Regionalflughäfen dominieren deutsches Flughafen-Ranking

| Tourismus Tourismus

Der Flughafen Münster/Osnabrück steht 2026 an der Spitze des deutschen Flughafen-Rankings von Fit Reisen. Der Airport erreicht 4,3 Sterne bei 3.140 Google-Bewertungen und verdrängt damit den Vorjahressieger Lübeck-Blankensee auf Rang vier. Insgesamt wurden für die zweite Auflage des Rankings rund 396.000 Bewertungen von 25 deutschen Passagierflughäfen ausgewertet.

Kleine Flughäfen erreichen Spitzenplätze

Münster/Osnabrück liegt gemeinsam mit Paderborn/Lippstadt, Friedrichshafen, Lübeck-Blankensee und Rostock-Laage an der Spitze. Alle fünf Flughäfen kommen auf 4,3 Sterne. Die Reihenfolge ergibt sich damit aus weiteren Kriterien der Auswertung, darunter der Zahl der Bewertungen.

Besonders deutlich fällt der Unterschied zwischen kleineren und größeren Flughäfen aus. Die zehn Airports mit weniger als 5.000 Bewertungen erreichen im Durchschnitt 4,2 Sterne. Bei den sechs Flughäfen mit mehr als 20.000 Bewertungen sind es dagegen 3,6 Sterne. München ist mit 4,0 Sternen auf Rang zehn der bestplatzierte große deutsche Flughafen.

Fit Reisen registrierte zugleich einen deutlichen Anstieg der Bewertungszahl. Innerhalb eines Jahres wuchs die Zahl der ausgewerteten Google-Rezensionen um 16,2 Prozent auf 396.356. Besonders stark legten Weeze/Niederrhein mit 32,0 Prozent, Erfurt-Weimar mit 30,0 Prozent und Münster/Osnabrück mit 27,3 Prozent zu.

Münster/Osnabrück verbessert sich gegenüber Vorjahr

Der neue Spitzenreiter kommt auf 4,3 Sterne und verbessert sich damit um einen Rang. 2025 hatte Münster/Osnabrück noch Platz zwei belegt. Der Flughafen liegt auf dem Gebiet der Stadt Greven rund 25 Kilometer nördlich von Münster. Im Jahr 2025 wurden dort rund 1,2 Millionen Fluggäste gezählt.

Auf Rang zwei folgt der Paderborn Lippstadt Airport mit ebenfalls 4,3 Sternen und 2.315 Bewertungen. Der Flughafen verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um einen Platz. Die Zahl seiner Bewertungen stieg um 22,0 Prozent.

Den größten Sprung innerhalb der Top fünf macht der Flughafen Friedrichshafen. Er steigt von Platz acht auf Platz drei und verbessert seine Bewertung von 4,2 auf 4,3 Sterne. Der Flughafen Lübeck-Blankensee fällt dagegen von Platz eins auf Platz vier zurück, obwohl auch dort die Durchschnittsbewertung mit 4,3 Sternen weiterhin dem Spitzenwert entspricht.

Große Drehkreuze bleiben hinter Regionalflughäfen zurück

Der Flughafen Rostock-Laage komplettiert mit 4,3 Sternen die ersten fünf Plätze. Er verteidigt damit seine Position aus dem Vorjahr. Die geringste Zahl an Bewertungen innerhalb der Top fünf entfällt auf Rostock-Laage mit 654 Rezensionen.

Bei den großen deutschen Flughäfen führt München mit 4,0 Sternen auf Platz zehn. Stuttgart erreicht ebenfalls 4,0 Sterne und folgt auf Rang elf. Frankfurt ist mit 84.863 Bewertungen der meistbewertete deutsche Flughafen, kommt aber nur auf 3,8 Sterne und landet wie im Vorjahr auf Platz 15.

Hamburg erreicht 3,7 Sterne auf Rang 16, Düsseldorf 3,6 Sterne auf Rang 19 und Köln/Bonn 3,5 Sterne auf Rang 22. Der Flughafen Berlin Brandenburg bleibt mit 3,2 Sternen bei 51.162 Bewertungen auf Platz 24. Schlusslicht ist Frankfurt-Hahn mit 2,9 Sternen.

Nordrhein-Westfalen stellt zwei Spitzenflughäfen

Auch im Bundesländervergleich zeigt sich ein gemischtes Bild für Nordrhein-Westfalen. Mit Münster/Osnabrück und Paderborn/Lippstadt stellt das Land die beiden bestbewerteten Flughäfen des Rankings. Düsseldorf, Weeze, Köln/Bonn und Dortmund liegen dagegen im hinteren Bereich der Rangliste.

Insgesamt bleibt die Verteilung der Bewertungen gegenüber dem Vorjahr relativ stabil. 16 Flughäfen halten ihre Durchschnittsnote, sechs verbessern sich und drei verschlechtern sich. Die Zahl der Bewertungen nahm dagegen bei den betrachteten Flughäfen insgesamt deutlich zu.

Europäische Flughäfen zeigen deutliche Unterschiede

Auch im europäischen Vergleich liegt Tallinn Lennart Meri an der Spitze. Der Flughafen der estnischen Hauptstadt erreicht 4,6 Sterne bei 9.373 Bewertungen und führt damit vor dem Shannon Airport in Irland, der ebenfalls auf 4,6 Sterne kommt. Rang drei belegt der İstanbul Airport mit 4,4 Sternen bei 114.782 Bewertungen.

Dahinter folgen Porto, Alicante, Helsinki und Danzig mit jeweils 4,4 Sternen. Insgesamt schneiden Flughäfen in Nordeuropa mit durchschnittlich 4,2 Sternen besser ab als Airports in Osteuropa mit 4,0 sowie in Süd- und Westeuropa mit 3,9 beziehungsweise 3,8 Sternen.

Deutschland stellt mit 25 Flughäfen die größte Zahl der im europäischen Ranking berücksichtigten Airports. Die fünf bestplatzierten deutschen Flughäfen sind dabei ausnahmslos Regionalflughäfen. Münster/Osnabrück erreicht europaweit Platz 24, Paderborn/Lippstadt Platz 28, Friedrichshafen Platz 31, Lübeck-Blankensee Platz 33 und Rostock-Laage Platz 36.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Urlaub kann manchmal hektisch werden. Deshalb setzen viele Reisende inzwischen auf Slow Travel. Das bedeutet, dass du weniger Orte bereist, aber dafür mehr Zeit an jedem einzelnen verbringst. Wir stellen dir das Konzept im Folgenden vor.

Die Zahl der Gäste und der Übernachtungen in Rheinland-Pfalz war im ersten Halbjahr so hoch wie in den vergangenen 20 Jahren nicht. Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht sogar einen Boom.

Dänemark erlebt einen Urlauber-Ansturm: Im ersten Halbjahr gab es einen neuen Übernachtungsrekord. Besonders Deutsche zieht es ins Nachbarland – 7,5 Millionen Übernachtungen gingen auf ihr Konto.

Reisende sind der Tourismusbranche beim Einsatz Künstlicher Intelligenz nach Darstellung einer neuen Studie zwei Jahre voraus. Während 54 Prozent der befragten US-Reisenden KI bereits für die Reiseplanung genutzt haben, bieten 22 Prozent der befragten Destination Marketing Organizations entsprechende Funktionen auf ihren Internetseiten an.

Der dritte European Travel Trend Report der Dertour Group belegt das wachsende Interesse an Slow Travel, digitalen Auszeiten und Solo-Reisen. Besonders in Deutschland gewinnen entschleunigte Reiseformen und Alleinreisen stark an Bedeutung.

Manche sehen in der belgischen Stadt eine Stadt der Verlierer, doch Künstler machen aus der Not eine Tugend: Sie führen zu Lost Places und erschließen Kohlehalden als Wanderreviere.

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.