Prinz Harry startet globale Initiative „Travalyst“ für nachhaltiges Reisen

| Tourismus Tourismus

Der Herzog von Sussex hat eine neue globale Partnerschaft angekündigt, die darauf abzielt, den Natur- und Umweltschutz sowie die wirtschaftliche Entwicklung auf kommunaler Ebene zu verbessern. Erreicht werden soll dies durch die Förderung nachhaltiger Tourismuspraktiken in der Reisebranche.

Ziel von „Travalyst“ ist es, die Reiseindustrie als Katalysator zu nutzen, um die Zukunft des Reisens für alle zu verbessern. Diese von seiner Königlichen Hoheit geleitete und gemeinsam mit führenden Dienstleistern der Reisebranche gegründete Initiative widmet sich der Erforschung und Förderung von Lösungen, die nachhaltiges Reisen ermöglichen.

Bewusstsein für nachhaltiges Reisen stärken

Zu den Gründungsmitgliedern zählen: Booking.com, Ctrip, Skyscanner, TripAdvisor und Visa. Die Initiative bringt globale Unternehmen zusammen, die das Bindeglied zwischen Kunden und Anbietern auf dem Reisemarkt bilden. Ziel ist es, deren Einfluss zu nutzen, um das Bewusstsein für nachhaltiges Reisen zu stärken, darüber zu informieren sowie positive Veränderungen zu fördern.

Diese mutige neue Partnerschaft ebne den Weg für eine neue Art des Reisens. Sie soll den Wandel vorantreiben und ermöglichen, dass Reisende die Welt auf nachhaltigere Weise erkunden und Menschen, Orte sowie wildlebende Tiere schützen. In der Hoffnung, eine positive Zukunft für viele weitere Generationen zu schaffen, erklärten die Initiatoren.

Im ersten Schritt werden gemeinsam mit Unternehmen, Verbrauchern und Gemeinden Lösungen gesucht und gefördert, die nachhaltige Praktiken und Verbraucherentscheidungen in folgenden Bereichen vorantreiben: Unterstützung der lokalen Bevölkerung, Schutz der wildlebenden Tiere, Bekämpfung des Klimawandels und der Umweltschäden sowie Minderung des sogenannten „Overtourism“.

Das sagen die Gründungsmitglieder

„Reisen hat die beispiellose Kraft, die Menschen für andere Kulturen, neue Erfahrungen und eine tiefe Wertschätzung für das, was unsere Welt zu bieten hat, zu öffnen. Da der Tourismus unweigerlich wächst, ist es von entscheidender Bedeutung, die Einführung nachhaltiger Praktiken weltweit zu beschleunigen und dieses Wachstum mit den Bedürfnissen der Umwelt und der lokalen Bevölkerung in Einklang zu bringen. Das Zusammenbringen von Unternehmen, Verbrauchern und Gemeinden ist unsere Chance, Destinationen und Ökosysteme für zukünftige Generationen zu schützen“, so der Herzog von Sussex.

Gillian Tans, Chairwoman Booking.com, sagt: „Die Bereitschaft dieser verschiedenen Unternehmen, zusammenzuarbeiten und zum Aufbau eines globalen Netzwerks von gleichgesinnten sozialen Unternehmern, NGOs und politischen Entscheidungsträgern beizutragen, ist wirklich inspirierend. Zusammenarbeit ist der einzige Weg nach vorne, wenn wir einen echten Paradigmenwechsel im Tourismus schaffen wollen. Wir möchten die Ziele, die wir alle lieben, schützen und sicherstellen, dass sie für die kommenden Generationen verfügbar sind, aber wir können es nicht alleine tun. Auch wenn wir noch nicht alle Antworten haben, sind wir entschlossen, sie gemeinsam zu finden."

Jane Sun, CEO von Ctrip, sagt: „Reisen ist ein wirksames Mittel, um uns einander näher zu bringen - um die Schönheit unserer Länder und unserer unzähligen Kulturen zu teilen und unsere Gemeinsamkeiten zu entdecken. Aber mit dem Reisen geht auch die Pflicht einher, unseren zerbrechlichen Planeten zu schützen. Deshalb arbeiten wir mit den klügsten Köpfen daran, dass die kommenden Generationen nachhaltig in unsere Fußstapfen treten und die Welt und ihre Menschen zusammenwachsen können.“

Bryan Dove, CEO von Skyscanner, sagt: „Globales Reisen ist ein Geschenk der Moderne, das Kulturen und Gemeinschaften auf unserem Planeten zusammenbringt. Als Empfänger sind wir dazu verpflichtet, unsere Welt für zukünftige Generationen zu bewahren - aber um dies zu tun, müssen wir jetzt handeln, denn Veränderungen werden nicht über Nacht geschehen. Als die größten Akteure in der Reisebranche haben wir die Verantwortung, unser Potenzial zu nutzen, um diesen Wandel voranzutreiben.“

Stephen Kaufer, President & CEO von TripAdvisor, sagt: „Wir alle haben die Verantwortung, unseren kostbaren Planeten für die kommenden Generationen zu schützen. Ich bin der festen Überzeugung, dass man mehr erreichen kann, wenn man zusammenarbeitet, als wenn man einen Weg alleine geht. Deshalb freuen wir uns, Teil von Travalyst zu sein und gemeinsam nach Möglichkeiten suchen zu können, die Zukunft des Reisens positiv zu beeinflussen.“

Al Kelly, Vorsitzender und CEO von Visa, sagt: „Reisen und Handel weltweit durch digitale Zahlungen zu ermöglichen, ist einer von vielen Wegen, über den Visa jeden Tag Einzelpersonen, Unternehmen und Volkswirtschaften verbindet und stärkt. Wir setzen uns dafür ein, dass wir dies nachhaltig tun. Wir sind stolz, Teil dieser Initiative zu sein, um das langfristige Wirtschaftswachstum durch Tourismus zu unterstützen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Instagram-Ranking: Die beliebtesten Strecken in Deutschland für einen Roadtrip

Corona sorgt in vielen Fällen für einen Sommerurlaub unweit der eigenen Haustür. Welche Routen sich besonders für einen Roadtrip quer durchs Heimatland lohnen, hat kurz-mal-weg.de anhand eines Hashtag-Rankings auf Instagram analysiert.

Easyjet streicht jeden dritten Arbeitsplatz

Der britische Billigflieger Easyjet will wegen der Corona-Krise bis zu 30 Prozent seiner Arbeitsplätze streichen. Auch die Flugzeugflotte soll zunächst schrumpfen, statt zu wachsen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Inseln im Norden fast ausgebucht

Es könnte die Feuerprobe werden für den wiederangelaufenen Tourismus in Corona-Zeiten - zu Pfingsten werden zahlreiche Urlauber an Niedersachsens Küste, den Inseln und andernorts erwartet. Vor allem die Ostfriesische Inseln sind fast ausgebucht.

Reisebranche kritisiert «politisch unterlassene Hilfeleistung» und fordert 260 Millionen Euro pro Monat

Die deutsche Reisebranche fordert milliardenschwere Hilfe von der Bundesregierung. Die Branche fordert 260 Millionen Euro pro Monat. Ohne nicht rückzahlbare finanzielle Mittel drohten in der Tourismuswirtschaft noch in diesem Jahr bis zu 1,2 Millionen Arbeitslose.

Flixbus und Blablabus nehmen Betrieb wieder auf

Nach gut zwei Monaten Corona-Stillstand fahren von Donnerstag an auf innerdeutschen Verbindungen wieder die ersten Fernbusse des Anbieters Flixbus. Der Fernbus-Anbieter Blablabus will in vier Wochen den Betrieb wieder aufnehmen.

Lufthansa dreht Warteschleife - Keine Entscheidung zu Rettungspaket

Die Lufthansa nimmt die geplante Staatshilfe von neun Milliarden Euro vorerst nicht an. Als Grund nannte das Unternehmen in Frankfurt mögliche Auflagen der EU-Kommission, die bei einer Staatshilfe die Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen überprüfen könnte.

Hoffnung auf mehr Klarheit über Urlaubsreisen in Europa

Bundesbürger mit Reiseplänen für Europa müssen sich noch etwas gedulden. Die Bundesregierung will sich am 3. Juni mit einem Eckwertepapier befassen, das als Gesprächsgrundlage für eine Einigung mit den Urlaubsländern auf Regeln für einen Infektionsschutz dienen soll.

DRV: Reisebüros brauchen monatlich 140 Millionen Euro Zuschuss

Der DRV zeigt ein drastisches Bild im Tourismusausschuss und fordert von der Bundesregierung einen Rückzahlungsfonds und Beihilfen: Die Bundesregierung müsse die Reisebüros und Reiseveranstalter unverzüglich finanziell unterstützen.

Helgoland erlaubt Tagestouristen an Pfingsten

Helgoland lässt Tagestouristen an Pfingsten zu. Dagegen sind die Nordseeinseln Sylt, St. Peter-Ording und Büsum für Tagestouristen weiterhin tabu. An der Ostseeküste gibt es keine Betretungsverbote.

Ryanair missbraucht laut Verdi Corona-Krise für Sozialdumping

Verdi hat Ryanair vorgeworfen, die Corona-Krise gegen die eigenen Beschäftigten zu missbrauchen. Die in Deutschland aktive Ryanair-Tochter Malta Air wolle Tarifverträge unterlaufen und Beschäftigte entlassen, um sie zu Dumping-Konditionen wiedereinzustellen.