Prag verbietet Auftritte in Tierverkleidungen

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Die Touristenmetropole Prag hat genug von Straßenkünstlern, die in riesigen Panda-, Gorilla- und Eisbärenkostümen durch das Stadtzentrum ziehen. Am Dienstag trat eine neue Verordnung der Stadtverwaltung in Kraft, die konkret «Auftritte in Tierverkleidungen» verbietet. Generell sind alle Kostüme nicht mehr erlaubt, die «über die Proportionen eines erwachsenen Menschen hinausgehen». Kritiker halten die Tierverkleidungen seit langem für unpassend in der historischen Kulisse der Unesco-Welterbestadt.

Auch wer zur Belustigung der Touristen riesige Seifenblasen herstellt, bekommt fortan Platzverbot. Die Seifenschmiere sei gefährlich für Fußgänger, hieß es zur Begründung. Nachdem die tschechische Hauptstadt vor einigen Jahren alle Beschränkungen für Straßenkünstler aufgehoben hatte, uferte das Phänomen schnell aus. Ganz verboten ist Straßenkunst nun wieder auf Friedhöfen und Kinderspielplätzen sowie vor Schulen, Kirchen und Krankenhäusern.

Beliebt waren die Verkleidungen bei Touristen, die mit den «menschlichen Bären» Selfies machten. Im vorigen Jahr kamen rund 6,7 Millionen ausländische Übernachtungsgäste nach Prag. Während die Zahl der Touristen seit Jahrzehnten zunimmt, ist die Zahl der Einwohner des ersten Innenstadtbezirks seit 1991 von mehr als 41 000 auf knapp 29 500 Menschen zurückgegangen. (dpa)


 

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