Pauschalreisen feiern ein Comeback

| Tourismus Tourismus

Pauschalreisen feiern ein Comeback. Angesichts zunehmender Unsicherheiten im Reiseverkehr, verursacht durch Streiks, Waldbrände und geopolitische Konflikte, suchen Reisende wieder verstärkt nach Schutz und Sicherheit, so ein Bericht der Financial Times. 

Reisende setzen auf Sicherheit und Rechtsschutz

Dieser Trend spiegelt die wachsende Sorge der Urlauber wider, deren Reisen durch Flugausfälle und Verspätungen beeinträchtigt werden könnten. Im Mai 2025 stiegen die Buchungsvolumina über Reisebüros in Großbritannien um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während Flugbuchungen nur um 3,5 Prozent zulegten.

Die Anbieter von Pauschalreisen wie Tui und Jet2 profitieren von dieser Entwicklung. Shaun Morton, CEO des britischen Reiseanbieters On the Beach, kommentierte: „Die Nachfrage nach Pauschalreisen ist größer als je zuvor. Die Verbraucher sind sich heute bewusster, dass sie mehr Rechte haben, wenn sie ihren Urlaub als Pauschalreise buchen.“

Die gesetzliche Absicherung spielt dabei eine entscheidende Rolle, da Pauschalreisen durch die EU-Richtlinie für Pauschalreisen (PTD) geschützt sind. Diese schützt Verbraucher bei Insolvenz des Anbieters und ermöglicht unter bestimmten Umständen eine kostenfreie Stornierung.

Junges Publikum entdeckt Pauschalreisen neu

Auch jüngere Reisende, die ihren Urlaub früher oft selbst organisierten, wenden sich nun vermehrt Pauschalreisen zu. Anbieter reagieren darauf mit attraktiveren Angeboten wie zinsfreien Ratenzahlungsplänen. Jet2 hat zudem dank viraler Internet-Inhalte in der jüngeren Zielgruppe neue Markenbekanntheit gewonnen. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast zehn Jahre lang war der Besuch der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie, der sogenannten Plaza, kostenlos. Von Oktober an kostet er Geld. Welche Auswirkungen das haben wird.

Erneut sind Mallorquiner gegen den Massentourismus auf die Straße gegangen. Nur zwei Wochen nach der großen Kundgebung in Palma gegen den aus Sicht vieler Insulaner überbordenden Tourismus, fand die neue Demo nun in der Stadt Sóller statt.

Die Robinson Club GmbH registriert eine Veränderung beim Luxusverständnis deutscher Reisender. Demnach definieren viele Befragte Luxus im Urlaub primär über Zeit, Erholung sowie die Entlastung von alltäglichen Pflichten.

Die weltweiten Ausgaben für Geschäftsreisen steigen im Jahr 2026 voraussichtlich auf den Rekordwert von 1,56 Billionen Euro, während die Zahl der Reisen nur leicht zunimmt.

Ob Spirituosen, Korallenschmuck oder Designer-Kopien: Wer Souvenirs aus dem Urlaub mitbringen möchte, sollte wissen, was er tut. Sonst kann es bei der Einreise Probleme geben.

Der Deutsche Alpenverein meldet auf zahlreichen Berghütten in den Alpen akute Wasserknappheit. Auf einzelnen Hütten muss Trinkwasser bereits per Hubschrauber geliefert werden, während der Verband zu umfassenden Sparmaßnahmen aufruft.

Lufthansa kämpft mit teurem Kerosin und Streiks. Chef Spohr hält nun sogar einen Gewinnrückgang im Gesamtjahr für möglich und kündigt weiterhin hohe Ticketpreise an.

Bahnreisen blieben für Fahrgäste im Juli eine Geduldsprobe: Mit 52,6 Prozent war lediglich etwas mehr als die Hälfte der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs. Im Vergleich zum Vormonat blieb die Quote damit unverändert.

Am Mittelmeer werden für Schirme und Liegen teils horrende Preise verlangt. An einigen Stränden Italiens gehen die Behörden neuerdings dagegen vor, auch wegen der EU. Aber die alten Kräfte wehren sich.

Die Deutsche Zentrale für Tourismus lädt Ende September zu einem hochrangigen Fachtreffen mit US-Entscheidern an den Bodensee ein, um Trends im amerikanischen Reisemarkt zu analysieren.