PiNCAMP registriert Verlagerung der Camping-Nachfrage auf Frühjahr und Herbst

| Tourismus Tourismus

PiNCAMP beobachtet nach eigenen Angaben Veränderungen im Buchungsverhalten von Campern in Europa. Eine am 23. Juni 2026 veröffentlichte Saisonanalyse des Campingportals des ADAC wertet anonymisierte Buchungsdaten für die Reisejahre 2023 bis 2026 aus und kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Nachfrage stärker über das Jahr und verschiedene Regionen Europas verteilt. Grundlage der Untersuchung sind Buchungen auf der Plattform PiNCAMP; das Unternehmen weist darauf hin, dass die Ergebnisse nicht unmittelbar auf den gesamten europäischen Campingmarkt übertragbar seien.

PiNCAMP meldet Verschiebungen bei Sommerreisen innerhalb Europas

Für die Sommermonate Juli und August 2026 verzeichnete Nordeuropa laut Analyse ein Buchungsplus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Mitteleuropa lag das Wachstum bei sechs Prozent, während Südeuropa einen Rückgang von zwei Prozent aufwies. Trotz dieser Entwicklung entfielen nach Angaben von PiNCAMP weiterhin 67 Prozent des gesamten Sommer-Buchungsvolumens auf die südeuropäischen Länder Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Kroatien.

Im Drei-Jahres-Vergleich seit 2023 weist die Analyse für die Sommermonate einen Anstieg der Buchungen um 68 Prozent in Nordeuropa und um 88 Prozent in Mitteleuropa aus. Für Südeuropa wird ein Zuwachs von einem Prozent genannt.

Buchungen außerhalb der Hauptsaison legen deutlich stärker zu

Besonders ausgeprägt fällt die Entwicklung laut den Daten im Frühjahr und Herbst aus. Für die Monate April bis Juni meldet PiNCAMP gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg der Buchungen um 53 Prozent in Nordeuropa, 25 Prozent in Mitteleuropa und 18 Prozent in Südeuropa. Im Herbst, also in den Monaten September und Oktober, lagen die Zuwächse bei 47 Prozent, fünf Prozent beziehungsweise vier Prozent.

Beim Anteil am gesamten Buchungsvolumen des Jahres 2026 entfielen im Frühjahr jeweils 47 Prozent auf Mittel- und Südeuropa, während Nordeuropa auf sechs Prozent kam. Im Herbst vereinte Südeuropa 76 Prozent des Volumens auf sich, Mitteleuropa 22 Prozent und Nordeuropa zwei Prozent.

Analyse verweist auf Preisunterschiede zwischen den Regionen

PiNCAMP verweist zudem auf Unterschiede bei den durchschnittlichen Campingkosten in der Hochsaison. Eine Campingnacht für eine Familie koste in Kroatien durchschnittlich 73 Euro, in Italien 63 Euro und in Spanien 58 Euro. Für Norwegen nennt das Unternehmen 38 Euro, für Schweden 40 Euro und für Deutschland 41 Euro.

Als Datengrundlage dienten anonymisierte Buchungsdaten für die Reisejahre 2023 bis 2026 mit Stand Juni 2026. Für bereits abgeschlossene Reisezeiträume wurden tatsächliche Buchungen ausgewertet. Für noch bevorstehende Reisezeiträume basiert die Analyse auf dem aktuellen Buchungsstand und wird von PiNCAMP als Trendindikator für das laufende Reisejahr beschrieben. Betrachtet wurden die Regionen Nordeuropa mit Dänemark, Schweden und Norwegen, Mitteleuropa mit Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden sowie Südeuropa mit Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Kroatien.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die deutschen Reiseveranstalter müssen bei Pauschalreisen künftig weniger Vorsorge gegen Insolvenzen treffen. Der Deutsche Reisesicherungsfonds (DRSF) hat erneut die Entgelte gesenkt, die für jede Reise gezahlt werden müssen.

Reservieren, absagen - doppelt buchen, nicht erscheinen: Das sommerliche Hüttenchaos am Berg macht nicht nur den Wirten zu schaffen. Warum faire Planung auch für die anderen Wanderer unerlässlich ist.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass deutsches Fernsehen für Urlauber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Insbesondere junge Reisende nutzen verstärkt digitale Streaming-Angebote während der Ferien.

Nach einer Flaute wegen des Iran-Kriegs zieht die Nachfrage nach Urlaub in der Türkei und Ägypten bei Tui wieder spürbar an. Besonders Antalya steht bei Sommerreisen hoch im Kurs.

Eine Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes und des Deutschen Instituts für Tourismusforschung zeigt eine hohe Reisebereitschaft für den Sommer. Trotz gestiegener Kraftstoff- und Kerosinpreise planen 62 Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise.

Rund zwei Stunden ging nichts mehr bei der Deutschen Bahn. Welchen Grund der Konzern nannte, was Reisende erlebten und wie lange es wohl noch Verspätungen und Ausfälle geben wird.

Der große Freizeitpark-Check für das Jahr 2026 kürt den südbadischen Europa-Park zum besten Freizeitpark in Deutschland. Neben den Branchenriesen überzeugen im aktuellen Ranking vor allem regionale Familienparks und spezialisierte Anlagen.

Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen - und Verspätungen: Ist die Klimaanlage an Bord defekt, kann es in Flugzeugen schnell unangenehm werden. Was steht Passagieren zu, wenn sich die Kabine unerträglich aufheizt?

Braunwald beendet den klassischen Skibetrieb ab der Wintersaison 2026/27. Die Sportbahnen begründen den Schritt mit anhaltenden Verlusten und veränderten klimatischen Bedingungen, während ein gemeinsamer Zukunftsprozess die weitere touristische Entwicklung der Destination vorbereiten soll.

Pierre & Vacances-Center Parcs hat ein vollständig finanziertes Übernahmeangebot von Mubadala Capital erhalten. Die geplante Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung wesentlicher Aktionäre und weiterer Genehmigungen.