Paris setzt auf Fahrradtourismus

| Tourismus Tourismus

Paris möchte für Fahrradtouristen attraktiver werden und Besucher verstärkt in Stadtteile abseits der großen Sehenswürdigkeiten locken. Ein «Entdecker-Tourismus» solle Gäste zu verborgenen Attraktionen, Geschäften und Künstlern führen und gleichzeitig überlaufene Viertel wie Montmartre und Marais entlasten, kündigten die Stadt und das Tourismusbüro in Paris an.

Bei einem ersten Paris-Besuch wolle jeder den Eiffelturm sehen, bei späteren Reisen hätten Besucher aber großes Interesse, auch andere Aspekte von Paris kennenzulernen. Die Stadt wolle das Schaffen von Hotels abseits der touristischen Viertel unterstützen und zahlreiche weitere Stationen zum Abstellen von Fahrrädern einrichten. Rund 180 Kilometer weiterer Fahrradwege sollen geschaffen werden.

Die Umgestaltung wichtiger touristischer Bereiche in Paris solle Besuchern künftig mehr Raum bieten, kündigte die Stadt an. Geplant sei dies in der Umgebung der Kathedrale Notre-Dame, die nach einem Brand bis 2024 wieder restauriert sein soll, sowie im unteren Bereich der Champs-Élysées. Auch die Umgebung des Eiffelturms sowie der gegenübergelegene Trocadero-Platz sollten attraktiver gestaltet werden, unter anderem mit einer Gepäckaufbewahrung für Touristen.

Nach der Corona-Pandemie zieht der Tourismus in Paris wieder kräftig an. Nach 38 Millionen Touristen 2019 hofft man in diesem Jahr wieder auf rund 33 Millionen Gäste, sagte die Generaldirektorin des Tourismusbüros, Corinne Menegaux. Gerade teurere Hotels seien bereits wieder sehr gut ausgelastet, der Zustrom aus den USA liege fast wieder auf dem Niveau vor der Krise. Ein Trend sei, dass Besucher etwas länger in der Stadt blieben.

Die Buchungen aus Deutschland für den Sommer liegen noch leicht unter dem Niveau von 2019. Im vergangenen Jahr war Paris für Deutsche nach Daten des Deutschen Reiseverbands das zweitbeliebteste Ziel bei Kurzreisen nach Wien auf Platz eins. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Instituts für Tourismusforschung zeigt eine hohe Reisebereitschaft für den Sommer. Trotz gestiegener Kraftstoff- und Kerosinpreise planen 62 Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise.

Rund zwei Stunden ging nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Welchen Grund der Konzern nannte, was Reisende erlebten und wie lange es wohl noch Verspätungen und Ausfälle geben wird.

Der große Freizeitpark-Check für das Jahr 2026 kürt den südbadischen Europa-Park zum besten Freizeitpark in Deutschland. Neben den Branchenriesen überzeugen im aktuellen Ranking vor allem regionale Familienparks und spezialisierte Anlagen.

Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen - und Verspätungen: Ist die Klimaanlage an Bord defekt, kann es in Flugzeugen schnell unangenehm werden. Was steht Passagieren zu, wenn sich die Kabine unerträglich aufheizt?

Braunwald beendet den klassischen Skibetrieb ab der Wintersaison 2026/27. Die Sportbahnen begründen den Schritt mit anhaltenden Verlusten und veränderten klimatischen Bedingungen, während ein gemeinsamer Zukunftsprozess die weitere touristische Entwicklung der Destination vorbereiten soll.

PiNCAMP meldet Veränderungen im Buchungsverhalten von Campern in Europa. Nach Daten der Plattform wachsen Buchungen im Frühjahr und Herbst stärker als in den klassischen Sommerferien, während nordeuropäische Reiseziele zulegen.

Pierre & Vacances-Center Parcs hat ein vollständig finanziertes Übernahmeangebot von Mubadala Capital erhalten. Die geplante Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung wesentlicher Aktionäre und weiterer Genehmigungen.

Mehr als eine Milliarde Euro liegen im Reisesicherungsfonds – Tui kritisiert eine fehlende Anlagestrategie und fordert spürbare Entlastung für die Branche, und damit für die Urlauber.

Der Sommer-Reisereport 2026 von Opodo zeigt eine anhaltend starke Nachfrage der deutschen Urlauber nach südeuropäischen Zielen, angeführt von Spanien. Gleichzeitig gewinnen Ziele wie Lanzarote und Podgorica stark an Beliebtheit.

Die Staatsanwaltschaft München hat das Ermittlungsverfahren zur Insolvenz der FTI Group eingestellt, da sich der Verdacht auf Insolvenzverschleppung oder Betrug nicht erhärtet hat.