Österreichs Tourismus verzeichnet Rekordergebnis in Sommervorsaison

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Der österreichische Tourismussektor meldet zum Auftakt der warmen Jahreszeit historische Höchstwerte. Wie die Bundesanstalt Statistik Austria mitteile, belaufe sich die Gesamtzahl der Übernachtungen in den Monaten Mai und Juni auf exakt 22,35 Millionen. Dies entspreche einem Zuwachs von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit erreiche die Branche das stärkste Ergebnis einer Sommervorsaison seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen im Winterhalbjahr 1973/74.

Vertrauensbeweis der Reisenden

Nach Angaben des Bundesministeriums sei der Anstieg maßgeblich auf eine stark steigende Nachfrage aus dem Ausland zurückzuführen. Internationale Gäste hätten in den ersten beiden Sommermonaten insgesamt 15,1 Millionen Übernachtungen generiert, was einem überdurchschnittlichen Plus von 2,9 Prozent entspreche. Besonders markante Zuwächse verzeichne der Markt aus den Vereinigten Staaten von Amerika mit einer Steigerung von 8,4 Prozent. Darüber hinaus bilanziere die Statistik konstante Zuwächse bei Gästen aus Deutschland, den Niederlanden sowie aus der Schweiz und Liechtenstein.

Für Zehetner sind die positiven Zahlen zugleich ein klarer politischer Auftrag: „Gute Zahlen sind kein Grund, sich zurückzulehnen. Unser Anspruch ist, den Betrieben jene Rahmenbedingungen zu geben, die sie brauchen, um erfolgreich wirtschaften und investieren zu können. Dazu gehören weniger Bürokratie, ausreichend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, eine leistungsfähige Infrastruktur und ein Tourismus, der regionale Wertschöpfung über das ganze Jahr hinweg schafft.“

Regionale Netzwerke als wirtschaftlichen Motor konsequent stärken

Im weiteren Verlauf verweist das Ministerium auf die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche als zentraler Wirtschaftsmotor in den Regionen. Von erfolgreichen Beherbergungsbetrieben profitierten gleichermaßen Gastronomie, Handel, Landwirtschaft, Kultur sowie zahlreiche Dienstleister vor Ort. Jede einzelne Übernachtung stehe für Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und wirtschaftliche Kraft in den Bundesländern, weshalb der Tourismus als gemeinschaftliche Teamleistung begriffen werden müsse.

Für die gesamte erste Hälfte des laufenden Jahres ziehe die Behörde eine positive Zwischenbilanz. Mit insgesamt 76,93 Millionen Übernachtungen im ersten Halbjahr erziele Österreich ein weiteres Plus von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Verantwortlichen unterstreichen, dass das Land vor allem durch immaterielle Faktoren wie gelebte Gastfreundschaft, menschliche Kompetenz und ein hohes Sicherheitsgefühl im globalen Wettbewerb bestehe.

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