. Deshalb setzen viele Reisende inzwischen auf Slow Travel. Das bedeutet, dass du weniger Orte bereist, aber dafür mehr Zeit an jedem einzelnen verbringst. Wir stellen dir das Konzept im Folgenden vor.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Rheinland-Pfalz war im ersten Halbjahr so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht sogar einen Boom.

Dänemark erlebt einen Urlauber-Ansturm: Im ersten Halbjahr gab es einen neuen Übernachtungsrekord. Besonders Deutsche zieht es ins Nachbarland – 7,5 Millionen Übernachtungen gingen auf ihr Konto.

Reisende sind der Tourismusbranche beim Einsatz Künstlicher Intelligenz nach Darstellung einer neuen Studie zwei Jahre voraus. Während 54 Prozent der befragten US-Reisenden KI bereits für die Reiseplanung genutzt haben, bieten 22 Prozent der befragten Destination Marketing Organizations entsprechende Funktionen auf ihren Internetseiten an.

Der dritte European Travel Trend Report der Dertour Group belegt das wachsende Interesse an Slow Travel, digitalen Auszeiten und Solo-Reisen. Besonders in Deutschland gewinnen entschleunigte Reiseformen und Alleinreisen stark an Bedeutung.