Reise an den Golf? Veranstalter kontaktieren

| Tourismus Tourismus

Wer eine in den nächsten Tagen beginnende Reise nach Dubai oder in andere Regionen am Persischen Golf geplant hat, sollte sich mit seinem Reiseveranstalter in Verbindung setzen. Dazu rät der Deutsche Reiseverband (DRV).

Hintergrund sind verschärfte Reisehinweise des Auswärtigen Amtes, das wegen der gegenseitigen Luftangriffe zwischen Israel und dem Iran seit Freitag von allen nicht notwendigen Reisen in die gesamte Golfregion abrät. 

Konkret betrifft die Verschärfung die Vereinigten Arabische Emirate mit Dubai, Saudi-Arabien, Bahrein, Katar, Kuwait, Oman und Jordanien. Die Sicherheitslage in der gesamten Region sei äußerst volatil, heißt es in den Reisehinweisen. «Es kann jederzeit zur Sperrung von Lufträumen kommen.» 

Veranstalter beobachten die Situation

Die Unternehmen der Reisewirtschaft beobachteten die Situation intensiv und seien über den Reiseverband in engem Austausch mit dem Auswärtigen Amt, um schnellstmöglich auf Veränderungen reagieren zu können, teilt eine DRV-Sprecherin mit. Die Sicherheit der Gäste habe oberste Priorität. Reisende, die eine Pauschalreise eines Veranstalters gebucht haben, könnten sich auf das gut funktionierende Sicherheitsmanagement der Anbieter verlassen.

Sollten Reisen aufgrund der Situation nicht durchgeführt werden können, werden Gäste, die ihre gebuchte Reise noch nicht angetreten haben, aktiv vom Reiseveranstalter informiert. «Sie haben die Möglichkeit, kostenfrei auf ein anderes Zielgebiet oder einen anderen Zeitraum umzubuchen», so die Sprecherin. Im Stornierungsfall erhielten sie bereits gezahlte Gelder zurück. 

Für Pauschalurlauber vor Ort gilt: Sollten vorzeitige Rückreisen aus den Zielgebieten notwendig sein, kümmern sich die Reiseveranstalter mit ihren Teams vor Ort um ihre Gäste, organisieren Transfers und Flüge zurück nach Deutschland. Der DRV vertritt viele Reisebüros und Veranstalter.

Unterschied zwischen Sicherheitshinweis und Reisewarnung

Ein Sicherheitshinweis, wie ihn das Auswärtige Amt für die genannten Länder der Golfregion ausgesprochen hat, macht auf Risiken aufmerksam, ist aber nicht mit einer Reisewarnung zu verwechseln.

Reisewarnungen werden ausgesprochen, wenn davon ausgegangen werden muss, «dass jedem Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht», wie das Ministerium erklärt. Eine Reisewarnung gilt aktuell unter anderem für Israel und den Iran.

Eine Reisewarnung ist zwar kein Reiseverbot. In der Praxis machen Reiseveranstalter sie aber oft zum Prüfstein ihrer Entscheidungen - etwa, ob sie Reisen in ein Land anbieten. Bei einer eintretenden Reisewarnung kann man von vorher gebuchten Pauschalreisen in der Regel ohne Stornokosten zurücktreten. Die Reisewarnung wird dann oft als ein Indiz für das Vorliegen sogenannter außergewöhnlicher Umstände (bzw. höhere Gewalt) betrachtet.

Auch wenn das Auswärtige Amt von Reisen in ein Land per se abrät, reagieren Reiseveranstalter mitunter darauf und verzichten auf Angebote. Wer individuell reist, muss selbst abschätzen, welches Risiko er zu tragen bereit ist. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Er ist ein Klassiker eines jeden Besuchs in Rom: der Trevi-Brunnen im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt. Doch der bisher kostenlose Zugang zu dem wohl berühmtesten Brunnen der Welt wird künftig etwas kosten.

Eine Datenauswertung von Airbnb identifiziert die aktuell beliebtesten Reiseziele deutscher Urlauber im 400-Kilometer-Umkreis der Landesgrenze. Vor allem naturnahe Regionen in Österreich und Italien verzeichnen ein massives Wachstum bei den Suchanfragen.

Eine aktuelle Interhome-Analyse beleuchtet die Buchungstrends deutscher Gäste für das Jahr 2026. Die Daten zeigen eine stabile Nachfrage nach Destinationen in den Alpen sowie an den Küsten und belegen eine klare Präferenz für Unterkünfte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ein Ausblick auf den Tourismus im Jahr 2126 zeigt eine Branche im radikalen Umbruch. Von der KI-gesteuerten Reiseplanung über Biohacking zur Lebensverlängerung bis hin zu orbitalen Hotelanlagen könnten technologische Innovationen das Reisen in 100 Jahren grundlegend neu definieren.

Die Nordsee Schleswig-Holstein blickt auf ein ereignisreiches Tourismusjahr 2026. Neben ökologischen Schwerpunkten im Nationalpark und großen Jubiläen in Helgoland und St. Peter-Ording ergänzen neue Infrastrukturprojekte das Angebot.

Im Oberen Mittelrheintal werden bis 2027 zehn neue Wanderwege unter der Marke Loreley Spuren ausgeschildert. Das Projekt umfasst Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zwischen Braubach und Kaub, die sich an den Qualitätsstandards des Deutschen Wanderverbandes orientieren.

Die Lüneburger Heide schlägt einer Untersuchung zufolge beim Bekanntheitswert aus Niedersachsen sogar Volkswagen. Das geht aus einer Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor. Tourismusexperten jubeln.

Das neue ÖHV-Urlaubsradar prognostiziert eine steigende Reisebereitschaft für die Semesterferien. Dabei steht der Heimaturlaub im Fokus: Fast 80 Prozent der Reisenden planen einen Aufenthalt in Österreich, wobei Salzburg und Tirol die beliebtesten Bundesländer bleiben.

Ab Ende Februar wird es ernst: Ohne ETA gibt’s keinen Zutritt zu Flugzeugen und Zügen nach Großbritannien. Was es zu beachten gibt und mit wie viel Vorlauf man den Antrag stellen sollte.

Früh aufstehen, statt den letzten Urlaubstag am Pool ausklingen zu lassen? Wenn der Rückflug vom Abend in den Morgen vorverlegt wird, ist das frustrierend. Aber immerhin kann es Geld zurückgeben.